Warum bellt er jetzt wenn er allein gelassen wird.

  • Hallo,
    Wie ich schon bei der Vorstellung schrieb sind wir vor gut einem halben Jahr wieder in die Heimat nach Halle/S. zurück gezogen.
    Da im Haus und auch in der Gegend viele Hunde wohnen und die Wohnung relativ "hellhörig" ist haben wir unseren Kleinen in die Küche gesperrt wenn wir arbeiten waren um möglichst wenig Grund zum Bellen zu geben wenn ein anderer Hund im Treppenhaus ist. Dabei haben wir Ihn auch von unseren beiden Katzen und seiner Couch getrennt.
    Das fand Caspar nicht witzig und Protest liess nicht lange auf sich warten und er fing fürchterlich an mit Jaulen.
    Das ging soweit, dass ich auch Besuch vom Vermieter hatte der mir die Beschwerden meiner Übermieter mit teilte.
    Dann liessen wir ihn wieder "freien Zutritt" in der Wohnung während unserer Abwesenheit und von heute auf morgen war Ruhe.
    Das ging ein halbes Jahr etwa gut bis ich letztens wieder Besuch vom Vermieter hatte, "Ihr Hund bellt" wurde mir gesagt.
    Ich konnte es gar nicht glauben, also bin ich die letzten Tage etwas eher zur Arbeit um nach einigen Minuten zur Kontrolle wieder vor der Tür zu stehen, und tatsächlich, der Hund bellt.
    Heute war ich nicht mal 5 Minuten ausser Haus und das Gebell ging los.
    Hat irgend jemand ne Ahnung was die Ursache dafür sein kann, dass Caspar auf einmal wieder bellt wenn er allein ist.
    Andere Hunde zum Anreiz schliesse ich aus da niemand unterwegs war mit Hund.
    Und wenn meine Frau von der Arbeit kommt ist es auch ruhig sagt sie.
    Aber wieseo fängt er jetzt wieder an damit.
    Wäre für Hilfe echt dankbar.

  • Hallo,
    das Problem kann viele Ursachen haben. Ferndiagnosen sind da immer ziemlich schlecht zu stellen.
    Doch ihc würde dir vorab mal gern ein paar Fragen stellen um eventuelle Ursachen besser ausschließen zu können.

    Es wäre super wenn du die Fragen einmal beantworten könntest, dann können wir dir hier konkretere Tipps geben.

    Wie gestaltest du deine Spaziergänge?
    Was machst du mit deinem Hund am Tag so?
    Wie lange ist der Hund alleine?
    Hat sich was in der Wohnung verändert? Oder im gesamten Umfeld?
    Ist irgendwas vorgefallen in der letzten Zeit?
    Wie lange wird der Hund am Tag beschäftigt?
    Hat der Hund nun Zugang zu allen Räumen?
    Wie gestaltet sic der gesamte Tagesablauf bei euch?
    Was für eine Rasse ist dein Hund?


    LG
    Lisa

  • Hallo,
    zu deinen Fragen
    Wie gestaltest du deine Spaziergänge? Eigentlich nicht besonders, hauptsächlich Gassi gehen 3 mal am Tag. Aber er lernt immer mehr neue Hundefreunde kennen und so dauert es schon länger. Die anderen Hunde hat er auch ständig angekläfft aber seit dem ich auf Konfrontationskurs gehe,auf die anderen Hunde zu wird das schon besser und mit jedem Schritt den wir nähere kommen wird das Gebell weniger. Sehr erfreulich.
    Was machst du mit deinem Hund am Tag so? Auf Grund der Arbeit bleibt nicht viel Zeit, aber etwas spielen machen wir täglich und am We ist sind wir bei Bekannten und seinen Freunden zwei Yorki Rüden,ohne Probleme
    Wie lange ist der Hund alleine? Das kommt auf die Arbeitszeiten an, es können aber schon mal 10 Std sein. Früher machte das keine Probleme, da er die meisste Zeit schlief.
    Hat sich was in der Wohnung verändert? Oder im gesamten Umfeld? In der Wohnung hat sich nichts geändert, aber unsere Übermieterin macht schon die letzten Monate Ärger, nicht nur wegen dem Hund, obwohl sie selbst einen hat. Deshalb hatte ich auch den Verdacht, das die irgend was macht um ihn zum Bellen zu animieren. Aber gestern war sie unterwegs mit Hund und unser hat gebeltt als er allein war.
    Ist irgendwas vorgefallen in der letzten Zeit? Nichts was mir irgendwie aufgefallen wäre.
    Wie lange wird der Hund am Tag beschäftigt? wie schon oben geschreiben
    Hat der Hund nun Zugang zu allen Räumen? ja danach hörte auch das Jaulen auf bis er nun anfängt zu bellen
    Wie gestaltet sic der gesamte Tagesablauf bei euch? der Tag wird in der Woche hauptsächlich durch Arbeit bestimmt und am We Besuch bei Freunden und Bekannten und etwas Erholung
    Was für eine Rasse ist dein Hund? Ein Malteser-Yorki-Harlekin Pudel-Mix (Rüde)

