Knurren, bellen und andere kleine Sorgen
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Hallo,
ich bin noch ganz frisch hier im Forum - habe aber gleich ein paar Fragen.
Ich habe jetzt seit ein paar Wochen zwei ca. 5 jährige Zwergpinscher (Männchen und Weibchen) aus dem Tierheim. Sie waren ein halbes Jahr im Tierheim und wurden davor vom Vet.amt aus einer ganz furchtbaren Zucht geholt. Im Tierheim waren sie wohl sehr scheu (laut Tierheim) und auch sehr aggressiv, sie scheint auch ein paar mal gebissen zu haben (laut Leuten aus dem Park, die sie zufällig kannten).Er hat schon immer noch sehr viel Angst, vor allem in Häusern. Beim Gassi gehen ist er wie ausgewechselt, Schwanz nach oben und neugierig wie nichts. Daheim will er aber oft gar nicht ins Haus, wenn er im Garten ist. Auch so dauert es sehr lang bis er mal kommt um sich das Geschirr und Leine anlegen zu lassen, aber ok.
Sie hingegen hat sich schon total an mich gehängt, kommt ständig kuscheln, läuft mir immer nach (macht er auch - aber mit Abstand). Da ist aber auch schon das erste "Problem", sie weint und kratzt wenn ich aus dem Zimmer gehe, nach ein paar Minuten ist es dann aber ok.Wirklich große Probleme sehe ich noch nicht mit den zweien. Ich bin schon sehr baff darüber wie gut sie sich teilweise entwickeln und wie mutig und zutraulich sie werden. Vor allem kamen sie ohne jegliche Erziehung zu mir. Stubenrein sind sie inzwischen und auch "komm" klappt, vor allem bei ihm, sehr gut. Das Problem ist nur, dass sie ja immer zu zweit sind. Wenn einer wegrennt rennt der andere mit -.- Das ist bis jetzt zwar erst einmal passiert, aber ich werde das jetzt wohl erstmal an der Schleppleine üben.
Meine kleinen Sorgen sind nun: Seine Scheu, ihre "Anhänglichkeit"/Kontrolle, sie ziehen oft sehr an der Leine - also die Leinenführigkeit und seit neuestem regen sie sich auch immer fürchterlich auf wenn wir an anderen Hunden vorbei gehen -.- Ich hoffe hier einfach auf ein paar generelle Tipps (kann ja nie schaden wenn man ein paar Meinungen hört..).
Und das größte Problem ist, dass sie manche Leute aus meiner und der Familie meines Freundes anknurrt und bellt. Dann lässt sie sich mal 3 Min streicheln oder liegt entspannt bei mir, aber dann fängt sie urplötzlich wieder das knurren und teilweise auch das schnappen an. Wenn ich sie dann mal ein bisschen anmaule ists gut und sie verkriecht sich wieder, aber die andern schaffens nicht sie ruhig zu kriegen. Und ich bin ja nicht immer da ....Sooo das war jetzt viel Text. Ich möchte nur noch einmal sagen, dass mir bewusst war das es mit ihnen viel Arbeit und Mühe geben wird - ich bin auch sehr glücklich mit ihnen, sie bereiten mir viel Freude und ich bin auch noch lange nicht an der Verzweiflungsgrenze ^^ Aber vor allem das knurren und schnappen macht mir schon ein wenig Sorgen..
Danke schon mal für die Antworten (die hoffentlich kommen ^^)!! - Vor einem Moment
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Hallo
willkommen hier.
Da hast du dir ja zwei Aufgaben ins Haus geholt...
Respekt!
Vorab würde ich dir bei all den Problemen dringend einen guten Hundetrainer empfehlen, der mit dir und den Hunden zusammenarbeitet.
Jemand, der gewaltfrei arbeitet und sich mit unsicheren, ängstlichen Hunden auskennt.
Im Alleingang würde ich es nicht machen.Zitat
Und das größte Problem ist, dass sie manche Leute aus meiner und der Familie meines Freundes anknurrt und bellt. Dann lässt sie sich mal 3 Min streicheln oder liegt entspannt bei mir, aber dann fängt sie urplötzlich wieder das knurren und teilweise auch das schnappen an. Wenn ich sie dann mal ein bisschen anmaule ists gut und sie verkriecht sich wieder, aber die andern schaffens nicht sie ruhig zu kriegen. Und ich bin ja nicht immer da ....Da möchte ich noch etwas zu schreiben, bevor etwas passiert.
