Plötzlich anders...

  • Hallo,

    ich hoffe man kann mir hier helfen.
    Wie schon bei meiner Vorstellung beschrieben, hatte ich bis Januar 2012 noch 3 Hunde.
    Einen Schäferhund Rüden (6), eine Schäferhündin (3) und eine kleine Mixmaus (1).

    Als ich noch alle drei beisammen hatte, war es perfekt. Alles lief harmonisch ab & es gab keinerlei Probleme untereinander.
    Wie geschrieben musste ich meinen Rüden einschläfern lassen und die Probleme fingen an.
    Im Februar ist meine Schäferhündin das erste mal auf die kleine losgegangen, es gab keinerlei Anzeichen, weder knurren, noch Zähne fletschen, noch eine Borste noch so irgendwas.
    Mein Freund und ich sind sofort dazwischen und haben die Situation erstmal geklärt.
    Ca. eine Woche danach haben beide wieder zusammen gespielt & getobt.

    Im Juli kam dann der zweite Zwischenfall, meine Schäferhündin lag vor dem Sessel und meine kleine ist nur in der Wohnung umhergetippelt, wieder ohne Anzeichen springt die SH auf und stürzt sich auf die Kleine.
    Die Situation war vorher total entspannt. Wir haben auf der Couch gegammelt und im Fernsehen war auch nichts aufregendes.
    Diesmal hat es länger gedauert, aber nach ca. 4 Wochen haben beide wieder zusammen auf der Couch gelegen oder gar Rücken an Rücken.

    Draußen ist meine Schäferhündin absolut perfekt, sie hört aufs Wort, spielt mit ihnen anderen Hunden, wenn sie ungefähr gleichgroß sind. Alles was kleiner ist, wird ignoriert.

    Mein Zweitgrößtes Problem ist jedoch, dass ich sie in der Wohnung nicht anfassen darf.
    Solange ich in der Küche, im Bad oder Schlafzimmer bin, kommt sie immer freudestrahlend an und will sich streicheln lassen, doch rufe ich sie im Wohnzimmer geht das Knurren und Zähne fletschen los.

    Mir macht ihre Unberechenbarkeit richtig Angst, vorallem habe ich Angst um die kleine Mixmaus. Wenn ich die Wohnung verlasse, werden beide getrennt und auch sonst lasse ich sie ungern alleine zusammen.
    Bisher gab es nur in unserem Beisein Streit, doch ich habe wirklich ein ungutes Gefühl, dass es auch mal dazu kommt, wenn ich duschen bin oder nur kurz Wäsche aufhängen.

    Ist es hier vielleicht auch mal jemanden so gegangen?
    Kann es mit dem Tod meines Rüdens zusammenhängen?
    Ich weiß wirklich nicht mehr weiter & bevor ich mir Hilfe bei einem Tierpsychologen hole, hoffe ich, dass man mir hier schonmal einen Stoß in die richtige Richtung geben kann.

    Liebe Grüße
    Sabrina

  • Zitat

    Kann es mit dem Tod meines Rüdens zusammenhängen?


    Kann sein!
    Er hatte die Führung, die nun fehlt!

    Zitat

    ...es gab keinerlei Anzeichen, weder knurren, noch Zähne fletschen, noch eine Borste noch so irgendwas.


    Einige Vorzeichen sind sehr diffizil, da muss man schon sehr genau schauen und Ahnung von der Körpersprache der HUnde haben, um sie zu bemerken. Ich denke eher nicht, das sie so ohne Anzeichen einfach auf die Kleine losgeht.
    Am besten wäre es wohl, Ihr holt Euch einen Fachmann ins Haus, der es sich ansieht und Euren Umgang mit den Hunden mal überprüft.

  • Hallo belnea,

    für mich hört sich das so an, als ob die Hündin der Chef im Haus ist, nicht du.
    Sie dominiert dich und gibt dir IHRE Ansagen. Du willst sie streicheln, sie knurrt dich an - ich nehme mal an, dass du dann das Streichen aus sein lässt. Sie hat dir eine Ansage gemacht "Lass mich in Ruhe" und du hast es durchgehen lassen Folge: Sie ist der Chef.
    Das Gleiche gilt auch für die Kleine. Dass es keine Anzeichen gibt bevor sie auf die Kleine losgeht, bezweifel ich auch stark. Die Anzeichen müssen ja nicht immer knurren, Bürste aufstellen oder Zähne fletschen sein. Steifmachen und anstarren gehört z. Bspl. genauso dazu. Und genau an dieser Stelle hättest du vorher schon eingreifen und dich durchsetzen müssen. Beim ersten kleinen Anzeichen seitens der Hündin, müsstest du schon dazwischen gehen mit einem deutlichen und strengen "Nein" (sofern die Hündin das Komando kennt).

    Hier hat aber seit dem Tod des Rüden die Hündin die Führung übernommen und nimmt DICH ALS CHEF nicht mehr vollständig ernst. Ich komme jetzt aber nicht an mit dem ganzen Rudelverhaltengedöns, so meine ich das nicht.
    Die Hündin muss lediglich lernen, dass sie sich an dir orientieren muss, du musst ihr die Sicherheit vermitteln, dass sie sich auf dich verlassen kann und dir quasi blind vertraut.
    Momentan sieht die Hündin sich genötigt selbst einige Dinge zu regeln und hat vermutlich keine wirkliche Bindung zu dir.

    Ich schlage hier vor dass ihr euch einen Trainer ins Haus holt, der DIR auch gleich noch einiges zum Verhalten von Hunden erklären kann. Mir scheint, dass du momentan noch nicht in der Lage bist Hunde zu lesen und so ihr Verhalten auch nicht einschätzen kannst. Also wären weitere Trainings- und Übungstips vorläufig nicht von Erfolg gekrönt.
    Vermutlich musst du fast bei Null anfangen und zunächst einmal die nötige Bindung zur Hündin aufbauen, die das weiterführende Training dann massiv erleichtern wird.

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