    Da wir oft wenig Zeit für unser Kleinen haben wird er oft verwöhnt und fast alles lässt meine Frau durch gehen, vielleicht auch ein Problem.
    Und eigentlich ist er auch nicht allein, da noch 2 Katzen bei uns wohnen.

    Lg Maik

  • Hallo Maik,
    bin leider nicht eher dazu gekommen dir wieder zu antworten. Denn ich denke mal, dass meine Antwort ziemlich lang sein wird ;-)

    Ich möchte dich auch drauf hinweisen, das ich dich nicht persönlich angreifen will etc. sondern dir einfach mal einiges ans Herz legen möchte.
    Du schreibst, das ihr vor 6 Monaten ca. wieder in euren Heimatort gezogen seit, was für einen Hund eine riesen Umstellung ist und zu Verhaltensveränderungen kommen kann. Da du jedoch auch geschrieben hast, dass er es erst seit einigen Wochen wieder tut, dass er so bellt, mache ich es nicht nur an dem Umzug fest. Ich stelle anhand deines Textest fest, dass es viele Sachen gibt die ihr eventuell mal beheben solltet.

    Du schreibst, dass dein Hund 10 Std. !! manchmal alleine ist. Ich persönlich finde das viel zu lange und ich denke, das sehen hier viele genauso. Ein Hund ist ein Rudeltier und viel vom "Rudel" hat er ja dann bei euch nicht wirklich. Denn er ist ja die meiste Zeit alleine.
    Das bellen kann z.B. damit zusammen hängen auch im Zusammenhang mit eurem Umzug.

    Dann kam mir noch eine Frage in dem Kopf. Ist euer Hund kastriert? Zur Zeit sind die meisten Hündinnen läufig, was auch zu jaulen und bellen in der Wohnung führen kann.

    Zu euren "Gassigängen" muss ich auch etwas los werden. Auch wenn es euch bei eurem Hund um einen kleinen Hund handelt, möchte ich dich drauf hinweisen, dass er genauso körperliche wie geistige Beschäftigung braucht wie ein großer Hund. Nur halt seiner Größe angemessen. Drei mal am Tag stumpfes (sorry nicht bös gemeint) spazieren gehen, lastet deinen Hund in keinster Weise aus. Versuche ihn mit Kopfarbeit zu beschäftigen etc.
    Beispiel: Gestalte den Spaziergang aufregend. Verstecke Leckerchen und lasse ihn diese suchen, dann kannst du eine Art Waldagillity mit ihm machen (ihn über Äste springen lassen, über Äste balancieren lassen etc.) ! Dazu gibt es hier im Forum einen guten Thread. Ich werde gleich mal schauen, ob ich ihn auf die schnelle wieder finde.
    In der Wohnung kannst du ihn auch wunderbar beschäftigen mit Suchspielen, kleinen Tricks etc.

    Ein unausgelasteter Hund kann schnell zu einer Nervensäge werden. Das ganze hat auch noch weitere Vorteile, denn du baust zu deinem Hund eine viel bessere Bindung auf.

