Hilfe - SH macht uns zum Schaf
-
-
Hallo ihr lieben,
Seit 2 Tagen ist es extremst anstrengend mit Narthan (heute 4 Monate alt) spazieren zu gehen! Bisher in den ersten 2 Monaten war alles ganz entspannt.
Ich vertraue Narthan voll und ganz so dass er an ruhigen Straßen offline laufen kann. Aber wenn wir in der Stadt unterwegs sind ist es unerlässlich dass er an der Leine läuft. Wenn wir allein sind ist das auch kein Problem. Aber wehe eine weitere Person oder gar die ganze Familie (2 Kinder) gehen mit! Um einen möglichst entspannten Hund zu haben müssen wir uns gegenseitig auf die Füße treten. Sobald einer auch nur 2m voraus geht wird dieser angebellt und angejaulte. Narthan ist nicht mehr ansprechbar, Rufen, Leckerlie, Spielzeug, alles wird ignoriert. Alles was zählt ist in der Leine hängen, ziehen und springen, und Lärm machen, bis der Ausreißer entweder zurückkommt oder 100m entfernt ausser Sicht geht. Wenn jemand langsam wird und sich so von der Gruppe entfernt schaut er zwar immer wieder nach hinten, lässt sich aber ablenken und er geht dabei weiter.Ein paar Tage vorher war noch das Problem, dass er jeden fremden Hund an der Leine angebellt hat. Das haben wir mit Ablenkung durch Spielzeug zu 90% im Griff, nun fängt er mit diesem Blödsinn an
In der Welpengruppe gestern haben wir passenderweise einen Spaziergang gemacht und das Verhalten an der Straße beobachtet und Tipps bekommen. Wir haben die Trainerin vorher auf unser neues Problem angesprochen und sie hat uns gleich eine Wasserflasche mit gegeben. Jedesmal wenn er seine Scheuklappen aufsetzt und austickt sollte der Leinenhalter ihn kurz anspritzen und ihm alternativen wie "schau" oder "sitz" anbieten. Unser weißer Wildfang hat aber nur das Wasser abgeschüttelt und weiter gewütet. Nach einigen Minuten war die Flasche leer, der Hund nass und genauso durchgeknallt wie vorher.Wir sind ziemlich ratlos, denn dieses Verhalten ist seeeeehr anstrengend.
Als Hausaufgabe sollen wir mit ihm einen Spaziergang machen, an dessen Wegrand überall Bäume und Pfosten sind. Sobald er austickt wird der Spaziergang unterbrochen, Hund festgebunden und wir gehen ausser Reichweite (4-5m) aber noch in Sicht. Wenn er sich beruhigt einen Schritt näher. Solang er entspannt bleibt wieder näher. Beim ersten Aufmucken wieder zurück. Solang bis wir bei ihm sind, dann wortlos Leine in die Hand und weitergehen.
Beim nächsten Aufmucken das gleiche Spielchen.Habt ihr noch andere Tipps?
Und warum macht er das überhaupt? Verlustangst? Kontrollzwang? - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Da kann ich dir leider nicht helfen.
Aber ich hoff jemand anderes
-
Der Hund ist 4 Monate alt, vielleicht verlangt ihr einfach zu viel von ihm?
Die Trainerin würde ich vergessen, es kann sein, dass er Wasser dann nur noch blöde findet und die weißen sind ja schon ein bisschen sensibler.
Wenn er Innenstadt + mehrere Menschen noch nicht kann dann gebt ihm Zeit, er ist ein kleiner Hund, der muss das nicht können.
Übt mehrere Personen auf ner ruhigen, sonst leeren Wiese und lass ihn z.B wenn du dich auf ne Bank setzt und deine Kids spielen abliegen und sich beruhigen.
Ablenken finde ich übrigens nicht sinnvoll bei Hundebegegnungen, er soll sich mit dem Reiz ja auseinander setzen und lernen, dass es nichts schlimmes und was alltägliches ist.
Aber bitte den Unsinn lassen mit Wasser und anbinden schonmal gar nicht. -
Die Ablenkung mit Spielzeug läuft so, dass ich mich nur interessant für ihn mache.
Wenn uns ein Hund entgegen kommt, lass ich Narthan absitzen und versuche die Aufmerksamkeit bei mir zu behalten mit "schau".
