Laufen - ab wann, wie viel, wie schnell
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mistlebee -
27. Februar 2010 um 08:50
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Hallo,
unser Racker ist inzwischen 6 1/2 Monate alt. Er ist ein ziemliches "Rasertemperament". Ich vermute das kommt von mütterlicher Podenco-Seite. Auch wenn er nur 6 1/2 k wiegt und eher eine Fußhupe ist. Bisher liebt er es bei unsere Runden, wie ein Verrückter über die Wiesen zu jagen und kam da bei fast noch nie zum Hecheln (vorgestern zum ersten Mal - für 5 Sekunden
- beim "Ich fang dich"-Spiel mit nem anderen Junghund-Raser).Naja, nun zum eigentlichen Thema. Mein Schatzi und ich fahren total gern Fahrrad. Haben uns dieses Jahr ganz tolle MTBs gekauft(bzw. werden noch geliefert) und wollen auch gern im Sommerurlaub etwas mit den Rädern machen. Die ausgiebigen Runden (geht meist bei 20 km los und endet bei 50 km) werden wohl zuviel für den Kleinen sein. Besonders ohne Training. Außerdem ist er ja noch im Wachstum. Also, wir wollen ihn auf keinen Fall überfordern. Mitkommen soll er aber trotzdem. Wäre ja schade, wenn er allein Zuhause sitzen muss, wo er doch auch so gern läuft. Daher wollen wir auf jeden Fall ein Körbchen an eines der Fahrräder anbringen.
Die Frage ist nur, wie wir ihn am besten zwischendurch laufen lassen können. Erstmal nur ohne Leine, wenn wir irgendwo langfahren, wo das geht? Oder kann man ihn auch schon für kurze Strecken an der Leine am Rad laufen lassen (wenn nein, dann ab welchem Alter, mit welcher Steigerung?). Wieviel sollte er überhaupt am Stück laufen und wielange sollte die "Ruhephase" im Körbchen danach sein?Ich habe mal gelesen, dass Windhunde allgemein leichtere Knochen haben, die schneller aushärten. Ich weiß aber nicht inwiefern das auf ihn zutrifft, da er ja ein Mix (Mutter = Mittelgroßer Podengo Português, Vater unbekannt) ist. Zumindest wirkt er sehr schlank und drahtig. Ach ja, und er ist recht lang.
Ich danke schonmal für eure Antworten!
Sina
- Vor einem Moment
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Hallo,
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Aaaaaaaaalso:
Das hängt von vielen Faktoren ab: Wie warm ist es. Welche Strecken fahrt Ihr. Berauf, bergab, Waldboden, Asphalt.
Wie schnell fahrt Ihr.Im Großen und Ganzen sollte bei längeren Strecken das Tempo so gewählt werden, daß der Hund locker dabei trabt. Galloppieren sollte er nicht, Paßgang wäre auch nicht so gut. Er sollte ein gutes perfekt sitzendes Geschirr tragen. An der Leine ist eigentlich schonender, weil man dann darauf achten kann, daß der Hund wirklich konstant ein gleichmäßiges moderates Tempo läuft, nicht vorprescht, hinterherjackert und nicht rumfegt. An der Leine ist es aber sehr anstrengende Kopfarbeit für den Hund, weil er sich ja anpassen muß und ständig aufpassen muß. Am Rad sollte der Hund rechts laufen, langsam daran gewöhnt werden, weil eben anstrengende Kopfarbeit. Ich würde wohl damit anfangen, ihn beim Schieben rechts laufen zu lassen, dabei immer wieder mal belohnen, dann erst Schrittempo fahren, läuft das gut, mal paar 100 Meter fahren. Bei längeren Radtouren mit Hundekorb würde ich den Junghund wohl so ca. 1-2 km neben dem Rad laufen lassen (TRAB!!!) und dann wieder 5-10 km im Korb lassen. Zwischendrin Pausen machen, in denen er sich lösen kann und frei laufen kann. Am Rad laufen ist wirklich harte Kopfarbeit, deswegen wirklich sachte machen und vorallem sachte anfangen.
Bei nem Tierarzt würde ich das Herz durch checken lassen, Knochen und Gelenke werden bei moderatem Fahrrad-Training deutlich weniger belastet als beim Toben und Spielen. Asphalt-Wege solltet Ihr komplett meiden. Einen Fahrradhalter würde ich bei dem kleinen leichten Hund wohl nicht nehmen, lieber die Leine zwischen Lenker und Hand leicht einklemmen, damit sie direkt rausrutschen kann. Dazu vielleicht auch ein Leinchen ohne Schlaufe nehmen, gibt es zB. bei Modler...
Und immer dran denken: Lieber zu wenig als zu viel... -
Super, danke für die ausführliche Antwort. Das kriegen wir hin. Haben jetzt schonmal ein paar Meter probiert und er hat das echt gut gemacht.

Beim Tierarzt waren wir im Januar zum ersten Durchchecken nachdem er zu uns kam und da war alles okay.
Was meinst du, ab welchem Alter man zu wieviel km steigern kann? Ich weiß, ist ja sehr hundabhängig. Ich mein auch bloß so einen groben von/bis-Wert. Genauer kann ich es ja auch nochmal mit dem Tierarzt abklären, wenn es soweit ist.
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Ich habe ja oben schon geschrieben. langsam anfangen, 500 m, 800 m, 1 km, 1,5 km... .. Ich würde ihn dieses Jahr wohl auch gegen Ende der Saison nie mehr als allerhöchstens 3-4 km am Stück laufen lassen. Dann wieder in den Korb... Wirklich lieber laaaangsam aufbauen und laaaaangsam steigern... Gerade und vorallem wenn ihr so große Touren macht.. Nächstes Jahr sollte dann nur noch die Kondition vom Wuff die Strecke vorgeben... Also dieses Jahr lieber ein wenig unbequemer für Euch mit Korb und ständig halten und so, dann seid Ihr auf der sicheren Seite... Nächstes Jahr könnt Ihr dann voll durch starten.
Aber auch da: 50 km ist EXTREM viel, sollte mit längeren Pausen und Training vorher sein und selten, also die absolute Ausnahme... Und auch unbedingt Korb mitnehmen, kann immer mal ne Verletzung oder so geben... Die Außentemperaturen UNBEDINGT beachten...
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