    Andere Hunde ersetzten ihm nicht die Zuwendung die er von euch haben möchte.

    Als ich laß, dass du ihn quasi zwingst mit anderen Hunden in Kontakt zu treten, war ich einwenig scockiert. Denn weißt du warum er bellt? Viele Leute kennen die Ursache des Leinenpöbelns oder Leinenkläffens gar nicht. Die meisten Hunde bellen aus Unsicherheit. Grade ein Hund an der Leine, kann sich nicht so attikulieren, als wenn er ohne Leine läuft. Was hier auch wichtig zu betonen wäre, Hunde laufen nie frontal aufeiander zu, es sei denn sie vertrauen sich bereits sehr stark oder sind aus einem anderen Grund vertraut miteinander. Aber in der Regel laufen Hunde in einem Bogen zu ihrem Artgenossen.
    Dies ist auch dir zu empfehlen mit deinem Hund. Und wenn er bellt, dann arbeite an dem bellen und lasse ihn nicht auf Teufel komm raus dahin. Arbeite mit deinem Hund an diesem Problem, gib ihm Sicherheit, wenn er aus Unsicherheit bellen sollte. Es kann auch an anderen Sachen wie Beschützerinstinkt etc. liegen. Du musst auf deinen Hund und seine Körpersprache achten und dann wirst du ihn auch einschätzen können. Befasse dich mit diesem Thema und arbeite daran. Da rate ich dir zu einer Hundetrainerin zu gehen, die dir zeigt wie du auf deinen Hund zu achten hast etc.

    Dann hast du noch geschrieben, dass ihr noch zwei Katzen habt und euer Hund eigentlich ja nicht alleine wäre. Ein Hund und eine Katze sind zwei völlig unterschiedliche Tierarten. Sie akzeptieren sich, wenn sie es kennen aber die Katzen ersetzten euch nicht.

    Wenn du schreibst deine Nachbarin macht schon länger Ärger, vielleicht ist da ja auch mal etwas während eurer Abwesenheit vorgefallen und dein Hund hat nun Angst etc.

    Du siehst es kann sehr viele unterschiedliche Gründe haben. Ich kann dir nur raten, dir einen GUTEN Trainer oder Trainerin in deiner Nähe zu suchen, die euch bei eurem Problem hilft. Ich kann ja mal schauen ob eine Trainerin die mir bekannt ist bei euch in der Nähe wohnt.

    Zu den alles durchgehen lassen von deiner Frau: Ein Hund braucht klare Regeln, da kann man nicht einfach sagen heute so morgen so und übermorgen wieder ganz anders. Setzt euch hin und stellt klare Regeln auf, was ihr von eurem Hund wollt und was ihr nicht wollt und haltet euch daran. Sowas kann einen Hund sehr schnell unsicher machen.

    Ich sehe es immer wieder in Haushalten, das die Besitzer des Hundes sich nicht ganz einig sind und in der Erziehung nicht an einem Strang ziehen.

    Dann habe ich noch ein paar Fragen:
    Als ihr dort eingezogen seit, habt ihr ihn da sofort wieder alleine gelassen über solch einen langen Zeitraum?
    Habt ihr mal eventuell über einen Gassigänger oder Hundesitter nachgedacht? Den würde ich euch zum Wohle des Hundes empfehlen. Denn für einen Hund ist es nichts, wenn ihr so lange aus dem Haus seit.
    Wie verhaltet ihr euch, wenn ihr morgens das Haus verlasst?

    Ich könnte dir jetzt noch zich Fragen stellen, die alle ein Problem darstellen könnten. Doch es kann aus der Ferne nicht beurteilt werden. Auch wenn man den Leuten gern aus der Ferne Tipps geben möchte, es funktioniert einfach nicht. Deswegen würde ich euch dringend zu einer guten Trainerin raten. Wie gesagt ich schaue mal, wen ich aus eurer Ecke kenne und gebe dir die Adressen einmal durch.

    Wenn der Hund permanent bellt steht er auch unter Stress, was auf langer Sicht gesehen, gesundheitliche Probleme bereiten kann.

