Körbchen/Ruheplatz neu aufbauen

  • Hallo Ihr Lieben,

    ich wollte mal nach Tipps fragen, wie ich am besten einen generellen Ruheplatz/Körbchen neu aufbaue/überhaupt aufbaue.

    Zu den Details:
    Hundi (knapp 2 Jahre, intakter, sturer (akita-husky) Rüde) ist schon ein kleiner Kontrolletti, bzw. braucht bzgl. Ruhe & Streßabbau einen Ruheplatz bzw. Führung.
    Mit Schreien (sowieso nicht) oder Körperkontakt/Maßregelung kommt man bei ihm nicht weit...da setzt er sich auf seine Klöten und glotzt einen an :D
    Mit Druck ist man bei ihm vollkommen falsch.... es muss Spaß machen und "wirklich" verständlich für ihn sein und eine Motivation "zu tun was ich will" beinhalten.

    Es geht nicht unbedingt darum, dass er auf dem Ruheplatz schläft....er sucht sich seinen Platz und schläft am liebsten irgendwo auf dem blanken Parkett. Eine Decke hat er im Schlafzimmer (Hundematratze) und Wohnzimmer und kennt es unter Decke.
    Bleiben tut er da aber nicht. Wenn es klingelt oder ich in die Küche o.ä. gehe muss ich schon ein extremes "Bleib" einfordern und er versteht es nicht als Ruhepol.

    Hintergrund ist auch, dass ich für ihn als Welpen ein Bett hatte und das positiv aufbauen WOLLTE. Mein Ex (seit 3 Wochen ausgezogen) ihn aber immer zur Strafe reingeschickt hat :muede: genauso eigentlich auch die noch vorhandene Decke.

    Ich überlege nun in nächster Zeit ein neues Bett anzuschaffen um etwas "Neues" zu haben, was noch nicht "geprägt" ist. Macht das Sinn??? :???:
    Und frage, wenn ja, nach Tipps zum positiven Ruhepol-Aufbau...immer Leckerchen rein??? :ugly:
    Bitte behaltet im Hinterkopf, dass er nicht soooo subtil ist wie nen "Labbi", der sich über ein paar Leckerchen im Körbchen freut :lol:

    Bin gespannt auf Tipps!
    Lieben Dank!!!

  • Sicher! ;)

    Wie gesagt...es ging nicht um´s schlafen.
    Sondern darum ihm einen positiv aufgebauten Platz anbieten zu können, wenn es klingelt/Besuch kommt/ ich Gäste habe/ in die Küche gehe...usw. usf.

    Klar gehört wg. "Kontrolletti" da noch mehr dazu...trotzdessen wollte ich frage, ob mir jmd. ein paar Tipps gehen kann wie ich den Platz am besten positiv aufbaue (bei nem sturen sack :D) und ob es Sinn macht einen neuen "Ruheplatz" zu kaufen, da dort keine Vergangenheit dranhängt.

    edit: Es geht mir auch um "Ruhe"Platz, da er sehr streßanfällig ist und keine Ruhe findet...das wollte ich ihm mit einem zugewiesenem "sicheren" Platz verständlicher machen/anbieten.

  • Hm...ich frage mich gerade, ob es dafür nen festen Platz braucht, wo er doch sowieso eher woanders rumliegt...

    Zitat

    wenn es klingelt/Besuch kommt/ ich Gäste habe/ in die Küche gehe...usw. usf.

    Klingelt es dürfen die Hunde durchaus Richtung Tür laufen und sich dafür interessieren, mache ich die Tür allerdings auf müssen sie sich erstmal hinter mir aufhalten.
    Hab ich Gäste dürfen die Hunde sich auch für die interessieren...werden sie nervig oder zu aufdringlich werden sie mit einem "Geh ab" weggeschickt.
    Ein Hund, der mir in der Wohnung folgt, dem mache ich die Türen vor der Nase zu usw. usw.
    Ich frag mich halt einfach gerade ob diese Ruheplatz-Geschichte bei euch überhaupt notwendig ist...

  • Sleipnir
    Hmmm...guter Gedankengang!

    Danke dafür...man fängt sich eben oft in generellen Gegebenheiten. ;)

    Vielleicht hänge ich mich auch da zu sehr an irgendetwas auf :???:
    Es wird eben immer erwartet, dass ein Hund in der Ecke liegt und nicht bemerkt wird (also für Fremde).

