"zu" große Freude bei der Heimkehr - und weiteres

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  • Hallo zusammen!

    Ich versuche zusammenhängend zu schreiben, da ich gerade auf der Arbeit bin und ab und zu mal den Bildschirm wechsel sollte ;). Also nicht böse sein wenn es vllt ab und an mal wirr zugeht...

    Kurz zur Vorgeschichte meiner Hündin:

    Wir (mein Freund und ich) haben unsere jetzt ca 3 Jahre alte Mischlingshünding aus dem Tierheim Reutlingen November 2008 geholt. Sie war ein absoluter Angsthund, total unterwürfig und sichtlich unterernährt. Wir haben sie aufgepeppelt und ihr die größten Ängste genommen. Mittlerweile ist sie eine aufgeweckte , spät-pupertäre Hündin mit viel "rotznasigkeit" :)

    Ich bin ihre absolute Bezugsperson.

    Jetzt zum 'Problem Nr. 1':

    da ich Bezugsperson bin, hängt sich abnormal an mir. Wenn ich weg geh und wieder komm (selbst bei 2 minuten) flippt sie total aus, rennt gegen Türen, springt hoch usw...

    Habe schon versucht mit Leckerlis abzulenken, mit ignorieren (dann fängt sie an zu bellen) und mein derzeitiges Ablenkmanöver ist direkt danach in den Garten raus, d.h. Tür auf und Hund vorbei rennen lassen.

    Daraus ergibt sich dann auch gleich Problem Nr. 2:

    Bei meinem Freund ist das alles nicht so. Er wird kaum beachtet, sie schaut dann an ihm vorbei und schaut gleich nach ob ich hinter ihm herkomm.

    Wenn ich alleine mit ihr im Wohnzimmer bin und mein Freund oben im Bett liegt und dann nur kurz wieder runter kommt, knurrt sie..ich habe dabei das Gefühl, solange ich dabin ist alles ok, weitere Personen im Haushalt sind ..naja..."nicht erwünscht".

    Er gibt ihr immer das Fressen, macht eigentlich nur positives mit ihr (waschen und so unangenehme sachen übernehm schon ich)...aber trotzdem baut sie keine Beziehung zu ihm auf....

    Für weitere Ausführungen nehm ich mir später noch die Zeit falls bedarf besteht :)

    Für hilfreiche Tipps und Anregungen wäre ich überglücklich!

  • Hallo,
    leider läßt sich von hier aus nicht erkennen, ob es bei deinem Hund wirklich Verlustängste sind oder ob sie Dich einfach als ihr Eigentum ansieht und Dich kontrollieren will. Das würde ich an Eurer Stelle erstmal durch einen Hundetrainer kontrollieren lassen. Je nachdem , was seine Beobachtungen ergeben fallen dann die Erziehungsmethoden aus.

  • Hallo,

    Zitat

    da ich Bezugsperson bin, hängt sich abnormal an mir. Wenn ich weg geh und wieder komm (selbst bei 2 minuten) flippt sie total aus, rennt gegen Türen, springt hoch usw...

    Das solltest du komplett ignorieren!
    Wenn du zurückkommst, würdigst du sie keines Blickes.

    Zitat

    Habe schon versucht mit Leckerlis abzulenken, mit ignorieren (dann fängt sie an zu bellen) und mein derzeitiges Ablenkmanöver ist direkt danach in den Garten raus, d.h. Tür auf und Hund vorbei rennen lassen.

    Damit bestätigst du sie, lass die Leckerlies weg, beachte sie nicht, auch wenn es hart ist und Nerven kostet, lass sie bellen.
    Mit ihrem Verhalten erreicht sie ihren Willen: Beachtung!


    Zitat

    Bei meinem Freund ist das alles nicht so. Er wird kaum beachtet, sie schaut dann an ihm vorbei und schaut gleich nach ob ich hinter ihm herkomm.

    Was hat er anders gemacht?

    Zitat

    Wenn ich alleine mit ihr im Wohnzimmer bin und mein Freund oben im Bett liegt und dann nur kurz wieder runter kommt, knurrt sie..ich habe dabei das Gefühl, solange ich dabin ist alles ok, weitere Personen im Haushalt sind ..naja..."nicht erwünscht".

    Das ist hammerhart. Deine Hündin hat in der Beziehung (u.a.) die Hosen an. Schicke sie weg, sie hat nichts zu bestimmen, woher das kommt, erkläre ich gleich.

    Zitat

    Er gibt ihr immer das Fressen, macht eigentlich nur positives mit ihr (waschen und so unangenehme sachen übernehm schon ich)...aber trotzdem baut sie keine Beziehung zu ihm auf....

    Ich vermute, dass du ihr alles bietest, was ein Hund für's Leben benötigt, wozu braucht sie da noch deinen Freund?
    ER ist ein lästiges Überbleibsel in der Gruppe und da sie ihn schon anknurrt, akzeptiert sie ihn nicht mal mehr.

