Ursachenforschung anstatt Symptombehandlung...
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Hallo,
ich mal wieder. Ich hatte ja schon in anderen Threads über ein paar meiner Probleme berichtet... Zum Beispiel hier:
Alleinerziehende Hundemama: https://www.dogforum.de/ftopic121044.html
Alleinbleiben: https://www.dogforum.de/ftopic119809.html
Ständiges Fiepen: https://www.dogforum.de/ftopic119639.htmlDas wollte ich nur zur Übersicht mal erwähnen. Ich habe in den letzten Tagen viel im Dogforum gelesen und darüber nachgedacht. Deswegen möchte ich jetzt auf Ursachenforschung bei meiner Hündin und bei meinem Verhalten ihr gegenüber gehen. Damit ich in der Konsequenz Dinge verändern kann, um mir und meiner Hündin ein schöneres Leben zu ermöglichen.
Mir ist aufgefallen, dass sie sich in vielen Situationen schwer entspannen kann. Sie entspannt sich hauptsächlich nur, wenn wir bei mir daheim sind und ich ruhigen Aktivitäten nachgehe - zum Beispiel Dogforum lesen
Wenn ich aufstehe und aufräume, in der Küche rumwurschtele oder mich irgendwie bewege, schaut sie meistens auf. In die Küche kommt sie mir auch hinterher, könnt ja was geben. Wenn sie merkt, das nix weiter passiert legt sie sich auch wieder hin. Im Büro hebt sie jedes Mal den Kopf, wenn ich vorbei gehe - und das obwohl ich nicht direkt an ihr vorbei gehe, sondern in 5m Entfernung!In Situationen, in denen sie von anderen Menschen bemerkt wird ("Ohhhh, die ist aber süüüüß", oft reicht aber auch ein einfacher Blick zu ihr) dreht sie total hoch. Sie ist dann kaum noch zu bremsen. Vorhin waren wir im Hundegeschäft weil ich nach einem neuen Geschirr für sie schauen wollte. Annie hing nur in der Leine, zog nach Leibeskräften überall hin, vor allem weil die Verkäuferin dann auch noch auf uns zu kam. Ich hatte schon Mühe sie zu halten, an ein Gespräch war fast nicht zu denken. Als die Verkäuferin sich dann auch noch runter gebeugt hat zu ihr, hat sie sofort Pipi gemacht... Beschwichtigung, klar. Mir war das noch nicht mal peinlich, sie muss ja nicht ungefragt meinen Hund antatschen, dann muss sie halt auch das Pipi wegwischen!
Ich glaube ja, dass ich Führungsprobleme habe. Annie kontrolliert mich auch gern, deswegen befürchte ich, sie möchte auch Situationen mit fremden Menschen für mich klären, indem sie beschwichtigt, unter anderem durch extremes Spielverhalten. Dabei steht sie dann auch total unter Strom und hat höchstwahrscheinlich Stress. Ein in der Leine hängender Hund ist ja alles andere als entspannt. Führung von mir fehlt da wohl komplett.
Leider kenne ich kaum andere Hundehalter, und von Nicht-HH bekomme ich meistens die Antwort: Sie ist doch noch so jung, das gibt sich schon!
Ich frag mich aber, wie ein Hund, der ständig in der Leine hängt sobald ein anderer Mensch auftaucht, VON ALLEINE lernen soll, dass er das nicht tun soll? Genauso, wie soll sie von alleine lernen allein zu bleiben, wenn ich das nicht mit ihr übe? Wie soll sie lernen, dass sie sich auf mich verlassen kann, wenn ich ihr das nicht zeige? Klar wird der Hund irgendwann ruhiger... Wenn er 15 Jahre alt ist oder so...

Und jetzt frage ich mich einfach, wie ich für meinen Hund mehr Ruhe schaffen kann. Wie ich ihr helfen kann, sich in meiner Gegenwart zu entspannen, einfach weil Frauchen da ist und schon auf sie aufpasst.
