• Zitat

    Ich denke, ob ein Hund nicht grundsätzlich positiv gesinnt ist, erkenne ich schon (wie letztens der Junghund, der von seiner Besitzerin als "der ist noch jung und ungestüm, aber ganz lieb" eingestuft wurde, aber mit ner riesigen Bürste auf uns zugestakst kam... :roll: ).


    Naja, die Besitzerin hatte damit aber möglicherweise nicht Unrecht. Bürste ist kein von Hunden bewusst gesteuertes Signal und es bedeutet auch nciht sofort, dass der Hund aggressiv gestimmt ist: es ist wie mit dem Schwanzwedeln: ein Zeichen großer Erregung.
    Laika war anfangs ein sehr unsicherer Hund und hat bei fremden Hundebegegnungen sehr oft die Bürste gestellt, aber nie hatte sie aggressive Absichten, sie konnte ihren Gegnüber nur nicht wirklich einschätzen. wenns ihr zuviel wurde, hat sie aber den Rückwärtsgang eingelegt.
    Dass uns bei einer Gänsehaut die Haare zu Berge stehen, können wir ja auch nciht steuern ;)

  • Schon klar, aber wenn ein Hund total steif und fixierend ankommt, möchte ich ihn nicht so gern um meine Hunde rumhaben, vor allem, wenn er ungefähr 5x so groß ist! ;)
    Das meinte ich mit dem "staksen", war vielleicht nicht deutlich genug ausgedrückt. Wenn ein Hund ansonsten freundlich / aufgeschlossen wirkt, bin ich allerdings auch trotzdem vorsichtig. Besonders wenn er größer ist (was bei meinen Hunden ja keine große Kunst ist...). Weil wenn er - wie bei deinem Hund - ne Bürste hat, weil er ne Situation nicht einschätzen kann, muss es ja nicht unbedingt sein, dass er dann den Rückwärtsgang einlegt. Sondern eher nach vorne geht.
    Ich bin bei meinen einfach noch vorsichtiger als es vermutlich n Großhunde-Halter wäre.

  • http://www.hundeboard.com zum Beispiel.
    Ich wollte dir auf keinen Fall unterstellen andere Hunde nicht lesen zu können. Sorry.
    Für mich war und ist Turid Rugaas sehr interessant und nat. auch M. Rütter da ich sehr viel über Tierkommunikation arbeite. Diese Methoden nutze ich nicht ausschließlich da nur positive Verstärkung wiederum zu Problemen führen kann. Ansonsten entscheide ich von Fall zu Fall und nutze meine eigenen Unterlagen. Bis zu welcher Stufe lässt du deinen Hund gewähren?

  • Zitat

    Ich wollte dir auf keinen Fall unterstellen andere Hunde nicht lesen zu können. Sorry.

    Hab ich auch nicht so aufgefasst, keine Sorge! ;)

    Wie weit ich sie gehen lasse, kommt immer auf die Situation an.
    Wenn ein Hund sie massiv bedrängt, darf sie den auch mal anknurren oder wegschnappen. Wobei die meisten Hunde sie (vermutlich auch auf Grund ihrer Größe) nicht wirklich ernst nehmen und ich dann dazwischengehe.
    Ihr Verhalten soll einfach der Situation angemessen sein.
    Wobei ich auch gestern noch mal drüber nachgedacht habe und GG reagiert eigentlich häufig mal (in meinen Augen) ziemlich "deftig", also sie lässt da selbst auch schon mal gern n paar Stufen aus, einfach weil sie sonst nicht für voll genommen wird.

