Alleinebleiben und Bellen
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Hallo allerseits,
ich weiß, zu den Themen gibt es schon zig Beiträge, aber irgendwie ist doch jeder Fall individuell...
Erstmal zu Rudi:
Ich hab ihn erst seit gut ner Woche von einer Familie übernommen, die ihn schnell abgeben musste. Er ist ein 2 1/2-jähriger Chihuahua-Mix und eigentlich sehr lieb, gehorsam und lernfähig.Und nun zu den Problemen:
1) Er kann absolut er noch nicht alleine bleinen. Nicht mal ne Minute ohne fiepsen. Und auch bei anderen (z.B. meiner Mitbewohnerin und meinem Freund, die er beide auch schon gut kennt) bleibt er sehr ungern ohne mich. Aber leider lässt sich das nicht immer vermeiden, wenn man schnell zum Arzt muss oder was zu essen kaufen will...
Klar, ich weiß, er hat momentan sicher noch große Verlusängse und muss sich erst an die neue Situation gewöhnen, aber ich will möglichst keine Fehler bei der Eingewöhnung machen.
Deswegen würde ich gerne von euch wissen, wie ihr das "Alleinebleiben-Training" staffeln würdet.
Ich bisher jetzt mit 1 Minute angefangen - dann belohnt - nochmal raus, für ne Minute - wieder rein - nochmal raus, 2 Minuten.
Wie oft am Tag würdet ihr das üben und in welchem Maße steigern?2) Er bellt. Und das nicht nur bei mir zuhause wenns klingelt (dann schick ich ihn auf seinen Platz und ignoriere ihn so gut es geht, aber so richtig fruchtet das auch noch nicht), sondern auch wenn wir woanders sind (z.B. neulich zu Besuch bei nem Freund) und jemand Neues in Zimmer kommt oder ich jemanden auf der Straße treffe und mich unterhalte. Und dann auch nicht nur 2, 3 Mal sondern gleich minutenlang. Das sollte mich nicht aus der Bahn bringen, aber es ist verdammt schwer, das Ignorieren durchzuziehen, wenn "Unwissende" dabei sind und von dir erwarten, dass du den Hund zur Ruhe bringst bzw. es selbst mit "Psssst" etc. versuchen, was alles noch schlimmer macht.
Habt ihr Vorschläge, wie man ihm das effektiver abgewöhnen kann? Mit dem Kommando "Still" oder so?Vielen Dank und viele Grüße,
Miriam -
8. Oktober 2010 um 09:23
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Hi Miriam,
weißt du denn, warum die Familie den Hund schnell abgeben musste?
Weißt du etwas über sein bisheriges Leben?Erst einmal ist hier Geduld gefragt. Für den Hund ist alles neu, und eine Woche ist ja nix.
Wichtig ist zu Beginn erstmal eine Bindung zu dem kleinen aufzubauen und ihm Sicherheit zu geben.
Hat er denn einen festen Platz, wo der Hund sich wohl fühlt und sich zurück ziehen kann?
Zum Training:
Läuft er dir / euch auch in der Wohnung hinterher?
Ansonsten ist dein Ansatz schon sehr gut. Wenn du den Raum verlässt und du einschätzen kannst, wie lange er alleine bleiben kann ohne zu fiepen, dann kehre immer rechtzeitig zurück.Allerdings würde ich ihn nicht jedesmal loben, wenn du wieder kommst, sondern er soll lernen, dass es ganz normal ist, wenn du mal für ein paar Minuten den Raum wechselst und dann wieder kommst.
Wenn du den Raum, in dem dein Hund liegt wieder betrittst, würde ich ihn erstmal gar nicht viel beachten. Mache irgendwas, Räum irgendwas auf usw. Nach 1 oder 2 Minuten gehst du dann zu ihm, vorausgesetzt er bleibt ruhig am Platz liegen und lobst ihn mit sanfter Stimme und ein paar Streicheleinheiten.
Läuft er dir permanent nach, bitte Konsequent auf seinen Platz verweißen.Verweilt er dort brav wird gelobt.
Du kannst die Intensität langsam steigern, wenn du das Gefühl hast, er schafft das immer länger.
Zum bellen:
Also das Bellen kann aus verschiedenen Gründen sein. Beim Spazierengehen, wenn du dich unterhälst tippe ich einfach auf Frustration das es nicht weiter geht. Er will Aufmerksamkeit.Ich denke in ein paar Wochen konsequenten Trainings wirst du bereits tolle Erfolge haben.
Viel Erfolg
LG Andi
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Danke für die schnelle Antwort.
Also viel weiß ich nicht. Seine bishere Familie musste ihn abgeben, weil nun wieder bei berufstätig sind und außerdem noch zwei kleine Kinder haben. Also ein Zeitproblem. Laut ihrer Angaben konnte Rudi bei ihnen gut alleine bleiben und hat auch nicht übermäßig gebellt.
Und ja, er hat 2 Plätze in der Wohnung, wo seine Decken liegen, eine in meinem Zimmer und eine in der Küche. Die nutz er auch. Ich hab außerdem noch eine Box bestellt, als Rückzugsort, aber sie ist noch nicht angekommen.
Am Anfang wäre er mir am Liebsten sogar in die Dusche gefolgt, mittlerweile akzeptiert er es, dass ich auch die Badtür vor ihm schließe, aber wirklich entspannt ist er dabei nicht.
Und wie lange, meinst du, kann es dauern, bis er sich richtig eingewöhnt hat? Klar kann man das nicht generalisieren, aber Tage - Wochen - Monate??
Und wie oft würdest du täglich hintereinander üben?