    Mein Hund darf gerne mit zur Tür kommen...nur finde ich ihn da sehr aufgepusht. Wenn man die Tür aufmacht ist seine Erwartungshaltung extrem hoch und er versucht sich durchzudrängen (nicht aggressiv...jeder Einbrecher bekäme wohl ein Spielzeug :D). Das Streßlevel ist eben extrem hoch...daher dachte ich es vielleicht darüber zu lösen?! Bin für jeden anderen Tipp offen!

    Nachlaufen...puh...ja...das Problem hatte ich zeitweilig immer. Türen lassen sich hier nicht gut zumachen, die sind generell offen. Tendenziell stört es mich ja nicht, aber er läuft dann auch gerne anderen nach und "hütet" diese und wartet vor der Klotür. Das ist dann doch unangenehm, bzw. weiß ich, dass er in dem Moment "Streß" hat - hast Du dort noch eine Idee/Tipp für meinen sturen Kerl? Was muss ich ändern, wo muss ich besser werden???

    Mit "geh ab" o.ä. klappt es eigentlich schon. Ich habe nur das Problem, dass er bei Druck gar nicht mehr "funtioniert". Da setzt er sich auf seine Klöten und macht mal gar nix mehr. Wenn ich dann hingehe und einfordere, kann er schon mal maßregeln indem er anfängt (sanft) an mir rumzuknabbern.

    Ich möchte eben nicht, dass das zum Problem wird und jetzt einlenken. Viele werden ja mit 3-4 Jahren "komplett" und Dinge wie Schutztrieb und Co. manifestieren sich...ich will einfach agieren/vorbeugen/nix verpassen ;)

  • Hm...spontan würd ich da am ehesten mit einer Hausleine (vielleicht zwei, zweieinhalb Meter lang) arbeiten...also nicht ständig, nur in den Situationen, in denen fremde Menschen anwesend sind...so hast du immer Zugriff auf ihn und kannst in jeder Situation schnell eingreifen...
    Hunde, die sich an der Tür durchdrängeln wollen werden von mir mit dem Knie geblockt...und zwar recht deutlich...
    Man kann sowas ja mit einer "festen Platzgeschichte" machen...scheint auch bei vielen durchaus erfolgreich zu sein...ich persönlich find nen Hund, der beim Klingen ins Körbchen geht und da dann liegenbleibt, egal was in der Wohnung passiert oder wer da reinkommt einfach nur befremdlich! So sind Hunde doch nicht! Natürlich sollen die aufmerksam sein wenn hier irgendwas passiert...natürlich dürfen die sich für Besuch interessieren...ich bleib doch auch nicht auf der Couch liegen, wenn hier irgendjemand in die Wohnung stiefelt...
    Es muss halt einfach nur kontrollierbar sein...bzw. man sollte darauf hintrainieren.

  • Könntest Du mir das mit der Hausleine nochmal näher erklären?!

    Blocken...hmmm jaa...das Thema da ist, dass er mMn dort nicht so gut reagiert. Mit Sicherheit mach ich dort körperlich etwas falsch...aber da reagiert er nicht gut,

    Draussen ja, er kommuniziert dort auch und Beschwichtigt wenn ich körperlich auf ihn zugehe.

    Es kommt eben vor, dass er das körperliche Blocken nicht akzeptiert und selbst maßregelt.

    Wärst Du in Berlin würd ich ihn Dir mal leihen :lol:

  • Zitat

    Ich habe nur das Problem, dass er bei Druck gar nicht mehr "funtioniert". Da setzt er sich auf seine Klöten und macht mal gar nix mehr. Wenn ich dann hingehe und einfordere, kann er schon mal maßregeln indem er anfängt (sanft) an mir rumzuknabbern.

    Zitat

    Das Streßlevel ist eben extrem hoch...

    Das waren so die Punkte, bei denen ich an eine Hausleine dachte.
    Damit musst du dich nämlich auf keinerlei "Machtkampf" mit deinem Hund einlassen. Und trotzdem kann er sich dir nicht entziehen! Wird der bei Besuch zu aufdringlich gibst du ihm das Kommando zum Weggehen und wenn er es nicht befolgt holst du ihn dir mit der Leine. Will der sich an der Tür an dir vorbeidrängeln...dann stoppst du ihn mit der Leine. Die Hausleine ist KEINE Erziehungsmethode...sie ist einfach nur dein verlängerter Arm...so wie die Schleppleine draußen bei jagdtriebigen Hunden...

  • Vielleicht seh ich das auch einfach zu idiotisch? :ka:

    Wo ist denn der Unterschied z.B. zwischen kontrollieren & partizipieren?!

