Kennt sich jemand mit dem Illiosakralgelenk (Kreuzbein) aus?

  • Hallo ihr Lieben!

    Da Carlos ja immer wieder mit seinem Rücken zu kämpfen hat und mir der TA immer wieder Schmerzmittel verschreibt, aber nichts groß macht, habe ich meine Sofazeit dazu genutzt, mal a bisserl zu recherchieren. Und da bin ich über die Sacrodynie (Schmerzen im Illiosakralgelenk) gestolpert.

    Die Symptome passen fast eins zu eins zu meinem Dicken:
    - Hund springt ungern ins / aus dem Auto (nur mit viel Überreden)
    - geht nur langsam die Treppe hoch/runter
    - lahmt einseitig (Carlos schlimme Seite ist links)
    - Schwierigkeiten beim Aufstehen bes. nach Belastung (Joah, er streckt sich immer sehr oft...)
    - hoppelt beim schnellen Laufen wie ein Hase (Jupp)
    - schmerzempfindlich in der Lendenwirbelsäule und ständige Muskelverspannungen (jupp)
    - zeigt keinerlei Verbesserung bei konservativer Therapie wie MEdis und Physio

    Es tritt meist auf funktionaler Basis auf - aufgrund einer HD, etc und einseitiger Belastung. Bei Carlos ist es eine mittlere linksseitige und angeborene HD (die Gelenkpfanne ist viel zu flach).

    Nun will ich nicht Doktor spielen und ich gehe auch in den nächsten Wochen in eine Tierklinik (erst muss unser Familienzuwachs kommen ;) ). Mich würde es halt interessieren, ob sich hier im Forum jemand findet, der sich mit dem Krankheitsbild auskennt in Bezug auf Therapie, Behandlungserfolg, etc... :???:

  • Zitat

    Mich würde es halt interessieren, ob sich hier im Forum jemand findet, der sich mit dem Krankheitsbild auskennt in Bezug auf Therapie, Behandlungserfolg, etc... :???:

    Ja, LEIDER kenne ich mich damit aus, bei mir selber und bei Fluffy.
    Ich habe schon über 20 Jahre Probleme mit dem ISG und ich kann dir sagen, dass es sehr schmerzhaft ist. Wenn das ISG blockiert ist, kann ich keinen Schritt laufen. Dann lasse ich es durch eine Physiotherapeutin, die nach der Dorn- Methode arbeitet wieder lockern. Wichtig ist ein gezielter Muskelaufbau, z. B. Rückenschule. Gute und schnelle Erfolge um schmerzfrei zu werden, habe ich auch durch Akupunktur.
    Bei Fluffy ist es das linke ISG(bei mir auch), er bekommt Physiotherapie, Akupunktur und Schmerzmittel. Ab 23.07. werden wir ihm zum Muskelaufbau zusätzlich zur Physio auch Unterwasserlaufband machen lassen. Wichtig ist, dass der Hund möglichst wenig die Treppen runter läuft. G.s.D. sind seine Hüften in Ordnung, was ja bei deinem Hund nicht der Fall ist.
    Ich würde dir raten, versuch es mit Akupunktur und wenn möglich, zum Muskelaufbau, mit dem Unterwasserlaufband.

  • In der Regel liegt da einfach eine Blockade vor, die behoben werden muss.
    Meine Stute war da früher eine Spezialistin. Das muss wieder an Ort und Stelle gebracht werden.
    Den TA kannst Du Dir da sparen, geh zu einem Chiropraktiker oder zum Oesteopathen.
    Schmerzmittel bringen da nichts.
    Danach verschwinden die Symptome normal wieder völlig. Kommt eben darauf an wir lange das Problem bereits vorliegt, da sich eben die Muskeln verkürzen und dann das Risiko groß ist, dass sich immer wieder was verzieht, dann hilft nur gezielter Muskelaufbau.
    Unsere TA macht auch Chiropraktik. Meine Tiere werden immer wieder mal behandelt. Wenn Pferd nach einem Satz auf der Weide sich was verzieht oder Hund beim spielen mal wieder übertreibt.
    Bei Pferden ist es ganz und gebe das immer wieder der Oesteo drauf schaut wenn Pferd sich nicht mehr sauber bewegt, bei Hunde-Halter ist das leider noch nicht so verbreitet und auch viele TA behandeln nur die Schmerzsymptomatik....leider!

  • Danke euch beiden für eure Antworten.

    Es gibt auch eine Infusionstherapie, bei dem das Tier in den schmerzhaften Teil des Gelenkes eine - glaube ich - Mischung aus Schmerzmittel und Cortison (?) reingespritzt wird. Kontrolliert wird das durch Kontrastmittel und CT. Diese Therapie wird in einem Abstand von 2-3 Wochen dreimal wiederholt. In der Humantherapie ist das schon Gang und Gebe und hat sehr gute Erfolge erzielt (meine Ma hatte das auch und ist jetzt schmerzfrei). Kennt das jemand beim Hund?

    Ich denke, ich werde zweigleisig fahren: ich werde ihn erst einmal auf links ziehen lassen - sprich genaue Diagnostik anhand Blutbild, etc. Und dann bin ich mal gespannt, was da raus kommt. Ich werde auch Chiropraktik ausprobieren, da Carlos nach meiner Meinung nach sehr nach links verschoben scheint - seine linke Hüfte ist auch betroffen und links ist auch immer seine schmerzhafte Seite.

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