Mein Zweithund
-
-
So, ich hoffe, ich habe das richtige Forum erwischt... Ich bin gerade etwas am Verzweifeln.
Bin vor einem Jahr mit Hund (Jack Russell, mittlerweile 2 Jahre alt) nach Frankreich umgezogen. Wir haben jetzt einen Zweithund, eine kleine Dalmatiner-Dame. Nun, sie bellt den Jackie aus. Muss dazu sagen, dass der Jackie sehr rassen-untypisch ist, sehr sensibel, zurückhaltend, er bellt kaum und wenn ich mit ihm schimpfe, ist er geradezu tödlich beleidigt über Stunden. Er hasst es, wenn andere meckern und laut sind. Er zieht lieber den Schwanz ein und wehrt sich überhaupt nicht. Selbst wenn wir hier an den zahlreichen kläffenden Hundezwingern vorbei gehen, hat er nur 'ne Bürste, aber sonst ist er brav.
Mademoiselle Dalmatiner hingegen erweist sich als sehr zickig (wohl eher auch unsicher) ihm gegenüber. Wenn sie etwas will, dann bellt sie den Jackie an, bis der entnervt abzieht (findet er total doof). Er lässt sich so ziemlich in allem unterbuttern, und ich denke, da muss ich mich auch nicht überall reinstecken, die sollen bitte ihre Prioriäten selbst abstecken.
Aaaber: Der Dalmi motzt bei allem. Nimmt ihm alles weg, auch wenn beide zur gleichen Zeit dasselbe erhalten haben (Kaustangen o.ä.) Sie vertreibt ihn von seinem Platz, von überhaupt allem. Er haut dann ab, sucht sich seinen Platz eine Etage höher, wo sie sich nicht hintraut. Draußen dann aber dreht er gern mal ab. Fängt an, sie zu überrennen (auch wenn sie größer ist als sie), kugelt sie durch die Gegend, knurrt und verbeisst sich in ihr Halsband. Sie fiept dann auch und will zu Mama. Ich habe dafür für ihn schon ein Abbruch-Signal vereinbart, er kommt auf Trillerpfeife sofort zu mir und ist friedlich, aber nicht auf Dauer. Vor allem auf Rasenflächen ist er total durchgeknallt.
Was kann ich tun? Der Jackie tut mir immens leid, denn er guckt mich immer mit großen, fragenden Augen an. Er versteht sich mit allen Hunden wunderbar, er ist ein wahrer Herzensbrecher, den alle gleich mit Freude akzeptieren. Er ist von Grund auf ruhig, gehorsam und friedlich, bleibt auch mal länger allein, ohne Schabernack zu treiben, testet natürlch auch aus, aber hört sofort auf, wenn er merkt, dass er Grenzen überschritten hat.
Der Dalmi ist ebenfalls sehr lernfreudig, ohne Ende anhäglich, macht uns hier aber wirkllich das Leben tlw. unangenehm. Ich will ja auch beide Hunde glücklich sehen.
Wir gehen getrennt und auf langen Spaziergängen zusammen raus... im Auto sind die beiden ein Herz und eine Seele... ab und an darf sie ihm auch mal die Ohren putzen. Aber wehe, es geht um Schlafplätze, Spielzeug oder Futter.Vllt. habt Ihr ja ein paar Tipps für mich, bin hier ziemlich auf mich allein gestellt. Frankreich und Hunde ist so ein Thema für sich.
Merci, Quindalinda
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Mein Zweithund schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Zitat
Nun, sie bellt den Jackie aus. Muss dazu sagen, dass der Jackie sehr rassen-untypisch ist, sehr sensibel, zurückhaltend, er bellt kaum und wenn ich mit ihm schimpfe, ist er geradezu tödlich beleidigt über Stunden. Er hasst es, wenn andere meckern und laut sind. Er zieht lieber den Schwanz ein und wehrt sich überhaupt nicht. Selbst wenn wir hier an den zahlreichen kläffenden Hundezwingern vorbei gehen, hat er nur 'ne Bürste, aber sonst ist er brav.
Wenn er so lieb und sensibel ist, hast du doch gar keinen Grund, ihn auszuschimpfen, oder?
