Aussie Aufmerksamkeitssyndrom oder Pubertät???

  • Hallo,
    ich habe mit meinem Aussie (9 Monate) folgendes Problem: Immer wenn ich eine andere Person im Wald (laufe fast nur im Wald) treffe und mich unterhalte, fängt er sofort an, Holz oder andere Sachen zu fressen. Wirklich fressen, nicht einfach nur drauf rumkauen. Genauso ist es die ganze Zeit, wenn ich mit meinen beiden Hunden (habe noch einen Hovi) laufe. Wenn die Beiden nicht zusammen spielen, macht sich der Kleine nur auf die Suche, um Holz zu fressen. Es sei denn, ich beschäftige mich die ganze Zeit mit ihm. Was aber bei zwei Hunden nicht einfach ist und auch nicht Sinn der Sache sein sollte.
    Laufe ich alleine mit ihm, klappt alles wunderbar. Dann frisst er selten mal was.
    Ist das normal? Hat jemand gleiche Erfahrung? Liegt es vielleicht an der Pubertät oder will er mich wirklich nur für mich alleine haben?

  • Hallo,

    ich tippe auf mangelnde Frusttoleranz, bekommt dein Aussie nicht die alleinige und ständige Aufmerksamkeit, überfällt ihn der Frust, was zu Stress führt, diesen wiederum versucht er durch Holz fressen abzubauen.

    Viele Grüße!

  • Ich würde da im ganzen Alltag ansetzen. Ich gebe mal ein Beispiel von meiner Hündin: Wir wohnen in einer Zweizimmerwohnung. Ich habe oft am Computer zu tun, muss es aber auch managen mich um meine Hündin zu kümmern. Nun ist es manchmal so, dass ich soviel zu tun habe, dass ich sie außer Gassie gehen, ganz vergesse und dann ist sie es die sich die Aufmerksamkeit von mir holt, z.B. mit Anstubsen und ich gehe darauf ein. Manchmal läuft das leider sogar einige Tage so. Ich bekomme das aber zimelich schnell auch unangenehm zu spüren, nämlich dann , wenn sich auf dem Gassigang plötzlich unsere Rollen vertauscht habe, d.h, wenn meine Hündin denkt, sie hätte das Heft in der Hand und sie hätte zu bestimmen, wo es wann lang geht. Sprich, sie fängt plötzlich an mich anzuspringen oder bellt, wenn sie weiter will in den Situationen in denen ich stehen bleibe und mich mit Nachbarn unterhalte. Sie ist aber auch in Bus und Bahn unsicherer und hat plötzlich Angst vor Dingen vor denen sie vorher keine Angst hatt. Für miche in Zeichen von Überforderung. Sie fühlt sich eigentlich gar nicht wohl in der "Rolle des Leittiers" in dieser großen Stadt. Also arbeite ich schnell daran, wieder selbst zum Leittier zu werden: Ich bestimme, wann es Aufmerksamkeit gibt, ich gebe ihr Aufmerksamkeit, ich breche das Spiel ab , wenn es noch Spass macht, ich gebe ihr Aufgaben an denen sie wachsen kann und die unsere Bindung stärken, ich sorge dafür, dass sie Ruhe hat im Alltag, aber sich nicht langweilt und ich setze liebevolle , aber klare Grenzen. Und auf einmal ist sie wieder die Alte, setzt sich ruhig hin, wenn ich mich mit jemandem unterhalte und sie hat keine Angst mehr. Auf einmal ist sie die selbstbewußte, souveräne Hündin, die ich mir wünsche.

    Ich würde also an Deiner stelle Deine gesamte Erziehung überdenken, evtl eine Hundeschule aufsuchen.

    Viel Erfolg! :-) LG Cafedelmar

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