Und ob das Bellen mit Frustration zusammenhängt, kann ich mir nicht so ganz vorstellen. Teilweise bellt er auch irgendwelche Leute (aber nicht alle, nur einige) an, die auf der Straße vorbeilaufen. Bisher konnte ich noch keinen Zusammenhang herstellen, was ihn in dem Moment nicht passt...
LG, Miriam
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Meine Hündin hat ja auch extreme Trennungsängste und kann auch mit 10 Monaten immer noch nicht richtig alleine bleiben, ohne zu bellen. Wir arbeiten jetzt nach dem Buch "Alleine bleiben" von Christiane Wergowski und ganz langsam stellen sich erste Erfolge ein :) Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen.. dort wird zwar auch kein Patentrezept gegeben, aber es werden viele einzelne Bausteine genannt, die man trainieren kann und die im Gesamten dazu beitragen sollen, dass der Hund weniger Stress beim Alleinebleiben hat.
Wenn dein Hund fiept, ist eine Minute Training noch zu lang. Ich habe anfangs so geübt, dass ich rausgegangen und sofort wieder reingekommen bin.. und das Ganze haben wir dann sekundenweise ausgedehnt, bis irgendwann eine Minute klappte, dann 2 Minuten, dann 5, etc. Im Moment sind wir auf diese Weise bei 10 Minuten angekommen
Wichtig war auch, die Aufbruchsignale (Schlüssel nehmen, Schuhe und Jacke anziehen, Tasche packen) über den Tag verteilt immer mal wieder zu trainieren OHNE die Wohnung zu verlassen. Anfangs hat sie das alles schon sehr in Aufregung versetzt, inzwischen interessiert es sie nicht mehr.Ich wünsch dir viel Spaß mit dem Kleinen und viel Erfolg beim Training :)
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ZitatAlles anzeigen
Danke für die schnelle Antwort.
Also viel weiß ich nicht. Seine bishere Familie musste ihn abgeben, weil nun wieder bei berufstätig sind und außerdem noch zwei kleine Kinder haben. Also ein Zeitproblem. Laut ihrer Angaben konnte Rudi bei ihnen gut alleine bleiben und hat auch nicht übermäßig gebellt.
Und ja, er hat 2 Plätze in der Wohnung, wo seine Decken liegen, eine in meinem Zimmer und eine in der Küche. Die nutz er auch. Ich hab außerdem noch eine Box bestellt, als Rückzugsort, aber sie ist noch nicht angekommen.
Am Anfang wäre er mir am Liebsten sogar in die Dusche gefolgt, mittlerweile akzeptiert er es, dass ich auch die Badtür vor ihm schließe, aber wirklich entspannt ist er dabei nicht.
Und wie lange, meinst du, kann es dauern, bis er sich richtig eingewöhnt hat? Klar kann man das nicht generalisieren, aber Tage - Wochen - Monate??
Und wie oft würdest du täglich hintereinander üben?
Und ob das Bellen mit Frustration zusammenhängt, kann ich mir nicht so ganz vorstellen. Teilweise bellt er auch irgendwelche Leute (aber nicht alle, nur einige) an, die auf der Straße vorbeilaufen. Bisher konnte ich noch keinen Zusammenhang herstellen, was ihn in dem Moment nicht passt...
LG, Miriam
Also ich würde es oft am Tag üben, eine genaue Zahl kann ich dir nicht benennen, je mehr du übst, desto schneller kommst du zum Erfolg.
Erstmal ist es wichtig, das er dir nicht überall hin folgt, damit musst du anfangen. Bei mir und meiner Hündin war das anfangs auch so. Ich hab sie 50 mal hintereinander auf ihren Platz verwiesen ohne Wenn und Aber.
Es ist nervig, Kostet viel Zeit und Nerven, aber das Training lohnt.
Wie lange es dauert kann ich dir auch nicht sagen, das hängt vom Training, von deinem Einfühlungsvermögen und auch vom Hund ab.
Manche Hunde lernen es schneller, manche bleiben ihr ganzes Leben lang nicht gerne alleine. Das findest du schon raus mit der Zeit.
Was auch hilft wenn du mal die Wohnung verlässt:
- Niemals fluchtartig die Wohnung verlassen, d.h. ganz ruhig und entspannt dem Hund das Gefühl vermitteln, du kommst wieder. Manchmal hilft auch ein Ritual beim Abschied (Z.B. Ein kurzer Satz: So bis gleich meine süße o.ä.)
- Keine Abschieds- und Begrüßungszeremonien, d.h. den Hund nicht betüteln, wenn du weg gehst, sondern schon ein paar Minuten vorher ignorieren d.h. nicht ansprechen, nicht angucken usw. Beim Begrüßen dasselbe, warte bis der Hund sich beruhigt hat, begrüße ihn erst dann, aber auch nicht total überschwenglich, sondern eher ruhig und gelassen.Es gibt nicht DIE METHODE, man muss eben auch ein gutes Gefühl entwickeln mit der Zeit.
Es hilft z.B. auch, wenn man weiß man muss die Wohnung verlassen, vorher mit dem Hund raus zu gehen, ihn zu beschäftigen. Spielt mit ihm, lastet ihn aus.
Auf das Bellen gehe ich nicht weiter ein, dazu kann ich nicht viel sagen:
Wenn ihr in ein paar Wochen, so 6-8 Wochen noch keine Erfolge verbuchen könnt, würde ich dir einen Trainer empfehlen, der sich die ganze Sache mal vor-Ort anschaut.
LG Andi

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Hey!
Vielen Dank für die guten Tipps!
Werds jetzt mal 3 Mal täglich nach den großen Spaziergängen (damit er schön ausgelastet ist) immer ein paar Mal üben!
In der Wohnung seh ich sogar schon Fortschritte!
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