Besucher sollen bitte beide Hunde ignorieren, nicht ansehen, nicht füttern, nicht anfassen.
Und den Hund bitte niemals für's Knurren anmaulen!
Immerhin ist er so "nett" und kommuniziert (warnt).
Wenn du das Knurren unterbindest, läufst du Gefahr, dass der Hund demnächst gleich zubeißt.
(weil Knurren soll sie ja nicht, aber ihren Missmut muss sie doch irgendwie äußern: "Lass das - ich mag das nicht - bis hier und nicht weiter, sonst beiße ich!")
Weist den Hunden einen ruhigen Platz zu, auf dem sie ihre absolute Ruhe haben und von niemandem belästigt werden, auch wenn es gut gemeint ist - sie sind noch nicht so weit.Gruß
Leo -
Ja stimmt, nen gewissen Nutzen hat das knurren ja eigentlich. Aber bei ihr ist es ja nicht der Fall, dass sich jemand ihr nähert sondern sie kommt ja her und knurrt und bellt. Oder schnappt von hinten in's Bein. Ein Beispiel ist, dass ich mit meiner Mutter in der Küche sitze (die Tür zum Wohnzimmer ist offen, sie könnte auf ihren Platz und wäre auch nicht im Blickfeld). Dann kommt sie aber immer wieder in die Küche gerannt und bellt und knurrt. Oder meine Mutter ist in nem ganz anderen Zimmer und sie rennt ihr nach und schnappt von hinten in's Bein.
Aber gut, dass mit dem ignorieren werde ich ab sofort einführen. (Er ist da anders, wenn jemand da ist und er hat keinen Bock drauf geht er halt auf seinen Platz, schaut nur alle 15 Minuten mal kurz rein und geht dann wieder).
Nach nem Hundetrainer muss ich mich mal umsehen.
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Hat vllt noch jemand nen Tipp? Heut kams mir noch schlimmer vor als gestern. Das knurren verbiete ich ihr nicht mehr. Ich ruf sie jetzt immer her zu mir und lob sie wenn sie dann ruhig bei mir ist oder generell wenn sie ruhig im gleichen Raum irgendwo steht.
Aber sie geht trotzdem ab und an von sich aus hin und schnappt weiter. Auch als wir zusammen Gassi gegangen sind ist sie die ersten paar Meter immer hin und hat geschnappt. Dann hab ich sie immer weiter gerufen (und halt an der Leine weiter geführt). Dann gings bis wir wieder zurück im Garten waren..
Mit nem Hundetrainer wird meine Mutter wohl eher nicht zusammen arbeiten -.- Aber ich informier mich. Weiß jemand zufällig einen im Raum Nürnberg oder Neustadt a.d. Aisch? -
Leider ist es von hier aus kaum möglich, Tipps zu geben, ohne dass Geschehen zu sehen.
Wen schnappt sie?
In welchen Sitautionen genau?
Beschreibe es bitte ausführlicher.Um einen Hundetrainer werdet ihr nicht herumkommen, ich komme nicht aus deiner Gegend, kann dir daher nicht weiterhelfen!
Aber es ist dringend, dass ihr einen hinzuziehen müsst.
Er sollte auf jeden Fall ohne Gewalt arbeiten (Alphawurf, Schnauzgriffe und ohne Hilfmittel wie Sprühflaschen, Discs).
Nehmt Abstand von solchen Trainern oder denen, die erzählen, euer Hund sei dominant.
Kann das Tierheim nicht einen empfehlen?Ganz ehrlich, ich stelle mir die Frage, warum ein Tierheim ausgerechnet Anfängern zwei "Problemhunde" gibt.
Gleich zwei...???
Naja, hole dir bitte Hilfe.Gruß
Leo -
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Also wenn das Problem mit meiner Mutter nicht wäre hätte ich hier gar nicht geschrieben. Das andere ist alles kein großes Problem, krieg ich schon hin. Ich hab auch schon Erfahrung mit Hunden und auch schon mit schwierigen. Ich dachte nur, dass es generell nichts schadet nach Tipps zu fragen (ich höre generell gern andere Meinungen) und das Problem mit meiner Mutter war nicht absehbar und war auch nicht von Anfang an. Naja.
