Sie springt wieder Menschen an

  • Hallo,

    unsere Bordercollie-Dame (wird jetzt 2) sprang als Welpe schon gerne an Menschen hoch. Mit viel Geduld und Mühe haben wir ihr das abgewöhnt, indem wir uns einfach weggedreht haben. Auch unserem Besuch haben wir empfohlen uns gleich zu tun. Nach harter Arbeit war dann auch irgendwann gut. Seit einigen Wochen tritt dieses Problem nun wieder auf, aber weniger bei uns zu Hause, sondern im Feld. Plötzlich springt sie eine Joggerin von hinten an, obwohl sie sich zuvor nie für Jogger oder Radfahrer interessierte. An jedem fremden Hosenbein will sie schnuffeln und wenn derjenige nicht reagiert, wird angesprungen. Die Zeitungsausträgerkinder sind auch schon angesprungen worden. Das passiert jedes Mal ohne Gebell und ohne Anzeichen.
    Ich habe es jetzt schon mit Ablenkung im Feld probiert. Wenn ich jemanden kommen sah, hab ich ihre ganze Aufmerksamkeit auf mich gelenkt, indem ich Leckerlis versteckt, einen Dummie geworfen, Gehorsamkeitsübungen oder andere Spiele gemacht habe. Und trotzdem: Sie ist bei mir, bis die Person uns erreicht und dann dreht sie sich abrupt um und wenn ich Glück habe, schnuffelt sie nur, wenn ich Pech habe, springt sie wieder.
    Seit ein paar Tagen haben ich sie wieder komplett nur an der Schleppleine.
    Was kann ich noch tun, um ihr diese Flausen wieder auszutreiben?

    Danke
    Tina

  • Hallo Tina,
    die Phase hatten wir auch noch mal, als wir dachten, dass das Thema "Anspringen" längst durch sei...
    Aber verstehe ich das richtig, dass sie die Leute auch von hinten anspringt? Eine Schleppleine wäre mir da zu unsicher, da hat der Hund ja die Freiheit, zu springen. Ich habe sie angeleint (normale Leine) und sie musste im "Fuß" an den Leuten vorbei. Ich bin immer so gelaufen, dass ich zwischen den Leuten und dem Hund war, so dass ich sie im Ernstfall blocken konnte. Wenn mir Leute entgegen kommen, bei denen ich merke, dass sie die interessant findet (warum auch immer), mache ich das auch heute noch.

  • Hallo Donnerunddoria,
    danke für deine Antwort, das beruhigt mich jetzt ein wenig, dass es evtl. nur eine Phase sein könnte. Ich habe natürlich auch die normale (sprich: kurze Leine) dabei. Es kommt immer darauf an, was ich mit dem Hund mache. Wenn ich ihr im Moment mehr Freiheit geben will, ist es die Schleppleine, ansonsten auch eher die normale. Die Schleppleine lässt sich halt leider nicht so gut fassen und gerade bei diesem kühlen Wetter schmerzen schnell die Hände, wenn die Leine so durchrutscht.
    Ich mache das genauso, wenn wir irgendwo an Leuten vorbei müssen, dass ich sie neben mir führe . Aber häufig drängt sie dann so ab oder springt mir direkt vor die Füße, dass ich richtig Kraft aufwenden muss, um sie zurück zu halten. Bin schon dazu über gegangen einfach stehen zu bleiben, sie absitzen zu lassen, bis die Personen vorüber sind. Das klappt besser, jedoch nicht ohne, dass sie doch ihre Nase Richtung Hosenbein schieben muss.
    Ja, die Joggerin hat sie von hinten angesprungen, da war sie allerdings auch ohne Leine und das war auch zu dem Zeitpunkt der erste Vorfall (seit dem Welpenalter).
    Manchmal habe ich den Eindruck, sie hat jeglichen Übungen einfach "vergessen" und stellt die Ohren völlig auf taub.

  • Zitat

    Hallo Donnerunddoria,
    danke für deine Antwort, das beruhigt mich jetzt ein wenig, dass es evtl. nur eine Phase sein könnte. Ich habe natürlich auch die normale (sprich: kurze Leine) dabei. Es kommt immer darauf an, was ich mit dem Hund mache. Wenn ich ihr im Moment mehr Freiheit geben will, ist es die Schleppleine, ansonsten auch eher die normale. Die Schleppleine lässt sich halt leider nicht so gut fassen und gerade bei diesem kühlen Wetter schmerzen schnell die Hände, wenn die Leine so durchrutscht.
    Ich mache das genauso, wenn wir irgendwo an Leuten vorbei müssen, dass ich sie neben mir führe . Aber häufig drängt sie dann so ab oder springt mir direkt vor die Füße, dass ich richtig Kraft aufwenden muss, um sie zurück zu halten. Bin schon dazu über gegangen einfach stehen zu bleiben, sie absitzen zu lassen, bis die Personen vorüber sind. Das klappt besser, jedoch nicht ohne, dass sie doch ihre Nase Richtung Hosenbein schieben muss.
    Ja, die Joggerin hat sie von hinten angesprungen, da war sie allerdings auch ohne Leine und das war auch zu dem Zeitpunkt der erste Vorfall (seit dem Welpenalter).
    Manchmal habe ich den Eindruck, sie hat jeglichen Übungen einfach "vergessen" und stellt die Ohren völlig auf taub.

    Naja, sie ist ja auch immer noch ein junger Hund - aber trotzdem darf sie das natürlich nicht. Ja, gerade weil die Schleppleine nicht wirklich gut in der Hand liegt, finde ich sie bei so etwas eher ungeeignet. Ich glaube, da hilft nur, die Umgebung genau zu scannen und den Hund schnell zu sich zu holen, wenn ein gefährdetes Objekt auftaucht, denn immer, wenn sie Erfolg hat, belohnt sie sich ja selbst.
    Zum Abdrängen: eine Zeitlang habe ich es so gemacht, dass ich sie ins Platz gelegt und einen Fuß auf die Leine gestellt habe. So war sie in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Das mache ich auch heute noch, wenn ich merke, dass sie sehr unsicher ist, z.B. wenn uns in fremder Umgebung viele Menschen entgegen kommen. Sie ist dann ruhig, weil sie ein klares Kommando hat und ich bin beruhigt, weil sie mich wegen der gesicherten Leine nicht durch die Gegend kegeln kann.
    Ansonsten lasse ich mich von ihr nicht abdrängen (das sagt sich leicht, ich weiß), sondern stampfe energisch mit dem äußeren Fuß auf (so dass ich mich also leicht zu ihr drehe) und fratze sie auch verbal an.
    Mittlerweile geht sie an den meisten Passanten jeder Erscheinungsart wieder relativ friedlich vorbei und bei denen, die sie mehr interessieren, zeigt sie das freundlicherweise frühzeitig an.

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