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    Geht er dabei von sich aus zu den Menschen hin, oder kommen die zu ihm?

    Er geht dann von sich aus zu den Leuten. Langsam und vorsichtig, aber nachdem er bemerkt, dass keine Gefahren ihm drohen, beruhigt er sich.
    Nun ja derzeit allerdings macht er einen großen Bogen um fremde Menschen,


    Zitat

    Seit Silvester? Wie fand er die Knallerei?


    Die Knallerrei hat er zu meinem Erstaunen recht gut gemeistert. Ich hatte bereits befürchtet, dass es purer Stress für ihn sein würde, doch Barny hat sich nicht anders als sonst verhalten.
    Mehr Angst hatte er stattdessen vor dem Tannenbaum. :tropf:
    D.h. er traute sich zunächst nicht aus meinem Zimmer heraus und brauchte auch erst seine Zeit ehe er sich an dieses "seltsame Monstrum" gewöhnt hatte.


    Zitat

    Warum? Kannst du ihn sonst nicht halten? Ich mag Haltis bei solchen Problemen nicht. Der hund ist eh schon unsicher und nun wird auch noch sein Kopf in Richtungen gezwungen, das fördert nur noch mehr die Unsicherheit, weil er auch noch die Kontrolle über seine Bewegungen verliert :sad2: mal ganz abgesehen von der Verletzungsgefahr, die bei Haltis immer besteht.
    Was ich dagegen empfehle sind piepnormale Führgeschirre (KEINE Erziehungsgeschirre und Norweger), bei denen man die Leinen vorne auf der Brust befestigen kann. Denn dann hast du den vorteil des Haltis (Hund kann nicht ungebremst nach vorne brettern) ohne die oben beschriebenen Nachteile

    Klar hat Barny einiges an Kraft wenn er nach vorne zieht, aber halten kann ich ihn zum Glück auch ohne Halti.
    Die Hundeschule ist sehr auf Haltis fixiert und rät allgemein fast jedem zu einem Halti.
    Bei Barny meint sie allerdings, es sei die beste Möglichkeit ihn zurückzuhalten, falls er doch einmal schnappen will

    Als Geschirr trägt er derzeit ein Norweger. Wäre ein normales Führgeschirr besser?. :/


    Zitat

    Frage zum Abschluß: arbeitet Ihr mit dem Clicker oder einem anderen Markersignal?


    Leider noch nicht lange. Ich habe zwar einen Clicker, aber bin auch erst seit wenigen Tagen daran ihm das Geräusch als etwas positives zu verstehen zu geben

    Zitat


    Anderer Trainer? ähm, in welcher Region?


    ähm wäre in Hessen, Region Waldeck Frankenberg^^

  • Zitat

    Er geht dann von sich aus zu den Leuten. Langsam und vorsichtig, aber nachdem er bemerkt, dass keine Gefahren ihm drohen, beruhigt er sich.
    Nun ja derzeit allerdings macht er einen großen Bogen um fremde Menschen,

    Dann würde ich ihn das jetzt erstmal machen lassen. Falls Du schon etwas in dem "Zeigen und Benennen"-Faden gelesen hast, kannst Du das machen. Wenn er etwas ansieht, von dem Du weißt, dass er da Angst vor hat, dann clickst Du das an. Als Belohung kann er Leckerchen bekommen und/oder mehr Distanz zu diesem bösen Monster. Wichtig ist die Reihenfolge: erst muß er das Monster sehen, dann Click und Belohnung.


    Zitat


    Die Knallerrei hat er zu meinem Erstaunen recht gut gemeistert. Ich hatte bereits befürchtet, dass es purer Stress für ihn sein würde, doch Barny hat sich nicht anders als sonst verhalten.
    Mehr Angst hatte er stattdessen vor dem Tannenbaum.
    D.h. er traute sich zunächst nicht aus meinem Zimmer heraus und brauchte auch erst seine Zeit ehe er sich an dieses "seltsame Monstrum" gewöhnt hatte.

