Zweifelt mein Hund an meinen Führungsqualitäten?
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Hallo,
ich habe eine 3-jährige, kastrierte Hündin, die seit Welpenalter bei uns wohnt. Es handelt sich um einen Cocker-Mix (genau wissen wir nicht was drin steckt, beide Eltern waren Mischlinge).
Ich würde schon behaupten, dass sie gut erzogen ist, trotz allem aber sehr frech hin und wieder.
Wir achten wirklich sehr genau darauf, dass sie sich uns (wie man immer so schön sagt) unterordnen muss z.b. Liegestellen nicht an wichtigen Plätzen, auf Spiel- oder Streichelanforderungen nicht eingehen usw. Die meiste Aufmerksamkeit bekommen unsere Hunde draußen. Drinnen passiert nicht viel. Die Leinenführigkeit ist eigentlich auch ok. Futter muss erarbeitet werden (durch z.B. Tricks oder Dummyarbeit).Wenn ich aber mit ihr bei uns direkt vor der Haustür spazieren gehe und nicht z.B in den Wald oder so fahre, wird Emma zum absoluten Tyrann. Dann hechelt sie, zieht an der Leine, bellt alles und jeden an. Ich drehe mich dann immer wieder um, solange bis sie vernünftig und hinter mir an der Leine läuft. Bevor ich nach draußen gehe, "checke" ich übrigens erst die Lage bevor die Hunde an die Haustür dürfen.
Das Verhalten zeigt sie übrigens erst so seit einem 3/4 Jahr. Genau kann ich es mehr sagen. Ich habe auch das Gefühl, dass es in der Dunkelheit noch extremer ist. Leider haben wir bislang die ursache und somit auch noch keine Lösung gefunden.
Im Übrigen haben wir noch eine 2. Hündin. Die zeigt dieses Verhalten nicht.
Ist sie so stark territorial veranlagt? Oder ist es einfach nur Unsicherheit und Angst? Traut sie mir (oder meinen Mann) die Rudelführung nicht zu?
Was machen wir falsch?Ich würde mich sehr über Tipps von euch freuen!
VG,
Silvia - Vor einem Moment
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Hi,
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Hallo,
na ja, draußen vor der Tür gibt es auch mehr Objekte, die sie verbellen kann als im Wald.
Sie verbellt alles und jeden.
Hunde, Menschen und Gegenstände?
Wie groß ist der Abstand, aus dem sie verbellt?
Was mir jetzt spontan auffällt, dass du erst handelst, wenn sie schon längst agiert.
Jede Aktion (Verbellen) und eine Handlung deinerseits in der Situation (Ansprache negativ/positiv), ist Bestätigung für den Hund.
Ob sie nun territorial motiviert oder einfach unsicher ist, kann man von hier aus kaum beurteilen.
Definitiv hat ihr Verhalten einen Grund, aus hündischer Sicht besteht Handlungsbedarf, welchen sie in die Hand nimmt.
Hecheln, ziehen und verbellen deutet schon ein wenig auf Stress durch Unsicherheit hin.
Auf jeden Fall handelt ihr zu spät, denn der Richtungswechsel hat im letzten 3/4 Jahr keine Besserung gebracht.
Um auf deine Frage zurückzukommen:
Die "Rudelführung" wird sie insgesamt betrachtet nicht anzweifeln, aber in den von dir beschriebenen Situationen, ich wiederhole mich, handelt sie eigenständig, weil der Hündin, aus ihrer Sicht, nichts anderes übrig bleibt.
Das war nun erst mal allgemein.Beschreibe diese Situationen bitte mal ganz genau.
Was und wen verbellt sie?
In welcher Distanz?
Wie verhält sie sich allgemein fremden Hunden und Menschen gegenüber?
Draußen und auch bei euch zu Hause!?Gruß
Leo -
Also wir haben nicht regungslos daneben gestanden in den letzen Monaten, sondern auch einiges probiert z.B. einer ist (ohne Hund natürlich) zum fremden Hund gegangen, um ihr zu zeigen dass dieser harmlos ist; Verhalten völlig ignoriert, sie an die andere Seite nehmen, frühseitige Ablenkung mit Futter oder Spielzeug (funktioniert leider gar nicht)..
Sie bellt hauptsächlich fremde Hunde an. Bei Bekannten Hunden freut sie sich eher. Wir haben z.b. einen Hund in der Nachbarschaft, den sie nicht mag. Der läuft morgens immer vor uns an unserem Haus vorbei. Emma hat dann immer sofort die Nase auf dem Boden und verfolgt die Spur wie eine Irre. Das unterbreche ich aber immer sofort.
Dann wird da noch eine Katze angebellt, die morgens ständig unterwegs ist.
Bei Menschen ist es recht unterschiedlich. Mal so, mal so, aber nur Männer! Da konnte ich bislang noch keine Parallelen zwischen den Menschen rausfinden.Bei der Distanz würde ich so 20 m schätzen.
Ich denke auch, dass es Unsicherheit bei ihr ist.
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Zitat
Also wir haben nicht regungslos daneben gestanden
Das glaube ich doch
Im ersten Beitrag klang es so, als würdet ihr zu spät reagieren, aber ihr habt ja schon Versuche gestartet, indem ihr versucht habt, sie vorher umzulenken. Wie lange habt ihr das durchgezogen?Zur Unsicherheit gegenüber Menschen empfehle ich euch dieses Buch, es ist in vielen Unsicherheitssituationen anwendbar, was darin empfohlen wird.
Zitatz.B. einer ist (ohne Hund natürlich) zum fremden Hund gegangen, um ihr zu zeigen dass dieser harmlos ist;
Auch wenn ihr den Hund harmlos findet, muss eure Hündin das nicht auch so empfinden...
Habt ihr schon mal über einen guten Hundetrainer in Einzelstunden nachgedacht?
Das solltet ihr in den Angriff nehmen.
Hier ein paar Empfehlungen:http://www.ibh-hundeschulen.de/hundeschulen/deutschland.html#c204
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