Hallo,
ich fange mal mit dem hinteren Teil deiner Frage an. Auslastung? Deine Hündin ist mehr als ausgelastet, eher überlastet. Alles was du aus dem klassischen Auslastung und Unterfoderungsbereich gehört hast, kannst du (hoffentlich) vorübergehend beiseite schieben. Euch kennenlernen und euer Leben zu führen ist schon mehr als Abiturlevel für eure Hündin.
Welche Hundeerfahrung habt ihr? Wohnt ihr ländlich?
Meine wichtigsten Tipps:
Erwartungen an einen Hund ablegen! Tricksen sind unwichtig, Spielzeug auch. Kein Knuddeln. Lange entspannte Spaziergänger nicht erwarten. Auf das Tempo des Hundes hören. Der Hund braucht einen Rückzugsort. Schlaf, Essen und Pinkelmöglichkeiten.
Laaaaaaaangsam machen. Routine geben. Manche Hunde kennen spazieren nicht. Manche haben Angst. Wie genau steht sie denn da, wenn sie stoppt? Rute oben oder unten? Könnt ihr ihre Körpersprache lesen?
Das Lecken der Hand macht meine Hündin, weil sie will dass ich aufhöre zu streicheln. Sie beschwichtigt. Bzw macht sie dies mittlerweile bei anderen, wenn sie nicht will, dass der Alien ihr wehtut. Es könnte einfach noch zu früh sein mit solchen Kuschelsessions. (Sehr sicher, wenn man den Biss bedenkt)
Wenn sie zu wenig frisst, deutet das auf Stress hin. Ist der Futterplatz an einem ruhigen Ort, an den sie unbeobachtet agieren kann?
So, erstmal genug fragen.
Nur eins noch. Als jemand, der auch schon von seinem Hund gebissen wurde (wenn auch in Panik), bei einer 9jährigen Hündin mit unbekannter Vorgeschichte würde ich immer davon ausgehen, dass dies wieder passiert und eine angelernte Methode ist, um sich durchzusetzen/schützen. Heißt, bitte lest euren Hund gut, nicht bedrängen, auch nicht einfach beschmusen, weil sie auf die Couch hüpft. Im Moment ist sie noch im Schock und handelt wahrscheinlich zurückhaltender. Da kann also noch etwas nachkommen. Falls ihr relativ unerfahren seid, am besten jetzt schon einen Trainer hinzuziehen.