Oder ist das blöd? Sie ist erst 5 Monate alt. Ist es da normal, dass sie so hibbelig ist?!

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9. November 2010 um 16:13
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Ursachenforschung anstatt Symptombehandlung... - Vor einem Moment
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Hi,
also auf "das gibt sich" würde ich mich nicht verlassen. Als erste Maßnahme würde ich an Deiner Stelle für Ruhe sorgen. Hat sie einen festen Platz? Wenn nein, würde ich ihr einen zuweisen, das kann eine Decke, ein Kissen etc sein und ich würde ihr beibringen, das sie dort liegen bleiben darf (und muß) bis man ihr erlaubt aufzustehen. Dort, auf ihrem Platz wird sie dann (hoffentlich) auch entspannen und zur Ruhe kommen können. Alternativ kann man am Anfang auch mit einem Kennel arbeiten, ich habe meinen Hund an die Box gewöhnt und dort konnte er dann innerhalb von kürzester Zeit runter fahren und ist eingeschlafen. Das war so, als würde er nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich die Tür zu machen, alle Verantwortung abgeben endlich mal entspannen.
Was machst Du denn an "Programm" mit ihr? Kann es sein, dass evtl auch überfordert ist und deshalb nicht runterkommt? Ich möchte Dir nichts unterstellen, aber ist es möglich, dass sich Dein Leben fast nur noch um Deinen Hund dreht? (Ich kenne das aus eigener Erfahrung und das soll kein Angriff sein). Dass Deine Hündin auch sehr oft im Mittelpunkt steht bei Dir? Wie oft gehst Du zu ihr hin, wenn sie irgendwo liegt, um Kontakt zu ihr aufzunehmen, wie oft kommt sie zu Dir, um Streicheleinheiten etc einzufordern? Vllt hilft es schon, wenn Du sie etwas aus dem Mittelpunkt zur Seite schiebst - bildlich gesprochen? Dich nicht so viel um sie bemühst, nicht mehr auf jede Forderung ihrerseits eingehst? Dich einfach auch mal um Dich "kümmerst", obwohl Hundi mit großen Augen vor Dir steht?
Wie gesagt, ich kenne Euer Zusammenleben nicht, aber das sind so Dinge, die mir so spontan einfallen. Dein Hund ist noch sehr jung, wenn Du jetzt anfängst, Euer Leben in die richtige Bahn zu lenken, sollte es noch nicht so schwer werden.LG Kerstin
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Für 5 Monate ist es normal, aber das heißt nicht, dass du ihn nicht dahingehend erziehen kannst/musst, dass er ruhig bleibt, bzw. sich beruhigt, wenn du es verlangst.
Ich kann nur schreiben, wie ich es machen würde (das klingt aber irgendwie immer so brutal).
Ich würde ihr ganz klare Grenzen setzen, und Regeln aufzeigen, an die sie sich zu halten hat, und die ich auch konsequent durchsetze.
Die Betreuungshunde hier und die Hunde von Bekannten sind ähnlich drauf.
Fehler die die Halter machen: sie bestätigen das 'hibbelige' Verhalten andauernd. Am anschaulichsten wird es, wenn der Hund alleine war, und die Besitzer nach Hause kommen.
Z.B.
° wenn Hund ankommt, mit der Schnauze die Hand anstupst, und dann, wie automatisiert, das Köpfchen getätschelt wird.
° Hund tobt bei der Begrüßung auf seinen Menschen zu, springt ihn an - und was macht Mensch? Breitet seine Arme einladend aus, lacht, "ja jaa, Schnuffel, jaaah, feinifein, freust du dich, ja ich mich auch"
° Hund 'pumpt', hechelt, fiept - wird vom Besitzer auf seinen Platz geschickt oder auf nen bestimmten Sessel - und pumpt dort weiter. Halt nur sitzend. Und wird während des pumpens gekrault und es wird gutmütig mit ihm gesprochen.