    Zitat

    Sie war ein absoluter Angsthund, total unterwürfig und sichtlich unterernährt. Wir haben sie aufgepeppelt und ihr die größten Ängste genommen. Mittlerweile ist sie eine aufgeweckte , spät-pupertäre Hündin mit viel "rotznasigkeit" :)

    Meine Vermutung:

    Durch ihre (durchaus mitleiderregende) Vorgeschichte hast du sie möglicherweise zu sehr in den Mittelpunkt deines Lebens geschoben, sie verwöhnt, gefüttert, gestreichelt, in Angstsituationen gestärkt.
    Sprich: Sie hat alles bekommen, was ihr Leben angenehmer machte und das bestimmmt völlig umsonst.

    Nun fühlt sie sich wichtig, fängt an, zu bestimmen, wer sich in eurem Zuhause wo aufhalten darf und wer geduldet wird.

    DU musst sie wesentlich mehr ignorieren und wegschicken.
    Sie darf dich nicht verfolgen.
    Nichts bekommt sie mehr "geschenkt". Futter muss sie sich erarbeiten.
    Ignoriere sie, wenn du nach Hause kommst, begrüße sie nicht.
    Lasse dich auf Aufforderungen seitens der Hündin nicht ein.
    DU bestimmst alles.
    Wann gestreichelt (schränke es ein), wann gefressen und wann herausgegangen wird.
    Nimm mal die Leine in die Hand, ziehe Jacke und Schuhe an und gehe ohne sie raus.

    Wart ihr anfänglich in der Hundeschule oder bei einem Trainer?
    Ich rate dir, einen guten Trainer aufzusuchen.

    Gruß
    Leo

    Ich habe nicht mehr Korrektur gelesen... sorry für Tippfehler.

  • Erstmal Danke für die schnellen Antworten!

    Shalimar: Kontrolle wirds wohl eher sein mittlerweile. Die Phase der Verlustangst hat sie denk ich soweit überwunden!

    Zu Leo:
    Ja wir waren anfangs in der Hundeschule, das ist bis zu einem gewissen Grad gut gegangen, aber sobald man mehr Druck auf sie ausgeübt hat, hat sie abgeschalten. Vllt wars zu früh, vllt macht es ihr auch einfach keinen Spaß (vermute wirklich zweiteres).

    Dafür spricht zB: Wenn andere Hunde auf ein Hindernis (o.ä. wir haben alles versucht) los gesprintet sind, kam sie langsam hinterher getrottet, usw. Mit Leckerlis oder Spielis war nichts eine Belohnung, einzig das Wort. (Ok-ab Leber konnte man auch wieder etwas mit ihr reden).

    Sie hat zuhause alles prima erlernt. Hat Sitz, Platz, Bleib innerhalb einiger Minuten erlernt und behält die Kommandos bei. Tricks kann man ihr genauso schnell erlernen.

    Letztendlich war Hundeschule toll, weil sie mit anderen Hunden spielen konnte, allerdings blieb der Lernerfolg in der Hundeschule aus und als die Hundetrainer langsam auch keinen Bock mehr (wenn man das wirklich so sagen darf) auf uns und unseren Hund hatten, weil wir einfach den ganzen Verkehr aufgehalten hat - verging uns dann auch die Lust am Platz.

    So nun weiter, da ich ja fleißig auf Vox den Hundeprofi anschaue, würde ich bei meiner vermuten das sie unter Kontrollzwang leidet. Zumindest muss sie mich immer im Blick haben, daher habe ich auch angefangen sie nicht mehr überall hin zu lassen wo ich bin. Ihr einen festen Platz zugewiesen (bzw. versuche ich ihr beizubringen) und wie du sagtest sie weitgehenst zu ignorieren. Habe mich gewzungen und es über Monate hin gezogen.

    Natürlich konnte ich nicht in jeder Situation die pure Ignoranz ihr gegenüber walten lassen. Ich lauf mit ihr, ich bring ihr Kommandos bei, übe diese..sie ist mein Hund und somit sind es meine Verpflichtungen.
    (Mein Freund bringt sich zwar auch mit ein, aber der ist eben mittlerweile auch gefrustet, da er es war der sie ausgesucht hat und aus dem Tierheim geholt hat)

    Zitat

    Was hat er anders gemacht?

    Vermutet wird, dass sie früher im Welpenalter schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht hat, und ihr auffäliges verstörtes Verhalten bei einer ruckartigen Armbewegung unterstreicht das relativ deutlich. Er hatte somit von Beginn an schlechte Karten.

    Was eventuell dazu kommt, sie wird eben behütet wie ein rohes Ei, dass muss ich eingestehen. Aber Grund hierfür seh ich eher in ihrer Epilepsie. Man will sie nicht zu sehr stressen, nicht zu sehr überfordern und versuchen keine Ursachen für einen erneuten Anfall hervorzurufen...


    Zitat

    Ich rate dir, einen guten Trainer aufzusuchen.