    Wobei ich sagen muss, das es heute einfach ein Traum war. Keine Ahnung, obs Glück war oder an der Tatsache liegt, dass ich jetzt einfach zuversichtlicher an die ganze Sache rangehe.
    Leider haben wir nur ein Hundepärchen im Freilauf getroffen, die ich als "Versuchsobjekte" nutzen konnte, aber dennoch.
    Ich hab GG erst mal bei mir gehalten und sie erst freigegeben, nachdem ich geguckt hab, ob die beiden anderen freundlich gesinnt sind.
    Ich muss an dieser Stelle auch gestehen, dass ich einfach zu wenig Struktur in Hundebegegnungen gebracht hatte.
    Vielleicht liefs heut auch deswegen besser. Ich denk mal, dass GG einfach auch mehr Sicherheit von meiner Seite braucht, dass ich die Sache unter Kontrolle habe.
    Weil sie hat sich von beiden freigiebig beschnüffeln lassen und hat sich mit dem einen sogar zu einem (zwar sehr kurzen, aber immerhin) Spiel hinreissen lassen.

    Ich glaube zwar nicht, dass der Knoten jetzt so schnell geplatzt ist, aber so was tut auf jeden Fall schon mal gut. So weiss ich, dass es auf jeden Fall geht. =)

  • Na das liest sich doch gut. Wobei ich auch sagen muss dass sich dein Verhalten im Verhalten deines Hundes wiederspiegelt. Hatte ich aber glaube ich schon ähnlich geschrieben. Ich nehme meine Hundedame schon bei der vierten Stufe aus einer ihr unangenehmen Situation da sie dazu neigt Angstbeisser zu werden. Aber gut. Andere Hunde als Versuchsobjekte zu nutzen finde ich o.k. Wenn die schon ohne Leine spielen kann man ja davon ausgehen das sie verträglich sind, meistens. Achso, Hunde haben ja kein Größenverständnis ihrerselbst, von daher kann eine Dogge problemlos mit einem Zwergdackel spielen, sie passen sich ihrem Gegenüber auch an und wissen wie sie ihren Körper einsetzen können oder eben nicht. Das Herrchen/Frauchen auf die Hundepfoten tritt passiert häufiger als Verletzungen wegen Größenunterschiede beim spielen. Ihr seid schon auf einem sehr guten Weg, macht weiter so und übt fleißig und kontrolliert dann wird das schon.

  • Ich wollt mal den aktuellen Stand der Dinge posten:
    Ich hab festgestellt, dass GG vor allem dann so heftig reagiert, wenn die fremden Hunde relativ schnell "ranstürmen" und sie mehr oder weniger überrumpeln. Und ganz ehrlich? Wenn die so unhöflich ankommen, find ichs schon irgendwo verständlich, wenn GG denen recht deutlich Bescheid gibt, dass sie da keinen Bock drauf hat. Weil das sind dann i.d.R. auch die Hunde, die sie total bedrängen.
    Wenn ein Hund dagegen ruhig und am besten noch im Bogen ankommt, hat sie da weniger n Problem mit. Die dürfen meist sogar mal schnüffeln und wenn sie nen ganz tollen Tag hat, fordert sie sogar zum Spielen auf (sogar letztens bei nem Hund in Riesenschnauzer-Größe... da wurd mir ja schon Angst und Bange, aber der war gaaaaaanz vorsichtig, deswegen wars ok!)
    Insofern werd ich jetzt einfach (wie ichs jetzt schon ne Weile mache) für GG selektieren und wirklich nur die Hunde an sie ranlassen, die sich auch entsprechend benehmen können. An der Technik, die zu blocken, muss ich zwar noch arbeiten :hust: , aber wird schon!

    Ist das eigentlich normal, dass es mir irgendwie vor den anderen Haltern unangenehm ist, deren Hunde abzublocken? Ich hab so die Befürchtung, dass die dann denken, ich hätte n Problem mit deren Hunden (ich meine, hab ich ja auch irgendwie, aber anders, als die vermutlich denken).
    Naja, im Prinzip isses ja auch egal. Wenn ich z.B. nen Großhund hätte, würd ich den nicht ungebremst auf so nen Zwerg loslassen! :roll:
    Aber ich wart noch drauf, dass ich irgendwann nen dummen Kommentar gedrückt bekomme...

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