° Ich sage: der Hund hat Stress beim alleinesein. Besitzer: "Wüso, er macht doch nichts kaputt, und bellt auch nicht. Er kann alleine sein, er kennt das ja!"
° Hund schnappt vor lauter Stress in die Finger - statt es als ernstzunehmendes Problem gesehen wird, wird ihm einfach das Maul gestopft. Mit nem süüßen Teddy. Ach wie niedlich. "Das stand so in nem Buch drin, das man das so machen soll. :mocken: "
° Hund läuft hin und her und hin und her, umkreist die Besitzer, wild hechelnd, ruhelos, rastlos. Besitzer beugt sich leicht vor, spricht den Hund in jammerndem Tonfall an (seiner Meinung nach drohend), und nach ca. 5 Minuten setzt sich Hund auch mal hin (denn das ist das einzige, das er kennt).
° Oder: Hund springt wie wild am Besitzer rum, dieser spielt 'Baum', ignoriert 'fachgerecht' seinen treuen Begleiter, und der springt munter weiter, 15 unglaubliche Minuten lang.usw. usf.
Vielleicht findest du da einige Parrallelen.
Was ich machen würde:
Ich würde sie in solchen Momenten stark in ihrer Bewegung einschränken, und einfach festhalten, ohne weiter auf sie einzugehen.
Außerdem das 'wegschicken' üben.
Auch nicht mehr das hinterherdackeln zulassen, da knallhart wegjagen.
Viel Impulskontrolltraining machen, z.B. vorm Fressnapf oder mipm Ball.
Zerrspiele rechtzeitig selber (konsequent) beenden, nicht erst aufhören, wenn Welpi sowieso müde ist.
Zu Hause Privilegien stark einschränken, z.B. nicht auf Couch oder Bett. Dafür draußen umso mehr Freiheiten lassen (dafür ist natürlich Straßensicherheitstraining und zuverlässiges Rückrufkommando unerlässlich).
Spielzeug nicht rumliegen lassen. Und was ich ganz wichtig finde, da kommt es aber immer auf die Situation an und auf die Person:
Wenn dein Hund jemanden wild begrüßt, und derjenige animiert ihn, und dann nach einer gewissen Zeit soll Schluss sein, dann rufe deinen Hund nicht vergebens, sondern geh hin, leine ihn an, und gehe weg. Wenn du das von vorneherein nicht willst, dann sage es der Person, dass sie das zu unterlassen hat!
Dass sie in der Leine hängt, wenn ihr einen bekannten Menschen trefft, - gut, das liegt dann an dir.
Es ist wie bei Hundebegegnungen, lässt du den Hund hinziehen, wird er darin bestärkt, und zeigt dieses Verhalten vermehrt.
Meistens liegt es einfach an falsch verstandener Höflichkeit dem anderen Menschen gegenüber. Einem wird ja immer und überall beigebracht: Erst wird der Mensch begrüßt, dann kommt der Hund zum Zuge. Das funktioniert aber nicht, wenn es dem Hund noch nicht beigebracht wurde. Da MUSS halt sich erst um den Hund gekümmert werden, so unhöflich das auch ist. Ich würde schlicht und ergreifend in den Hund reinlaufen, ihn in seine Schranken weisen, sitzen lassen, Leine fallen lassen, "Bleib", ohne Hund rübergehen und Hand schütteln, wieder zurück zum Hund, Leckerli rein (nur wenn es geht, und er nicht zu angespannt ist), ableinen und "Lauf". Ferddich. Und schon wieder Impulskontrolle.