    Ich bin sein zuhause & seine "wichtigste" Person (mein Ex ist vor 3 Wochen ausgezogen). Irgendwie finde ich es normal, dass er mit mir mitkommt wenn ich in die Küche oder Co. gehe. Dort ist er auch lieb und legt sich sofort auf den Boden und harrt der Dinge, die da passieren oder bis ich fertig bin.

    Wenn ihm öde ist, nervt er auch nicht...er geht dann und legt sich wohin...wenns zu lange dauert, kommt er und legt mal den Kopf auf den Schoss, Buch, Laptop...aber hey...würd ich auch machen :D

    Das Folgen...nun...wenn ich ihm sage, dass er warten soll tut er es auch - außer es dauert zu lange...dann kommt er gucken.

    Wegen der Leine - gute Idee, habe ich auch schonmal wo gehört. Wegen "weggehen" oder "drängeln"- bindet man ihn dann wo an??? Also er hört nicht und ich nehm ihn an einen "festen" Anbindeplatz?
    Der Punkt ist nämlich eher, dass er andere nervt und ich dann verlange, dass er auf seine Decke geht und dort Platz macht (eventuell falsch, da weggehen / nicht nerven reichen würde). Da ist er zwar aufmerksam auf mich und nervt nicht mehr....aber das Kommando von wegen Decke & oder Platz wird nicht mehr befolgt. Das ist natürlich blöd für das Kommando...wenn ich dann hingehe und es einfodere, wird seinerseits gemaßregelt.

    Hmm... :???:

  • Also ich habe ein ähnliches Problem mit meiner Hündin - sie ist bereits 5einhalb Jahre alt und ich hab sie erst seit 3 Monaten. Sie hat ihr Leben lang ziemlich autark gelebt und so müssen wir jetzt ordentlich an unserer Bindung/Beziehung arbeiten, weshalb es jetzt ein paar feste Regeln, eine Hausordnung gibt.
    Wir machen es so:
    Sie hat eine Decke, in einer Ecke meiner Wohnung. Dort schläft sie selten, da sie immer auf die Couch geht nachts (sobald ich es nicht mehr sehe... hmpf) oder wenn ich weg bin. Aber egal, jedenfalls hat sie eine Decke. Dort wird sie IMMER gefüttert. Dh, sie muss auf die Decke und dort bleiben, dann hole ich ihr Futter und stelle es direkt neben sie und es wrid erstmal gewartet. Mittlerweile klappt es problemlos, dass sie eine Viertelstnude ruhig danebenliegt. Dann gebe ich ihr das Freizeichen und sie darf fressen. Auch wenn Besuch kommt oder so, muss sie auf ihre Decke und wenn sie dort ruhig ist, wird sie begrüßt und kriegt wieder ihr Freizeichen. Und sow eiter und so fort. Also ich kann dir so etwas nur wärmstens empfehlen - wir haben damit in nur 3 Wochen bereits super Fortschritte gemacht! Denn wenn der Hund mit der Decke nicht nur negatives (hier muss ich immer rumliegen und auf irgendwas Tolles warten) verbindet, sondern auch mit Positiven Dingen (juhuu hier gibts imemr Essen und in Ruhe gelassen werde ich hier auch), dann sollte das eigentlich auch bei euch funktionieren... Wichtig ist aber adnn wirklich, dass er auch NIE was negatives auf seiner Decke erlebt. Dh, z.B. dass er dort auch stets in Ruhe gelassen wird. Bei uns ist das beispielsweise so, wenn ich staubsauge/putze, dann weiß sie: auf meiner Decke habe ich meine Ruhe, da kommt die mir mit dem ollen Staubsauger und dem ollen Wischmob nich zu nahe).
    Versuchs doch einfach mal!


    Nachtrag: Ach ja - am Anfang (und auch ejtzt noch, wenn die Situation sehr stressig und aufregend ist), habe ich sie auch einfach am Platz angebunden. Da ist meiner Meinung nach nichts Schlimmes dabei, im gegenteil, man muss sie nicht ständig wieder zurück auf den Platz schicken, sondern sie lernt: wenn ich das KOmmando bekomme, habe ich dort zu bleiben. Klar, ist bei jedem Hund unterschiedlich, aber Lotti hat es echt schnell kapiert und legt sich imemr gleich hin und entspannt sich auf ihrem Platz, oft pennt sie sogar ein und vergisst, dass sie ja auf irgendwas wartet. Allerdings schicke ich sie manchmal auch eifnach so auf ihre Decke, nicht nur, wenn es danach etwas gibt. Sie soll ja auch lernen, dass es einfach was ganz Alltägliches ist, mal dort in Ruhe zu liegen und mich net zu verfolgen/kontrollieren :)

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