    Och Mönsch, die arme Wurst :(
    Blöderweise könnte das trotzdem zusammenhängen. Wenn ihm der Weihnachtsbaum Angst gemacht hat, hatte er eh Stress. Vielleicht hat er den Stress mit den Geräuschen verknüpft, und nun macht das Angst.
    Leider ist das eins der "Features" von Angst - es ketten sich ganz schnell andere Auslöser (Sachen, die der Hund wahrnimmt, wenn er Angst hat) dran, weil die potentiell anzeigen, dass das andere Ding, wovor man Angst hat, auch wieder auftauchen könnte. Bei manchen Hunden, die schnell lernen, schnell verketten hat man dann leicht was, wie einen Flächenbrand: wenn sie Angst vor X haben und beim Angsthaben Y sehen, haben sie prompt Angst vor Y, wenn sie dann Y sehen und gleichzeitig Z hören, haben sie promt Angst vor Z un S, weil die beiden oft zusammen auftreten. Und wenn jetzt andere Sachen mit X, Y, Z oder S auftreten, wird wiederum das verkettet ---> Du siehst, wie schnell das ziemlich über da ganze Alphabet rutschen kann und dann alles Angstauslöser werden?


    Zitat


    Klar hat Barny einiges an Kraft wenn er nach vorne zieht, aber halten kann ich ihn zum Glück auch ohne Halti.
    Die Hundeschule ist sehr auf Haltis fixiert und rät allgemein fast jedem zu einem Halti.
    Bei Barny meint sie allerdings, es sei die beste Möglichkeit ihn zurückzuhalten, falls er doch einmal schnappen will
    Als Geschirr trägt er derzeit ein Norweger. Wäre ein normales Führgeschirr besser?. :/

    Fangen wir mal von hinten an ;D

    ich mag Norweger nicht so gerne leiden, weil die oft nicht richtig sitzen - nämlich zu dicht in den Achseln. Aber das muß bei Euch ja nicht der Fall sein, deshalb kann ich dazu nichts sagen.
    Ich mag, wie gesagt, gut sitzende Führgeschirre, bei denen man die Leine auch vorne (wo sich die beiden Halsgurte mit dem Brustgurt treffen) anleinen kann. Viele Führgeschirre haben da einen Ring, um die drei Gurte zu verbinden. Manche sind dort aneinander genäht und haben dann keinen Ring, bei Maßgeschneiderten, kann man da einen Ring extra mit aufnähen lassen.
    Das schöne daran ist, dass der Hund einen nicht einfach vom Platz zerren kann, weil er sich dabei schräg reinstemmen müßte - die Hebelwirkung zieht das Vorderende rum - das ist beim Halti ja genauso, nur ist eben der Zugpunkt viel weniger verletzungsanfällig, als bei einem Halti UND.
    Stell Dir vor, Du hast Angst vor Spinnen. Nun zieh ich Dir, als dein Therapeut etwas an, womit ich die Blickrichtung Deines Kopfes steuern kann.
    AngstVERHALTEN hat eine Funktion, sie soll bewirken, dass die Distanz zwischen dem "Angsthaber" und dem Monster vergrößert. Wenn man sie ließe, würden viele Angsthunde dann flüchten/ausweichen. An der Leine geht das nicht, oder nur begrenzt. Wenn sie jetzt einmal die Erfahrung machen "Bellen/Schnappen" bewirkt, dass die Monster verschwinden (und das tun sie dann ganz häufig automatisch weil die ja weitergehen...) dann hat der Hund eine andere Strategie gelernt, die auch funktioniert - und die wird dann eben angewendet, wenn ausweichen nicht geht. Bei manchen bleibt das "nur" eine Notfallstrategie, falls Ausweichen unmöglich ist, andere schwenken darauf als Hauptstrategie um :mute:


    Zitat


    Leider noch nicht lange. Ich habe zwar einen Clicker, aber bin auch erst seit wenigen Tagen daran ihm das Geräusch als etwas positives zu verstehen zu geben


    Oh. Wenn er Angst vor lauten Geräuschen hat, dann vielleicht auch davor.
    falls ja, würde ich anfangs lieber ein Markerwort verwenden - mein Markerwort ist "Click" - alternativ nehm ich auch Jep und YES

    Zitat


    ähm wäre in Hessen, Region Waldeck Frankenberg^^


    Da würde ich mich wegen der Angst-Problematiken und weil die sich wie gesagt wie ein Flächenbrand über unzählige Auslöser ausbreiten können hier hin wenden: http://www.maria-hense.de/
    Ich habe letztes Jahr zwei Seminare mit ihr veranstaltet (Angst und Hyperaktivität) und finde sie sehr kompetent, nett, einfühlsam in Mensch und Hund.
    Das ist ein bisschen weiter zu fahren, dafür ist sie aber auch genau für solche Sachen ausgebildet!!

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