Schleppleine / Ohren anlegen?

  • Hallo,

    nachdem unser Max (4 Monate) nun meint die grosse weite Welt auch ohne mich und in weiter Entfernung entdecken zu können, er dann nichtmal mehr seinen Namen kennt, geschweige denn kommt wenn ich ihn rufe haben wir heute mit Schleppleinentraining angefangen :roll:

    Ich handhabe das erstmal mit einer 5Meter Leine und sofortiger umkehr wenn er kurz vorm Ende der Meterzahl ist.
    Dann hatte er auch ganz fix raus, mir einfach zu Folgen und sich ein Leckerchen zu verdienen ;)

    Dennoch ist mir auf meiner Abendrunde eben aufgefallen, dass er bei diesem Training oftmals die Ohren anlegt.

    Ob das nun unsicherheit wegen dem Neuen ist?
    Was meint ihr?

    Grüsse
    Gaby

  • Liebe Gaby,

    ich denke sicher, dass dies der Grund ist. Ich habe auch eine Schleppleine und aus Unsicherheit mit dem Training angefangen, da ich nicht wusste ob meine kleine Turbomaus auf mich hören würde....

    Sie ist ein "Freigeist"^^

    Allerdings nur, solange sie an der Leine ist. Auf einer großen und überschaubaren Wiese habe ich es vor einigen Tagen gewagt und sie abgeleint. Ich kann nur immer wieder staunen: Die sonst doch echt störrische Hündin hört aufs Wort, sobald sie ohne Leine läuft. Natürlich lobe ich sie und arbeite mit ihr intensiv, wenn ich sie ableine.

    Ob das so bleiben wird weiß ich nicht, da sie ja noch sehr jung ist. Ich weiß nur, dass ich es bei meiner verstorbenen Hündin ähnlich gemacht habe und es hat gut funktioniert. Mandy wurde 12 Jahre alt und lief zu 95% ohne Leine. Für sie war die Leine eine Strafe.

    Sicher bedeutet das viel Arbeit und auch einiges an Übung. Zum Beispiel immer und immer wieder an Reizquellen vorbei laufen, bei denen der Hund reagiert. (Bei uns waren das Radfahrer, Jogger und Enten) Verhält sich der Hund gut, bleibt er abgeleint. Hört er nicht kommt SchwuppsdieWupps die böse Leine zum Einsatz.

    Es hat damals bei meiner verstorbenen Hündin fast 2 Jahre gedauert, bis ich wirklich selbst an wild kläffenden Hunden und anderen Dingen ohne Leine vorbei laufen konnte und sie trotzdem "bei Fuß" ging. Aber das Training hat sich gelohnt.

    Emily wird das hoffentlich genauso lernen und sie muss es auch. Ich wohne sehr zentral direkt neben einem Eiscafe und das letzte was da auf Verständnis stößt ist ein Hund, der abgeht wie ein Zäpfchen sobald er anderen Hunden, Kindern, Radfahrern etcpp. begegnet.

    Wenn meine Kleine die Ohren anlegt deute ich das als Unsicherheit. Ich versuche ihr dann das Gefühl zu vermitteln, dass das alles gaaaaaanz normal ist.... Egal ob Schleppleine, laute Knalls, dunkle Gestalten beim abendlichen Gassi gehen usw. Wenn der Hund merkt, dass Du kein Aufhebens darum machst wird er es nach einer gewissen Zeit auch nicht mehr tun.

    Ich hoffe, ich konnte Dir helfen und wünsche Dir/Euch schonmal einen guten Rutsch ins Jahr 2012 :)

    Herzliche Grüße,
    Tiamat

  • Danke Tiamat,

    ja, denke auch wir haben noch einen weiten Weg vor uns.
    Mein älterer Hund (11 J.) hat es auch geschafft, warum sollte das bei Max nicht klappen :smile:

    Ich leine ihn allerdings nur ab solange er wild mit anderen Hundis tobt und dann wortlos wieder an wenn es weiter geht. Für uns soll die Leine keine Strafe sein sondern nur Sicherheit)))))

    Gruss Gaby

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