Die Situation ist eigtl nur die das meine Mutter nach Hause kommt, ab da gehts los. Es ist völlig egal was sie macht. Ob sie sie ignoriert, sie streichelt, versucht contra zu geben (also halt mal ein bisschen böser "nein" sagt) usw. Wenn meine Mutter weggeht geht der Hund ihr nach.
Das Problem ist auch eigtl nur bei meiner Mutter so. Also wenn Fremde in's Haus kommen bellt sie auch erst mal aber lässt sich abrufen und dann ist auch gut. Deswegen finde ich es ja auch so schwer. Es ist eben wohl ein Problem zwischen den zweien.Keine Angst, ich suche mir sicher keinen Hundetrainer der Gewalt anwendet und mein Umgang mit den Hunden ist auch liebevoll (außer halt das übliche "böse "Nein"" usw. Ich habe ja auchk ein Problem mit ihr. Mich hat sie noch nie angeknurrt - auch als ich sie mal auf den Rücken drehen musste weil sie zwei Zecken am Bauch hatte. Das ist bei mir alles kein Problem. (Dominant finde ich sie trotzdem
Auch alle andern Hunde geben klein bei) -
Hallo, ich bin kein Trainer, habe aber mit "Problemhunden" mittlerweile so meine Erfahrung. Grundsätzlich denke ich das du keine "Sofortfertiglösung" finden wirst. Den Hinweis das Fremde (deine Mutter eingeschlossen) die Hunde ignorieren sollten unterstreiche ich mal fett, will ihn aber näher ausführen: Es ist wichtig das der Hund/die hunde GENAU wissen, wo ihr Platz ist (hat nichts mit Dominanz sondern mit SICHERHEIT zu tun).
Du schreibst ja das der Hund deine Mutter "verfolgt". Genau das sollt eeben nicht passieren. Arbeite an der Stelle: Sorge für einen Platz, an dem der Hund SICHER ist (d.h. ausreichend Platz zwischen Hundeplatz und allen Fremden ist) und sorge dafür dass kein Fremder dem Hund nahe kommt (wie nahe hängt vom Hund ab - 2m, 5m was auch immer!). Und da hat der Hund zu bleiben, solange Fremde da sind. Auf KOMMANDO darf er mal schnuppern gehen, aber nur, wenn der Fremde sich dann direkt dem Hund zuwendet und sich mit ihm befasst, danach (10-20 Sekunden reichen!) geht der Hund wieder in "seine Höhle", wo es sicher ist. Und da hat er RUHE vor allen Fremden. Er muss nicht "kontrollieren", er muss nicht "verteidigen", er MUSS dort bleiben.Das ist nur ein winziger Baustein, aber vielleicht ein ganz wesentlicher, denn nach deiner Beschreibung vermute ichdass der Hund sich recht verzweifelt fragt, was er tun soll.
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Ok, dann werde ich sie jetzt weiter an ihre Tasche gewöhnen, so dass sie diese dann überall als ihren sicheren Platz wahrnehmen. Danke! (Bin jetzt eh erstmal wieder über ne Woche fast alleine mit ihnen)
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Ich bin begeistert gerade. Wir waren heute zwar nur kurz da aber es war viel viel besser. Hab die ganze Zeit jetzt am "normalen" Gehorsam geübt und dann haben wir das mal alles bewusst gemacht. Also meine Mutter hat sich wo hingesetzt, ist rumgelaufen usw und ich war immer neben dem Hund und bei jedem knurren kam ein "Nein" und ein anstupsen (keine Angst, wirklich nur stupsen - nichts was weh tut) und wenn sie lieb war wurde sie fleißig gelobt und gestreichelt. Und siehe da, nach ein paar Minuten war alles ok und sie hat sich wieder brav neben sie gelegt und war lieb.
Ich denke zwar das muss ich jetzt die nächsten Male immer wieder Anfangs bewusst wiederholen aber dann wirds sicher :)(Ihre Tasche liebt sie inzwischen auch ^^ Und Zugfahren heute zum ersten Mal war deswegen auch problemlos..)
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