Beiträge von BettiFromDaBlock

    Nochmal zur Ergänzung, war eben kurz, weil der Bus kam: Wir wohnen halt richtig ruhig in einem Dorf mit nur ein paar Metern zu Wald und Feld. Das heißt, bei uns ist die Reizlage für das, was Lilly an Ängsten zeigt, wirklich seeeehr gering. Würden wir belebter wohnen, wäre natürlich die Grundanspannung bei ihr viel höher.

    Habt Ihr bei Euch in der Umgebung ganz ruhige Wiesenflecken, wo Ihr mit ihr "spannungslos" laufen könnt?

    Hier ist leider überall etwas los, also bei gutem Wetter. Winter war angenehm.
    Haben zwar einen riesigen Park und auch den AuWald ums Eck, aber da sind immer irgendwo Hundehalter, Radfahrer, Jogger...

    Ich stehe am Wochenende um 5Uhr morgens auf, damit wir die Welt in Ruhe genießen können. Oder eben nach 23Uhr.
    Manchmal schlauch das aber... Doch gerade darf ich nicht meckern. Heute morgen 8Uhr mit 5m Schlepp durch den Park und trotz 7 Hundesichtungen und ca 20 Radfahrern und Kindern, keine Eskalation. Dafür bin ich dann allein durch das ganze Managen am Schwitzen. :igitt:

    Meine Hoffnung wäre irgendwann einen entspannten Umgang mit Umgebungsreizen, damit ich Betti regelmäßig Freilauf bieten (und den Rest der Welt zeigen) kann.

    Klingt nicht viel, aber für die Kleine ein riesen Brocken. Deshalb kleine Brötchen backen. Und das geht zurzeit ganz gut.

    Aber es freut mich das ihr mit Lilly so gute Fortschritte macht @Stinkelilly

    • Allerdings war mein Credo immer, Hund bellt nicht wenn's bimmelt oder jemand am Haus vorbeigeht. Deshalb wollte ich daran trainieren. Jetzt hat sich aber herausgestellt, dass mein Mann und meine Schwiegermutter es gut finden :shocked: Also darf sie bellen ...

    Mann und Schwiegermutter glücklich machen leicht gemacht. :lol:

    Das wird doch auch schon gemacht. Haben Kontakt zu anderem Verein aufgenommen, aber wie ihr euch denken könnt, ist es schwierig mit einem Hund, der schon zwei Mal zugebissen hat.

    Aber ein Biss ist ja nicht gleich Biss.

    Weiß nicht warum Tierärzte sich manchmal so wenig schützen. Gestresster, ängstlicher Hund, dann noch festgehalten. Da kann immer etwas passieren.
    Und was beim Kind war, kann auch durch Fehlverhalten kommen (meist der Eltern). Hoffe da ist alles wieder verheilt, auch emotional.

    Ich lese da nichts von will alle zerfleischen. :denker: Noch klingt es nicht so als wäre der Hund unvermittelbar.

    Aus der Geschichte kann man leider nicht erkennen was schief gelaufen ist. Mit soviel Trainerkontakt sollten ja eigentlich Herrchen und Hund sich aneinander angepasst haben.

    Traurige Geschichte.

    Ich würde auch einfach andere Tierheime anfragen und den Notfall versuchen hervorzuheben. Viel Erfolg.

    Bis dahin Maulkorb und von den Kindern fernhalten.

    wusste ich gar nicht das "gelb" ein zeichen für einen unverträglichen Hund ist? Meine Hündin trägt ein neon gelbes - sehr sehr auffälliges Geschirr (mit Reflektor streifen dran) um eben bei Tag und Nach auf zu fallen. Dazu momentan ne neon Gelbe Gurtleine mit Refelktoren , aber unverträglich ist die nicht. Lese ich gerade zum ersten mal mit der Farbe.

    Hier gibts ja öfter mal in Gruppen so "bändchen"-sachen das rosa läufig und so heißt, ich muss ehrlich sagen, das würde ich nichtmal wahrnehmen und wenn, dann sicher nicht als "das" verstehen

    Sensibler Hund ist natürlich noch besser ausgedrückt. In anderen Ländern funktioniert dies irgendwie besser und allgemeingültiger als bisher in Deutschland.

    Morgen Zusammen,

    die Trainerin hat unseren Treffpunkt an eine ruhigere Ecke verlegt. Laut Googlemaps könnte das hinkommen. Mal sehen wie das nächste Woche wird.

    Betti und ich hatten schon ein paar Strebergassirunden. Allerdings muss ich wirklich die Arschbacken zusammenhalten nur kleine Runden zu gehen.

    Was mich zum eigentlichen Post bringt. Ich habe festgestellt, dass ich für meine Angstmaus ein paar Dinge über Bord geworfen habe, die ich vorher nicht geahnt hätte.
    Zum Beispiel rettet uns das Hochnehmen von Betti manchmal (einmal pro Woche) vor überforderten Situationen und mein Hund ist danach viel besser drauf.

    Situation 1, wir wollen vor die Haustür. Betti friert auf der Treppe ein. Stehen drei fremde vor der Tür und wollen rein. Ich knie mich zum Hund und sie springt mir in den Arm. Wir gehen durch die Tür und lassen die Leute rein. Hund war die ganze Runde sehr entspannt. (normalerweise gehen wir bei sowas in Richtung Keller und lassen den einen Menschen passieren, aber auch tricky für Betti)

    Situation 2 aus 100m Entfernung kommt Mann mit Schäferhund und ein Radfahrer auf dem Gehweg entgegen. Wir machen kehrt und da kommen in 50m 3 Jogger, die nebeneinander laufen. Betti friert ein. Ich weiß das die Situation für unseren Trainingsstand noch zuviel ist. Hund hüpft in den Arm. Ich trage sie an den Joggern vorbei. Absetzen. Aus der Entfernung beobachten wir ruhig den Schäferhund vorbeigehen und lassen den Radfahrer passieren.
    Das ist schon eine mega Challenge für Betti. Und ich weiß nicht, ob sie die ohne das kurze aus der Situation heben gemeistert hätte.

    Früher hätte ich mich selbst deshalb gesteinigt. Hund hochnehmen, tsst.
    Aber man, meinen Hund tut es gut. Und es ist nur in Situationen wo ich weiß das bekommt sie noch nicht gebacken.

    Gibt es bei euch auch Dinge, die ihr für euren Angsthund über Bord geworfen habt?

    Also nur weil man sich einen Hund als emotionalen Support wünscht, heißt das nicht dass man den Hund unartgerecht behandelt. Bzw. lernt man durch die Aufgabe Hund ja oft ganz andere Sachen als man dachte zu brauchen. (entspannt bleiben für den Hund)

    Ich finde es auch nett zu wissen das mein Monster mit in der Wohnung ist, da ist das Schlafen im unterem Stock entspannter.

    @candycane langsam kommt raus, das der Hund ja noch einige mehr Aufgaben bewältigen soll. Mit beim Reitstall sein.. Da wäre die Wahl der Rasse / Mentalität noch entscheidender. Nur damit dir das bewusst ist.

    Auch können manche Hunde dieses mit zur Tür gehen falsch auffassen. Ich würde deshalb eher früh mit Trainer arbeiten, um euch beiden die Chance zu geben ein gutes Team zu sein und nicht erst wenn alles schief lief.