Edit: Was vielleicht auch noch ganz hilfreich sein kann (ist mir grad aufgefallen), um dem Hund ne 'klare Linie' zu geben, auch wenns unwichtig klingt, ist:
Das "Fein!" nicht als Abbruch oder Beendigung der Übung (z.B. auf Abstand schicken, oder auf den Platz schicken) zu benutzen. Akzeptiere nicht, dass Hund bei Lob freudig wedelnd auf dich zukommt, obwohl er z.B. irgendwo "bleiben" sollte. Also: Führe Aufhebungskommandos ein. Z.B. wenn er loslaufen darf: "Lauf!", wenn er fressen darf "Nimm!", wenn er das Spielzeug holen darf "Bring!", wenn er das 'Platz' auflösen darf "Frei!". o.ä.Klingt viel für einen Welpen, aber nach und nach muss man ja damit anfangen.
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Ich beantworte jetzt einfach mal Stück für Stück:
@SlyJeanny
Zitat... und ich würde ihr beibringen, das sie dort liegen bleiben darf (und muß) bis man ihr erlaubt aufzustehen.
Und wie mache ich das?
Sie hat einen festen Platz, den nutzt sie aber nur, um Beute drauf zu tragen, also Spielzeug etc. Schlafen tut sie dort nicht, dazu legt sie sich immer irgendwo im Raum hin, wo es ihr gerade passt. Sie immer auf ihren Platz zu schicken hab ich auch schon probiert, das hakt aber an ein paar Stellen. Wenn sie müde ist und sich irgendwo hinlegt, hab ich sie auf ihre Decke geschickt. Da geht sie dann auch hin, steht aber kurz später wieder auf und legt sich wieder mitten in den Raum. Das Kommando "Bleib" ist leider noch nicht so weit gefestigt. Nach dem dritten, vierten Mal auf ihren Platz schicken hebt sie nur noch den Kopf und schaut mich an, als wollte sie sagen "Hey Alte, hab keinen Bock, ich bleib liegen". Was dann? Versuche ich sie "körperlich", also durch sanftes Schubsen oder Ziehen, dann auf ihren Platz zu befördern, fängt sie an nach mir zu schnappen. Manchmal rennt sie auch so schnell wie möglich vor mir weg. Locken mit Engelszungen ist ihr völlig wurscht. Nehm ich sie an eine Leine, muss ich sie auch auf ihren Platz ziehen, das ist also auch nicht gewaltfrei. Wenn ich sie auf ihrem Platz anbinde, dann legt sie sich nicht auf ihre Decke, sondern mindestens daneben, und zwar mit gestraffter Leine. Sie geht also, so weit die Leine reicht, und legt sich dann dort hin. (Das hat sie im Büro auch in der ersten Zeit gemacht, sah immer ganz gruselig aus, wie der Hund immer mit gestraffter Leine da lag. Dabei ist es ja ihr überlassen, sie könnte einfach zwei Schritte zurück gehen, dann wäre die Leine nicht mehr straff! Inzwischen macht sie das nicht mehr oder nur noch selten. Hat aber auch mehrere Wochen gedauert.)
ZitatWas machst Du denn an "Programm" mit ihr? Kann es sein, dass evtl auch überfordert ist und deshalb nicht runterkommt?
In letzter Zeit war sie glaube ich eher unterfordert. Wir waren am Sonntag und heute eine Stunde spazieren, da durfte sie auch frei rumtoben. Danach hat sie auch ne ganze Weile geschlafen. Die Tage davor war das Programm eher mau: Den Tag über im Büro und abends ne Gassirunde, daheim spielen, bisschen clickern. Ich musste viel arbeiten und bin zusätzlich noch krank, ich schaffs gar nicht so viel mit ihr zu machen.
ZitatIch möchte Dir nichts unterstellen, aber ist es möglich, dass sich Dein Leben fast nur noch um Deinen Hund dreht?
