Wird er Leinenagrro?

  • Also Felix, Mischling, knapp über ein Jahr alt.
    In letzter Zeit bemerke ich folgendes:
    1) Wir müssen täglich an der Spielstraße vorbei, dort fahren Kinder immer auf diesen Mini-Plastik-Traktoren durch die Gegend. Felix LIEBT Kinder, aber diese Teile fand er immer seltsam, wollte schnell vorbei.. Heute hat er sie angebellt.
    2) Sein größter Erzfeind tickt immer am Zaun aus, wenn wir vorbeigehen. Dann bellt er manchmal zurück, meistens schaffen wir es aber ruhig vorbei zu kommen. Die letzten Tage hat Felix gebellt und gezogen, sogar wenn sein Feind im Haus war.
    3) Fahrradfahrer und Jogger sind ihm schnuppe, aber heute hat er auf eine Radfahrerin gebellt. Er hat sich zuerst total panisch umgedreht, was da denn kommt. Als sie so ca. 3m an uns vorbei war, hat er einen Wuff von sich gegeben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es an ihrem Dynamo lag, der war ziemlich laut und naja. Wie gesagt auch auf dem Feld sind Fahrradfahrer sonst egal.
    4) Auf LAUTE Mofas reagiert er auch mit Bellen, wenn ich aber kurz bevor der kommt ihn ins Fuß bringe und sage ja feeeeein bis das Mofa weg ist, ineressiert er sich nicht dafür.
    5) Gestern wurde der Nachbar im Dunkeln angebellt, als er den Müll rausgebracht hat.

    Das alles ist in den letzten ~7 Tagen passiert.

    Ich bin verwirrt, und weiß überhaupt nicht wie ich in solchen Situationen reagieren soll! Kann es sein, dass sich bei ihm eine Leinenaggression entwickelt? Wie verhalte ich mich in so ner Situation? Ignorieren, schmipfen, warten bis er aufhört?
    Bin euch mega dankbar für Tips ;)

  • Dein Rüde ist in der Pupertät und hat nochmal eine sogen. Unsicherheitsphase, das ist also relativ normal....


    Leine bleibt in solchen Situationen immer locker und so lang, wie möglich!
    Er soll sich nicht eingeengt fühlen und um für den "Angstfall" mehr freien "Spielraum" zu haben.
    Wenn du merkst, dass es ihm wieder unangenehm wird, bleibst du stehen, drehst langsam um und gehst zwei, drei Schritte zurück, drehst dich wieder in "Laufrichtung" und lässt ihn sitzen.
    Dann lässt du ihn erstmal schauen, was da "bedrohliches" ist, zwichendurch wieder ansprechen und für Blickkontakt loben.
    Er soll merken, dass das alles nicht schlimm ist und wenn er sich an dir orientiert, wird er belohnt.
    Sprich ihn in den Situationen an, bevor er anfängt zu bellen oder zu knurren und versuch ihn wieder auf dich zu konzentrieren.
    Du musst dich bei solchen Situationen langsam vorarbeiten......

    Diese Phase geht auch vorbei, viel Erfolg! =)

    P.S.: Bitte in solchen Situationen niemals schimpfen, das verstärkt die Angst dann nur noch!

  • Puh, jetzt bin ich aber erleichtert, dass es nur eine Phase ist (vermutlich) :tropf:
    Ich werde es dann so versuchen wie du meintest, danke. Hätte es auch einen Sinn, wenn ich zB näher zu den Kindern hingehe und ihn sitzen lasse und zuschauen lasse, wenn er ruhig ist gibts nen Keks? Vielleicht wirkt das ganze dann ncht zu bedrohlich für ihn?

  • Zitat

    Puh, jetzt bin ich aber erleichtert, dass es nur eine Phase ist (vermutlich) :tropf:
    Ich werde es dann so versuchen wie du meintest, danke. Hätte es auch einen Sinn, wenn ich zB näher zu den Kindern hingehe und ihn sitzen lasse und zuschauen lasse, wenn er ruhig ist gibts nen Keks? Vielleicht wirkt das ganze dann ncht zu bedrohlich für ihn?

    Ich würde erstmal nicht zu den Kindern gehen, sondern lieber das ruhige und entspannte Vorbeigehen trainieren, denn das soll ja später das Ziel sein. Er muss mit den Kindern keinen Kontakt aufnehmen, sondern er soll nur merken, dass das alles völlig normal ist.
    Alles ganz entspannt und locker.....
    Er soll sich auch nicht auf die Kinder konzentrieren, sondern auf dich, er soll sich an dir orientieren.
    Damit meine ich, wenn du zurück gegangen bist, dass der Hund nur kurz sitz, die Kinder anschaut, dann dich anschauen soll (dafür das Ansprechen), dann gibt es ein ruhiges Lob und du gehst weiter. Wenn er wieder anfängt zu starren, gibt es ein Nein, du drehst dich wieder um usw.
    Wichtig ist noch, dass du dich auch nicht auf die Kinder konzentrierst, sondern auf deinen Hund.
    Die Kinder und auch die anderen "bedrohlichen" Sachen sind völlig Nebensächlich. Manche lenken ihre Hunde auch mit einem Spielzeug ab und verknüpfen so die Situation positiv.

    Wenn du merkst, dass du nach ein paar Wochen nicht weiter kommst, dann bitte nicht weiter rumdocktern, sondern lieber mal einen Trainer mit draufschauen lassen. Sonst verfestigt sich dieses Verhalten noch und das wäre ganz schade, weil es dann um so schwerer wird.
    Man kann dir zwar Tipps geben, aber man sieht im Internet nicht, ob sich evtl. doch Fehler einschleichen. ;)

    Würde mich später über eine kleine Rückmeldung freuen, ob sich das Verhalten gebessert hat. =)

  • Vielen Dank für de Tipp! Ich werde es in der nächsten Situation genau so ausprobieren.
    Heute kam keine Situation vor, heute war er der Streber :lol: mal sehen was das Wochenende noch bringt, hoffentlich bleibt das Wetter gut, dann haben wir gute Situationen zum Üben, weil so viele Luete unterwegs sind.

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