Wenn wir aber an einem Grundstück mit freilaufendem Hund, oder Hofhund vorbeikommen muss ich irgendwie weiter gehen. Dabei hat sich immer bellend in die Leine gehängt um zum anderen Hund hinzukommen. Ich kenn mittlerweile die Grundstücke wo ich aufpassen muss, dann lass ich einen Ball einmal auf der Straße hüpfen und steck ihn wieder ein. So hab ich die Aufmerksamkeit und wir können weitergehen obwohl die anderen Hunde kläffen. Am Grundstück vorbei darf er dann den Ball aufnehmen und ein paar Meter tragen, oder auf der nächsten Wiese 2-3mal suchen und bringen.Das mit dem Wasser werden wir vorallem jetzt im Winter nicht noch einmal machen! Es hat eh keinen Sinn. Er mag Wasser einfach zu gern, als dass er dadurch großartig abgelenkt werden würde...
Vorgestern haben wir es mit Richtungswechseln versucht. Der Effekt war nur, dass er beim zurückgehen nach hinten geschaut hat und widerwillig mit gegangen ist, und beim hinterhergehen gleich wieder in der Leine hing.
Ich finde die Idee mit Anleinen und Entfernen auch nicht so toll
Sie sagte noch, dass sie bei selbstbewussteren und älteren Tieren als letzte Notlösung noch eine Rappelbox zum Lärm machen anwenden würde. Da Narthan aber zu Unsicherheit neigt sollten wir davon auf jeden Fall absehen.
Also brauch ich andere Alternativen.
Wir werden nun in der Wohnung auch mal anfangen ihm klarzumachen, dass er nicht jedem hinterher rennen muss.
Er hat akzeptiert dass es Taburäume (Kochnische, Vorratsraum und Kinderzimmer) gibt, aber da wird dann der Türstock belagert und gewartet bis die Person wieder rauskommt. Wir werden erstmal immer wieder die Türen hinter uns schließen, wenn wir nur mal eben nen Kaffee holen, oder so. Er ist dann ja nicht allein, er kann nur nicht der Person hinterher rennen, die den Raum verlassen hat.
Ausserdem werden wir unsere Spaziergänge umorganisieren und wirklich mal Wege suchen, wo wir Geduld üben können, Liegen und Abwarten, während der andere immer wieder hin und her geht. -
Das Verhalten ist schon ein bisschen typisch für die Weißen... meiner konnte es auch nie ertragen, wenn wir bei Spaziergängen zu weit auseinanderwaren, er wollte die "Herde" zusammenhalten, das höre ich auch immer wieder von den Besitzern der Weißen, wenn ich sie mal treffe. Und da erfordert es viel Geduld und auch eine gewisse Akzeptanz der Eigenarten, fürchte ich. Aber da habt ihr ja schon ganz gute Ansätze, er wird mit der Zeit lernen, dass es keinen Grud gibt, Stress zu haben, wenn sich einer mal aus dem Rudel entfernt.
Das mit dem Anbellen anderer Hunde kenne ich übrigens auch von meinem damals, er war sehr unsicher und wollte imponieren, um dies zu verbergen, frei nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung. So musste ich zeitlebens auf ihn achten und ihn immer wieder ranrufen, mit der Zeit hat das gut funktioniert, Schäfis lernen sehr schnell, finde ich.Und einem 4 Monate jungen Hund würd ich noch nicht wirklich trauen, wenn dem was in den Kopf kommt, kann er ruck-zuck wegsein.

-
-
Nochmal, die Trainerin taugt nichts, willst du deinen eh schon unsicheren Hund noch mehr verunsichern, indem du ihn auch noch bestrafst?
Sorry, aber ablenken bringt auch nicht viel. Lies dich mal in Zeigen & Benennen ein und belohne dass er sich mit dem Reiz auseinander setzt. Wenn du ihn strafst fürs Bellen wird er das mit den Hunden verknüpfen und die dann blöde finden. -
Zitat
Das Verhalten ist schon ein bisschen typisch für die Weißen... meiner konnte es auch nie ertragen, wenn wir bei Spaziergängen zu weit auseinanderwaren, er wollte die "Herde" zusammenhalten, das höre ich auch immer wieder von den Besitzern der Weißen, wenn ich sie mal treffe. Und da erfordert es viel Geduld und auch eine gewisse Akzeptanz der Eigenarten, fürchte ich. Aber da habt ihr ja schon ganz gute Ansätze, er wird mit der Zeit lernen, dass es keinen Grud gibt, Stress zu haben, wenn sich einer mal aus dem Rudel entfernt. : smile:
Wir wussten auch vorher, dass es zu solchen Situationen kommen wird, aber wir hatten nicht damit gerechnet, dass er soo austickt. Es ist ja ok, wenn er nervös wird und "sich Sorgen macht", aber deswegen muss man doch net jedes Mal rumschreien
ZitatDas mit dem Anbellen anderer Hunde kenne ich übrigens auch von meinem damals, er war sehr unsicher und wollte imponieren, um dies zu verbergen, frei nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung. So musste ich zeitlebens auf ihn achten und ihn immer wieder ranrufen, mit der Zeit hat das gut funktioniert, Schäfis lernen sehr schnell, finde ich.