Dass Deine Hündin auch sehr oft im Mittelpunkt steht bei Dir?Oh ja. Mit Sicherheit. Wie gesagt: Alleinerziehend, Single-Haushalt und berufstätig. Der Hund bekommt nicht dauernd Beachtung, bei der Arbeit geht das gar nicht. Wenn ich daheim bin, sieht das schon anders aus. Ich wohne auf 40qm, ist also nicht sehr groß bei mir, da fällt der Blick automatisch oft zum Hund. Vor allem wenn sie dann noch spielt
Ich glaube du hast durchaus recht, dass ich sie da viel zu sehr beachte.Ich werde mal probieren, sie verstärkt daheim zu ignorieren. Der Hund wird ja keinen bleibenden Schaden kriegen, wenn ich sie mal 2 Tage nicht anschaue und nicht streichele, oder?
ZitatVielleicht findest du da einige Parrallelen.
Nö.
ZitatIch würde sie in solchen Momenten stark in ihrer Bewegung einschränken, und einfach festhalten, ohne weiter auf sie einzugehen.
Was mach ich, wenn sie nach mir schnappt, wenn ich sie festhalte? Sie ist da ein bisschen empfindlich, vor allem, wenn sie aufgedreht ist, und schnappt dann immer wild um sich. Nicht gefährlich, sie zeigt aber deutlich, dass das Festgehalten werden ihr gerade gar nicht passt. Ich glaube auch nicht, dass sie in der Situation auf ein Nein hören würde. Find ich aber ansonsten eine gute Idee und werd das mal ausprobieren.
ZitatIch würde schlicht und ergreifend in den Hund reinlaufen, ihn in seine Schranken weisen, sitzen lassen, Leine fallen lassen, "Bleib", ohne Hund rübergehen und Hand schütteln, wieder zurück zum Hund, Leckerli rein (nur wenn es geht, und er nicht zu angespannt ist), ableinen und "Lauf". Ferddich.
Hmmm. Wie soll ich in meinen Hund reinlaufen, der nach vorne zieht? Wie sieht das in der Praxis aus?
Die restlichen Schritte sind einfach noch zuviel für uns. Sie kann schon zuverlässig Sitz, allerdings nicht in Situationen, wo sie so angespannt ist. Da hört sie mich ja gar nicht. Und bleiben würde sie erst recht nicht
Das liegt aber daran, dass das Kommando noch nicht gefestigt ist. Von daher sind alle weiteren Schritte für uns hinfällig - da mal hinzukommen, dass das so funktioniert, wär mein Traum.Viel Impulskontrolle und Abbruchkommandos - werd ich mir merken. Impulskontrolle machen wir schon an vielen Stellen. Zum Beispiel werfe ich ein Leckerchen auf den Boden und sie darf es erst nehmen, wenn sie "gefragt" hat und ich es ihr auch erlaubt habe. Das klappt sogar draußen schon ganz gut. In dem Stil werden wir wohl weiter üben...
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Also, ich würde sie auf ihrem Platz dann wirklich anbinden. Sie wird merken bzw hat ja schon gemerkt, dass es unangenehm ist, wenn die leine straff ist. Ansonsten würde ich es wirklich mit einer Box probieren. Wenn sie versucht zu schnappen, wenn Du sie festhälst, würde ich sie trotzdem festhalten, wenn das noch geht.
Ganz ehrlich: Wenn ich Du wäre würde ich mir einen guten Trainer suchen. Noch sind Deine Probleme "überschaubar", Dein Hund ist noch jung, jetzt in die richtigen Bahnen gelenkt, ist es deutlich weniger Arbeit als in ein paar Monaten.