Das hat er bestimmt nicht verdient, er hat es schon schwer genug.
ZitatMademoiselle Dalmatiner hingegen erweist sich als sehr zickig (wohl eher auch unsicher) ihm gegenüber. Wenn sie etwas will, dann bellt sie den Jackie an, bis der entnervt abzieht (findet er total doof). Er lässt sich so ziemlich in allem unterbuttern, und ich denke, da muss ich mich auch nicht überall reinstecken, die sollen bitte ihre Prioriäten selbst abstecken.
In dem Unterstrichenem liegt ein großer, sehr großer Fehler, du bist sozusagen "Teamleader" und deine Mademoiselle hat nichts zu regeln, sondern du musst das Management übernehmen.
Du musst dich nicht überall reinstecken, aber du überlässt deiner Damatiner-Hündin das Reglement, an deiner Stelle, also handelt sie, weil du nicht agierst.
Was kläfft sie deinen Jack Russell an, bis er entnervt abziehen muss?
Warum schickst du Mademoiselle nicht weg und unterbindest ihr Verhalten?
Das wäre u.a. deine Aufgabe!
Nimm sie aus der Situation, schicke sie auf ihren Platz, dort soll sie einfach den Rand halten und Ruhe geben.ZitatAaaber: Der Dalmi motzt bei allem. Nimmt ihm alles weg, auch wenn beide zur gleichen Zeit dasselbe erhalten haben (Kaustangen o.ä.) Sie vertreibt ihn von seinem Platz, von überhaupt allem. Er haut dann ab, sucht sich seinen Platz eine Etage höher, wo sie sich nicht hintraut.
Warum lässt du es auch hier zu, dass sie dem Rüden alles wegnehmen darf?
a) hat sie ihn niemals zu vertreiben (dein Haus, dein Platz, nicht das Eigentum von der Hündin)
b) hat sie ihm nichts wegzunehmenWeise jedem Hund einen festen Platz zu, auf dem sie Kauartikel in Ruhe vertilgen dürfen, keiner (!) hat diesen Platz zu verlassen, bis beide Hunde fertig sind.
Stelle dich ab heute dazwischen, blocke jeden Versuch aufzustehen sofort, indem du auf die Hündin zugehst, und durch deine Körpersprache drängst du sie deutlichst zurückZitatDraußen dann aber dreht er gern mal ab. Fängt an, sie zu überrennen (auch wenn sie größer ist als sie), kugelt sie durch die Gegend, knurrt und verbeisst sich in ihr Halsband. Sie fiept dann auch und will zu Mama. Ich habe dafür für ihn schon ein Abbruch-Signal vereinbart, er kommt auf Trillerpfeife sofort zu mir und ist friedlich, aber nicht auf Dauer. Vor allem auf Rasenflächen ist er total durchgeknallt.
Dieses Ritual würde ich zunächst unterbrechen, indem du einen Hund vorerst an der Leine lässt und durch neue Regeln, die du nun zu Hause aufstellst, kann sich das Verhalten auch draußen entspannen.
ZitatAber wehe, es geht um Schlafplätze, Spielzeug oder Futter.
Schlafplätze, Futter, Spielzeug steht bei deinen Hunden nicht zur freien Verfügung, das ist sehr wichtig, du teilst es ein, stehlen, streitig machen, gibt es nicht.
Jeder erhält einen festen Schlafplatz, kein Hund hat den anderen Schlafplatz aufzusuchen, schmeiße den "falschen" Hund vom falschen Platz.Ich habe zwei gleichgeschlechtliche Hunde, wenn ich das so zulassen würde, wie du es bis jetzt getan hast, hätte ich Tierarztkosten wegen Kloppereien um Ressourcen, ohne Ende.
Beginne damit, alles einzuteilen, es gehört dir und du verteilst es, regelst, welcher Hund, was und wo fressen und schlafen darf.
Den, der klauen will, abblocken.
Dann machst du deinen Terrier wieder glücklich und deine Hündin steht auch unter Stress, wenn sie alles regeln muss.Viel Erfolg!
Gruß
Leo -
Danke! Das hat ziemlich schnell und gut funktioniert...

Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!