Ja genau den Eindruck hab ich auch! Hund sehen, bellen, hinziehen, Spielaufforderung... Und zwar meist bei kleineren Hunden, die ihrerseits auch gern kläffen. Bei gleichgroßen oder größeren muckt er einmal auf, und wird dann ganz klein und versteckt sich hinter uns
Das schnelle Lernen kann ich nur bestätigen!! Lieder auch bei Dingen, die er eigentlich nicht können muss oder soll... Naja, wir wussten vorher, auf was wir uns einlassen, nun müssen wir da irgendwie durch!Zitat
Und einem 4 Monate jungen Hund würd ich noch nicht wirklich trauen, wenn dem was in den Kopf kommt, kann er ruck-zuck wegsein.
Er ist ohne Leine viel aufmerksamer, sieht sich ständig zu uns um, entfernt sich nicht mehr als 5-7m und schaut nach spätestens 10 Sec. kurz wo ich bin und was ich mach. Er lässt sich abrufen, auch vom Ball oder von irgendeiner Fährte. Wenn Personen oder ein Auto kommen, wird er mit "hier" gerufen, steht oder sitzt dann neben uns und wartet ab. Bei Hundebegegnungen wird er je nach Situation angeleint, oder wartet bei uns bis der freilaufende Hund bei uns ist. Wild haben wir bisher nie erspäht, aber wir gehen meistens Strecken mit freiem Feld wo wir unsere Blicke weit schweifen lassen können und früh genug reagieren können. Vögel werden gesichtet, beobachtet und dann links liegengelassen.
An Strecken wo es brenzlig werden kann ist er dann aber wieder an der Leine (auch einfach so zwischendurch, damit er die Leine nicht mit "gefährlich" verknüpft). Mittlerweile setzt er sich schon von selber 5m vor Ende des Feldweges hin um drauf zu warten, dass ich ihn anleine :)ZitatNochmal, die Trainerin taugt nichts, willst du deinen eh schon unsicheren Hund noch mehr verunsichern, indem du ihn auch noch bestrafst?
Sorry, aber ablenken bringt auch nicht viel. Lies dich mal in Zeigen & Benennen ein und belohne dass er sich mit dem Reiz auseinander setzt. Wenn du ihn strafst fürs Bellen wird er das mit den Hunden verknüpfen und die dann blöde finden.Ich hab mir gestern noch bis Nachts um 1 die ersten 26 Seiten von Zeigen&Benennen durchgelesen. Abgesehen davon dass wir noch keinen Clicker haben, sind die Grundzüge schon gegeben (siehe oben, Vögel). Das Spiel klingt vielversprechend und wir werden diese Woche mit dem Clickern anfangen.
Ich nehme an es ist erstmal sinnvoll bereits bekanntes Verhalten wie "sitz", "Platz", "hier" und so zu Clickern. In der nächsten Woche geht's dann los, problemlose Dinge wie "Menschen", "Vogel", "Auto", usw. zu benennen, und dann in 2 Wochen langsam andere Hunde aus sicherer Entfernung. Anschließend dann Spaziergänge mit mehreren verteilten Personen.
Unsere Namen kennt er bereits, und die Frage "Wo ist Name?" beantwortet er gelegentlich auch schon mit hinschauen oder hingehen (teilweise mit anstupsen).Ich hab mich bisher nicht ans Clickern getraut, weil ich Angst habe ein schlechtes Timing zu haben.
Mein Mann und ich sind oft abwechselnd unterwegs. Sollten wir beide parallel arbeiten und aufbauen, oder erstmal nur einer, und der andere übernimmt dann die gefestigten Situationen? Ich hab halt Angst, dass es ihn verunsichert, wenn wir beide unterschiedlich reagieren
Wir reagieren einfach beide immer intuitiv. -
Beim Clickern kannste im Prinzip nichts falsch machen
Wenn du mal nen Moment verpasst, wo du denkst, "das hätt ich clickern sollen", dann ist das nicht schlimm, die Gelegenheit kommt wieder.
Wenn du was doofes clickst wie z.b schütteln anstatt sitzen, dann kann es sein, dass dein Hund sich beim nächsten Mal schüttelt. Dafür gibt es dann aber keinen Click, oder du bist schnell genug und hängst davor noch ein Schüttel-Signal
Und das wird schon, auch wenn ihr beide es unterschiedlich macht. Du kannst ja auch einmal clickern, er soll artig an der Leine laufen und gleichzeitig in ner anderen Situation belohnst du ruhiges stehen oder so.
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!