Mein Hund beißt und springt an mir hoch

  • Hallo:)
    Ich weiß gerade garnicht wo ich Anfangen soll :P
    Also ich verbringe momentan mein Auslandsjahr in Mexiko und meine Gastfamilie besitzt einen 3 jährigen Rüden der nicht wie in Deutschland die meisten Hunde auf sitzt und Platz trainiert ist. Das ist das erste Problem
    aber weiterhin springt er immer an mir hoch und beißt mir in den Arm, außerdem wenn ich reiten gehe beißt er (Bondo) immer in die Hinterbeine meines Pferdes und macht es völlig Verrückt!
    Er ist sehr unterwürfig also nicht dominat oder droht mir aber er ist denoch sehr penetrant!
    Da ich oft nichts zu tun habe hier zu Hause würde ich ihn gerne trainieren aber weiß garnicht wo ich da anfangen soll weil er immer wenn man ihn anschaut oder etwas sagt an einem hochspringt!
    Ich hoffe jemand kann mir helfen!
    lg und schonmal danke Johanna :D

  • Hallo Johanna,

    Du kannst den Hund nicht trainieren oder mit ihm etwas üben, so lange er keine Ruhe gelernt hat. D.h. deine erste Lektion wird sein, dem Hund Ruhe beizubringen. Bei einem Hund, der die Unruhe scheinbar schon voll in sein Verhaltensprogramm aufgenommen hat, dürfte das etwas länger dauern.

    Ich würde den Hund fixieren, also Halsband/Geschirr dran, Leine dran und hinter dir irgendwo anbinden. Dann liest Du ein Buch, surfst im Forum oder tust sonstwas und beachtest den Hund nicht. Gar nicht. Denk nicht mal an ihn. Ich gehe davon aus, dass der Hund Gezeter machen wird, darauf solltest Du vorbereitet sein. Sobald der Hund sich ruhig hinlegt, dreh dich zu ihm, lobe ihn mit ruhiger Stimme und schieb ihm was leckeres ins Maul. Am Anfang wird er vermutlich wieder hektisch werden, sobald Du aufstehst, dann setzt Du dich sofort wieder hin und wartest, bis er wieder ruhig wird.

    Bevor Du diese Übung mit dem Hund machst, solltest Du sicherstellen, dass er zuvor ausreichend Auslastung hatte. Sonst ist das für den Hund natürlich Quälerei. Mit ausreichend Auslastung sollte der Hund aber verstehen lernen, dass Ruhe wichtig ist, auch wenn jemand mit ihm ist, den er gerne mag.

    Wenn Du so weit bist, dass der Hund für 5 Minuten Ruhe gibt, drehst Du dich zu ihm und machst mit ihm eine Sitz-Übung. Wenn er ruhig ist und mitarbeitet, machst Du zwei oder drei Übungen, evtl. baust Du auch Platz schon ein, wenn er ruhig mitarbeitet. Wird er aber höchstwahrscheinlich nicht. Auch hier wieder, wenn der Hund zu hibbeln beginnt, aufstehen, von ihm weggehen und ignorieren.

    Das Ziel der Übung/Übungen ist ganz einfach: Rumhektikten und rumnerven = keine Aufmerksamkeit, kein Spiel, keine Übung, keine Liebe. - Ruhe geben = Aufmerksamkeit, Spiel, Übungen, Liebe.

    Im weiteren Verlauf solltest Du dem Hund "Aus" und "Nein" beibringen. Besonders bewährt hat sich auch ein kurzes und einigermaßen Lautstarkes "KSCH!", was Du dann später auch anwenden kannst, wenn der Hund beim Pferd nicht auf ein ruhiges "Nein" aufhört, das Pferd zu zwicken. Es ist quasi eine Art Steigerung, über die sich natürlich diskutieren lässt. Ich gebe hier nur meine Erfahrungswerte wieder.

    Wenn der Hund dich anspringt und dich in den Arm beisst, zieh dein Knie hoch und lass ihn ruhig mal dagegen knallen. Du musst ihm das Knie natürlich nicht volle gegen den Kopf rammen oder sowas, aber es darf ruhig eine unangenehme Begegnung werden. Das allseits beliebte Wegdrehen wird dich in deinem Fall vermutlich kein Stück mehr weiter bringen. Du kannst das aber natürlich auch zuvor versuchen, wenn dir die Sache mit dem Knie zu unangenehm ist.

    Ausgehend von meinem Hund, der das allerdings noch nicht fest in seinem Verhaltensmuster hatte, kann ich sagen, dass dir das durchaus einiges an Geduld abfordern wird.

    Viel Erfolg und viel Geduld

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