    LG
    Lisa

  • Hallo Amy,
    danke für deine umfangreiche Hilfestellung.
    Als erstes möchte ich sagen, dass ich auch für Kritik offen bin und somit Ansätze hab einiges zu verbessern um unseren Kleinen ein schönes Artgerechtes Leben zu ermöglichen. Deshalb würde ich auch nie böse darauf reagieren :smile:
    Doch jetzt möchte ich noch deine Antwort ich sag mal kommentieren.
    Als erstes, unser Caspar ist nicht kastriert und neulich ist er einer läufigen Hündin begegnet und er war total aus dem Häuschen, das war das erste Mal das er so ein Verhalten zeigte, mit gut 4 Jahren. Zu Hause hat er dann nur noch gewinselt und gejammert.
    Das Caspar 10 Std allein ist kommt eher selten vor, und ist also nicht die Regel. Im Normalfall sind es ca 7 Std, ich wiess das auch 7 Std eine lange Zeit sind, aber bisher machte dies keine Probleme.
    Beim Spazieren gehen würde ich ihn auch gern mal ohne Leine laufen lassen das er sich richtig auspowern kann, aber leider kann ich nicht garantieren dass er auch hört wenn er irgend etwas gesehen hat was sich bewegt.
    Dann kann er schon mal durch gehen. Da ist mir das Risiko einfach zu gross.
    Und auf Hundewiesen sind wir bisher nicht gegangen, weil er wirklich jeden anderen Hund ankläfft sobald er ihn sieht und kaum noch zu halten ist. Dabei spielt die Grösse keine Rolle.
    Deshalb hat er ja auch keinen guten Ruf bei uns im Viertel. Jeder andere denkt das er auch zubeissen.
    Das hat sich aber in den letzten Wochen ein wenig geändert, weil man endlich mal in Gespräch kam und die Hunde, eine alte Yorki Dame auch kennen lernen konnten. Und siehe das, sie verstanden sich und das Bild von Caspar, als "böser" Hund ändert sich langsam.
    Das ich jetzt nicht mehr die Strassenseite wechsele wenn ein anderer Hund vor uns ist wurde mir von einem älteren Mann vorgeschlagen, auch er hat einen Hund und rief mich zu sich und unser Kleiner wurde dann auch ganz friedlich als er bei dem fremden Hund war.
    Der Grund warum er so extrem bellt an der Leine könnte in seiner Kindheit liegen, da wurde er wohl mal von einem anderen gezwackt und seit dem ist es so schlimm. Das ist aber meiner Frau passiert und kann darüber keine genauere Auskunft geben.
    Nach dem Umzug waren wir noch gut einen Monat zu Hause und Caspar war nicht den ganzen Tag allein, das würde nach und nach gesteigert.
    Jetzt noch mal kurz zu unserer Übermieterin, meine Frau hat auch schon die Vermutung geäussert, dass die irgend etwas anstellt um ihn zum Bellen zu animieren, nur leider weiss ich nicht wie sie das anstellen könnte.
    Gestern als meine Frau nach Hause kam hat Caspar total eingeschüchtert und zitternd unterm Katzenkratzbaum gesessen und ist nicht wie sonst an die Tür zur Begrüssung gekommen. Das macht mir langsam echt Sorgen.
    Er ist auch sehr anhänglich und weicht kaum von userer Seite, das war schon immer so, aber irgendwie hab ich das Gefühl das dieses Verhalten sich verschlimmert.
    Zum Schluss noch, wenn wir das Haus verlassen bekommen unsere Tiere ihr Leckerchen wir gehen dann ohne grosses tamtam.
    Bisher haben sie dann alle gemeinsam aucf der Couch geschlafen während unserer Abwesenheit. Es ist nämlich auch schon vorgekommen da war der Kleine zu faul zum Aufstehen und hat nur "blöd" geguckt als wir in der Tür standen.
    Vielleicht konnte ich dir noch einen besseren Einblick in das Leben Caspars geben.
    Für weitere Lösungsansätze und Tips bin ich dir dankbar.

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