Erstmal: hast du jemanden, der dich mal doll in den Arm nimmt und dich trösten kann?
Denn, natürlich ist die Situation doof, am blödesten für den Mops und deine Freundin. Aber auch für dich ist das ein schlimmes Erlebnis, auch du kannst Trost und Beistand gebrauchen. Also wenn du die Möglichkeit hast, hol dir eine feste Umarmung, vielleicht mag jemand zum Tee und Schnacken vorbeikommen, und dir helfen wieder etwas Ordnung in die Gedanken zu bekommen was natürlich sehr schwer ist in dieser Situation.
Dann würde ich auch sofort einen Maulkorb besorgen. Den auch in der Wohnung am Hund haben, damit du wieder entspannter mit ihr umgehen kannst. Für sie ist genauso wie für dich eine Welt zusammengebrochen, sie kann gar nicht verstehen warum du grade so anders zu ihr bist. Vielleicht wagst du dich wieder daran sie zu knuddeln und zu streicheln, oder sie darf Kontaktliegen mit dir, wenn sie gesichert ist und dir nichts passieren kann. Denn sie ist immer noch der gleiche Hund wie vorher, du hast nur eine weitere Seite an ihr kennen gelernt, die zu ihr gehört.
Jetzt abgeben würde ich sie nicht. Sichern (auch drinnen, vor allem draußen), in übersichtlichen Gebieten Gassi gehen wo du weit gucken kannst und andere Hunde kommen siehst (Freilauf nicht, aber zwei Schleppleinen dran (hatte ich beim stark jagenden setter auch so) dann kannst du sie kurz nehmen wenn am Horizont ein Hund auftaucht) und NUR mit gutem Maulkorb aus Metall (Plastik geht schnell kaputt), drinnen schauen ob du wieder an sie rankommst wenn es irgendwie geht, und dir menschlichen Beistand holen sobald wie möglich. Das hilft ungemein dabei die eigenen Emotionen zu regulieren (natürlich Hera sichern bevor der Besuch kommt, also MK drauf).
Und, ich würde auch (mit MK drauf) zum Tierarzt fahren und schauen ob sie Schmerzen hat. Unser Blue reagiert sehr gereizt auf Artgenossen wenn er Schmerzen hat, das war immer das erste Anzeichen. Er regt sich dann auf, pöbelt, bellt und wirkt auch nicht nur frustriert (das kann er auch^^), sondern tatsächlich auch aggressiv. Will sich die anderen dann einfach vom Leib halten und sich ggf auch abreagieren und ablenken von den Schmerzen.
Das wären so die ersten Sachen. Und gib euch beiden Zeit, dass der erste Schock verarbeitet werden kann. Sie ist ja ein wunderbarer Hund. Wenn Artgenossenaggression ihr Thema ist, kann man sie sichern, ihr könnt trotzdem noch ein wirklich schönes Leben miteinander verbringen, auch wenn es sich jetzt im Schock nicht so anfühlt.
Ein Drücker aus der Ferne und ich drücke euch die Daumen, dass ganz bald ein bisschen Entspannung reinkommt bei euch beiden 