Zweithund - Ja oder Nein ??
-
-
Hallo!!
Bin gerade ziemlich ratlos und von daher wollte ich mich mal kurz bei euch zu Wort melden, vielleicht hat ja einer von euch den einen oder anderen Ratschlag bzw. Tipp für mich. :)
Kurz zu unserer Geschichte:
Meine Hündin hatte immer einen Kumpel, der Hund meines Partners. Beide hatten das gleiche Alter und sind durch dick und dünn gegangen. Leider hat er uns im April letzten Jahres verlassen.
Seitdem war und ist meine Hündin nur krank. Magen-Darm Probleme ohne Ende, wodurch sich jetzt auch eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung gebildet hat und ein Reizdarm. Unsere Tierärztin meinte schon es könnte der Kummer sein... Auch wenn sie mit anderen Hunden zusammen ist, ist sie wie ausgewechselt und blüht richtig auf. Nun hatten wir letztes Jahr im Dezember beschlossen einen Zweithund zu holen. Aus dem Tierschutz, ein Spanier. Haben uns sehr auf ihn gefreut, alles war vorbereitet und wir haben gewartet, gewartet, gewartet. Dann die schockierende Nachricht. Er ist bei einem tragischen Unfall verstorben. Ich kann nicht beschreiben wie es mir in dem Moment ging. Aber es ist kurzzeitig wirklich alles in mir zusammengebrochen. Obwohl ich ihn persönlich nicht kannte. Er war mein Hund und hatte schon einen festen Platz in meinem Herzen.
Ich habe mich dann gegen einen Zweithund entschieden. Aber der Rest der Familie ist dafür und ich wünsche es mir ja auch für meine Hündin so sehr. Auch wäre es der perfekte Zeitpunkt, da ich meinem Beruf gewechselt habe und nun meine lang erträumte Ausbildung zur Tierheilpraktikerin begonnen habe und da viel zuhause lerne. Und wenn ich in der Praxis bin, könnten die Hunde mit.Nur bin ich so hin und hergerissen. Soll ich einen Hund holen? Soll ich noch warten? Soll ich es ganz lassen? wenn ja Zweithund, doch wieder vom Tierschutz, Züchter oder Tierheim??
Ich hoffe der Text ist nicht allzu lang, aber bin gerade ziemlich durcheinander.

- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Zweithund - Ja oder Nein ??*
Dort wird jeder fündig!-
-
Also, ich kann nicht aus Erfahrung sprechen, da ich nur einen Hund habe. Erst einmal tut es mir unendlich Leid, dass dein Mädchen so leidet und der tragisch Unfall mit dem neuen Hund ist auch dramatisch- also erst einmal möchte ich dir mein Mitgefühl aussprechen!
Zu deiner Frage denke ich, dass es das wichtigste ist, dass du es wirklich möchtest. Wenn du noch bzw auch gar nicht dazu bereit bist, was soll das denn werden? Du kannst dir das Szenario ja ausmalen- wie wirds dir damit gehen? Kannst du dem Hund das bieten, was er braucht? Ihn lieb haben? etc. Eine Möglichkeit wäre ja auch z.B. dass du ins Tierheim gehst und dir einen Hund ausguckst und vielleicht erst einmal mit ihm rausgehst usw. , um nicht sofort den Schritt des Holens zu gehen. So könntest du dich langsam dran gewöhnen- die Tiere auch- und dann sieht deine emotionale Lage ja vielleicht schon wieder ganz anders aus. Diese Idee ist mir grad nur so gekommen, ich weiß nicht, ob es nützlich ist.
Liebste Grüße! Mia und Eva -
Danke für deine liebe Antwort!!
Ja ich habe auch schon an sowas in der Richtung gedacht. So könnte man sich Schritt für Schritt aneinander gewöhnen und würde dann merken ob man zusammen gehört oder nicht. Und auch meine Hündin und der eventuell neue Mitbewohner können sich kennenlernen.
Es ist gar nicht, dass ich dem Hund dann nicht geben kann was er braucht, oder er dann irgendwie leiden müsste , oder sonstiges. Ich glaube es ist viel mehr das schlechte Gewissen. " Ja, jetzt ist der eine Verstorben,holen wir halt nen anderen. " Und so denkt meine Familie und das finde ich gerade furchtbar...

-
Ich weiß, was du meinst. Bei mir war es so, dass ich vor 3 Jahren von Oberhausen im Ruhrgebiet nach Freiburg gezogen bin- also 500km weiter weg. Seitdem ich 14 bin habe ich da aber meinen Hund, Tom, den ich über alles liebe. Meine Eltern meinten, ich solle ihn nicht mit nach Freiburg nehmen wegen Studium usw. Das leuchtete mir auch ein und ich hatte ja auch die Möglichkeit ihn zu mir zu holen, manchmal auch für einen Monat oder so (Tom ist ziemlich robust, der hat das ohne Probleme mit gemacht). Aber jedes Mal, wenn ich ihn zurück bringen musste, habe ich Rotz und Wasser geheult und war super traurig darüber. Wieder in Freiburg anzukommen und das leere Körbchen zu sehen, war fürchterlich. Da ich in der Zeit mit Tom gemerkt habe, dass ich gut mit einem Hund zurecht komme, habe ich angefangen zu überlegen, mir einen eigenen zu kaufen. Meine Mutter wollte mir Tom auf gar keinen Fall überlassen (wir haben uns heftig gestritten). Naja, ich hab ja jetzt die Mia und worauf ich hinaus wollte- ich hatte die ganze Zeit ein total schlechtes Gewissen, als würde ich Tom betrügen oder ihn ersetzen wollen. Ich denke, das kannst du verstehen. Aber inzwischen habe ich gemerkt, dass ich beide Hunde ganz unabhängig voneinander lieben kann und einfach beide meine Hunde sind- keiner mehr keiner weniger (meine Mutter will das jetzt aber gar nicht mehr einsehen...........). Ich hoffe, du verstehst, was ich dir damit sagen möchte! Die Sehnsucht nach einem neuen Hund bedeutet nicht, dass man den anderen vergessen möchte- und das wird man auch nie!
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!