    Ich weiß nicht ob ich soviel von Hundetrainern halten soll. Ich hab eine Bekannte die auf dem Hundeplatz ausgebildete Trainerin ist, aber da ich mich selber oft belese über Trainingsmethoden, sind wir da oft widersprüchlicher Ansicht. bestes Beispiel "Hier"

    Ich bin der MEinung, beim 5. Mal hier rufen wenn sie antrottet wird nicht überschwänglich(!) gelobt, [.... ]da ich sie nicht dafür lobe beim 5. mal herzuschleichen, sondern mein Kommando direkt ausgeführt werden soll.
    Und sie sieht das eben genau entgegengesetzt.

    Auch Thema Leinenruck is bei mir nicht angebracht, bei ihr jedoch gängig...und diverses weiteres

    - Wir hatten eine Trainerin zu Beginn, da wir uns informieren wollten über Angsthunde und Tipps und Tricks dazu.

    Sie hat uns geholfen bei Stubenreinheit (die unsere Hündin nicht hatte) oder bei Gassigängen um ihr die Furcht zu nehmen.

    Ich denke auch das die Lockerheit bei meiner Hündin sicher zum großen Teil auch an meiner Anwesenheit ausgemacht wurde später, statt an Leckerliverstecken auf der Strecke, die sie nicht mal beachtet hat, da sie bereits nach 2 Wochen mit mir ohne Leine und auf Wort folgend Gassi war.

    Ich hoffe die Ausführungen reichen wieder etwas :) Eigentlich ist es so viel, das mir gar nicht alles aufeinmal einfallen will! Treotzdem danke dafür, mein wirres Schreiben durchzulesen :)

  • Dein Beitrag ist überhaupt nicht wirr.

    Ok, das mit der Trainerin verstehe ich durchaus - sehr hilfreich war sie wohl nicht.
    Ja, deine Hündin zeigt einen Kontrollzwang.

    Das Verhalten der Hündin gegenüber deinem Freund ist etwas besorgniserregend.
    Da muss man nun schauen, ob es mit dem Kontrollzwang dir gegenüber zu begründen oder ob es die Angst vor Männern ist.
    Oder ob sich dich schon als Ressource verteidigt...

    Wie verhält sich die Hündin gegenüber deinem Freund, wenn du nicht im Haus bist?
    Wie verhält sie sich gegenüber anderen Besuchern?

    Gegen den Kontrollzwang kannst du nur anarbeiten, indem du sie wirklich mehr ignorierst, behandele sie nicht wie ein rohes Ei.
    Fange doch in kleinen Schritten an, mache dich etwas rarer und stehe nicht stets zur Verfügung.
    Ein Hund muss nicht stürmisch zur Tür rennen und einen in unangemessener Weise begrüßen.
    Komme rein und ignoriere sie einfach, ziehe in Ruhe deine Schuhe und Jacke aus.
    Hunde begrüßen sich auch in so einer Art und Weise nicht untereinander.
    Da gäbe es wegen Distanzlosigkeit gleich einen auf den Deckel.
    Binde sie beim Spaziergang einfach mal ein paar Sekunden an einen Baum, drehe dich um gehe ein paar Schritte und kehre wortlos zurück.
    Baue im Alltag einfach etwas mehr Distanz und Ignoranz ein, aber das bitte konsequent. (ich weiß, dass es schwerfällt)

    Gruß
    Leo

  • Also wenn ich nicht da bin und er allein mit ihr ist, dann läuft sie umher wie ein ausgehungerter Tiger. Ich denke das trifft es am Besten! Das keine Furchen im Boden sind ist wohl alles.

    Und sie knurrt ihn in dem Sinne auch nicht gezielt an, sondern das komische ist, sie weiß er ist noch im Haus, aber wenn er kurz aus dem Wohnzimmer geht und oben im Bad rumwurschtelt und wieder runter kommt, knurrt sie sobald sie ein Geräusch hört. Manchaml hört sie auf wenn sie ihn sieht, manchmal kommt noch ein kleiner Knurrer wenn er wieder da ist aber dann geht sie hin und wedelt ganz zart..vllt Beschwichtigung?

    Ein Problem was wir auch haben, sie tickt auch völlig aus wenn jemand klingelt. D.h. bellen und los stürmen, und wzar wirklich stürmen, d.h. da kann eine Tür im Weg zu sein und sie rennt dagegen. Alles rufen hilft nichts.

    Und das sie definitiv ein Frauenhund ist, zeigt sich vllt auch daran, dass sie meine Schwester sowie meine Mutter gut akzeptiert. Mit ihnen spielt, hingeht, wedelt etc....

    Wenn mein Freund einen Schritt auf sie zu macht im Spiel, dann bricht sie ab und läuft schon gebückt, wenn meine schwester und ich das tun, stürmt sie los und spielt fangen.

    Hilft das alles weiter? Vllt interpretiere ich auch vieles falsch. Sie ist mein erster Hund und die ganze Krankheit überfordert und sensibilisiert leider..

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