Was Alina gesagt find ich auch richtig: Deinem Hund Grenzen setzen. Das ist nicht immer nett, aber notwendig und sollte nicht mit Gewalt gleichgesetzt werden! -
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Ich bin momentan in einer guten Hundeschule. Dort werde ich mal die Trainer fragen, ob einer mal Zeit hat, sich meine Probleme anzuhören und mit mir darüber zu sprechen. Sollte das nicht möglich sein, kann ich mir das Geld für die Hundeschule auch sparen und in einen Trainer investieren, der sich mit mir und meinem Hund befasst, statt Gruppenstunden zu nehmen

Dann reichts zwar vielleicht nur für eine Trainerstunde im Monat, statt vier Gruppenstunden in der Hundeschule, stelle ich mir dann aber effektiver vor...Übrigens setze ich gerade wieder durch, dass sie auf ihrer Decke bleibt
Klappt auch besser als beim letzten Versuch!Ich denke auch, dass unsere Probleme noch überschaubar sind und lösbar... Ich suche ja nur nach dem richtigen Weg und dafür brauche ich Anregungen!

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Ich wollte Dir jetzt auch keinen Vorwurf machen! Wie schon gesagt, ich würde versuchen Ruhe reinzubringen und Grenzen zu setzen, ein bißchen Frust muß jeder Hund aushalten können, auch schon mit 5 Monaten. Dann würde ich auch versuchen, meinen Hund nicht so in den Mittelpunkt zu stellen, sondern mich! Also, wenn ich z.B. lese, dann lese ich und streichele nicht meinen Hund nebenbei, der mich auffordernd anstupst oder, wenn ich koche und Hund sitzt mit erwartungsvollen Augen ständig im Weg, dann lauf ich ihn auch mal über den Haufen.
Ich weiß, wie schwer das sein kann, dem Hund mal weniger Aufmerksamkeit zu schenken und mehr bei sich zu sein und mein Ding zu machen.
Btw: Ich bin auch alleinerziehungsverurteilte Hunde"mama", gehe Vollzeit arbeiten (Hundi ist ab Mittags aber betreut) und hab oft das mega schlechte Gewissen und lass dann auch mal zuviel "durchgehen", aber es rächt sich bei uns recht schnell. Das ist aber menschlich. -
Ich hab das nicht als Vorwurf aufgefasst, ehrlich
Das waren eher meine Gedankengänge 
Ohhh, ich bin immer wieder erleichtert auch mal andere alleinerziehende Hundemamis zu treffen! Ich glaube, dass du völlig Recht hast und die Kleine einfach zu viel Aufmerksamkeit bekommt, sobald wir zuhause sind. Da spielt dann halt noch das schlechte Gewissen mit rein, dass ich während der Arbeit nicht für sie da sein kann, sie darf ja auch nicht unter meinem Schreibtisch liegen und dann fiept sie so oft... Daheim bekommt sie dann viel zu viel Beachtung. Heute hab ich sie mal ignoriert, kaum dass wir daheim waren. Ich dachte ja, dass sie eigentlich nie zu mir ankommt und fordert - aber nach 10 Minuten Ignorieren stand sie schon da und wollte gestreichelt und beachtet werden! Hab ich natürlich nicht gemacht, sondern weiter ignoriert. Jetzt liegt sie halb auf, halb neben ihrer Decke und pennt.
Achja, übern Haufen gerannt hab ich sie auch schon mal. Da war sie ganz schön perplex. Seitdem hüpft sie mir immer ganz schnell aus dem Weg

Und für die nächsten Tage heißt es dann: Viel Ruhe, Grenzen durchsetzen und weniger Beachtung fürs Hundi.
Edit: Annie stellt sich auch mal vor!
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Auch, wenn die "Methoden" hier kontrovers diskutiert werden, würde ich Dir dieses Buch
ans herz legen. Es ist kein Erziehungsbuch nach dem Motto: Hier ein bißchen rucken, da ein bißchen Schubsen, zwischendurch einen Keks oder ein Stück Wurst geben, sondern berschreibt auf sehr anschauliche Weise unser -manchmal schwieriges- Zusammenleben mit unseren Hunden. Gerade für Welpenbesitzer finde ich es sehr gut! -
Das wäre letztens schonmal fast auf meinem Amazon-Wunschzettel gelandet! Ich war schon kurz davor, es zu bestellen! - Vor einem Moment
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