Hi,
da ich meine Hündin da sehr gut wieder erkenne, kann ich dir die Tipps von Vakuole empfehlen.
Was noch dazu wichtig ist, dem Hund Ruhe gönnen. Also wenn jeden Tag solche „dramatischen“ Begegnungen stattfinden, staut sich das an und der Hund ist überhaupt nicht lernfähig. Ich musste hier teilweise Tage nur drinnen bleiben/ die Welt meiden, damit meine Hündin runterkommen kann. Gute Uhrzeiten wählen usw.
Was wir neben Click for Blick und Leinenführigkeit üben ist ein Entspannungsritual. Und da hat sich bei uns eine bestimmte Berührung an der Brust etabliert bei der meine Hündin nach/während der Aufregung runterkommt. Ich knie dann neben dem Hund, egal wo wir sind und was um uns passiert, das ist ihre antrainierte SchutzInsel. Wenn man mit dem aufgeregten Hund weitergeht, ist die nächste Katastrophe vorprogrammiert. (suchspiele pushen hier eher weiter)
Bei Begegnungen, die definitiv schief gehen ( weil zu schnell oder zu eng, Hund überforderte etc) hab wir ein „Aufm Arm“ Signal und meine Hündin kommt zu mir und ich hebe sie abgewandt am Problem vorbei. Auf dem Armsein ist auch ein Entspannungskommando bei uns. Da muss man sehen was dem Hund liegt und das dann positiv besetzen. Und ja, man muss das Aushalten können, wenn Leute sich dann drüber aufregen...
Man wiegt quasi ab. Durch welche Challenge kann man den Hund durchführen und er dadurch lernen. Und wann der Hund die Aufgabe sowieso nicht schafft und dann sorge ich entweder dafür, dass die Situation nie entsteht oder hebe/halte sie durch die Situation. Macht man nicht immer richtig, aber das ist ok.
Ach ja, lass dir Click for Blick und ein paar Entspannungsmöglichkeiten am besten von einem Trainer zeigen. Da reicht am Anfang manchmal nur ganz wenige Stunden um ein Werkzeug zu bekommen.
„Schau“ macht meiner Hündin übrigens Panik. Hier wird gelernt das gruselige Ding ruhig zu betrachten wird mit Leckerem bestätigt. Mittlerweile wird sich oft schon automatisch abgewendet, sofern der Abstand und die Mobilität und die Hormone passen. Nach zweieinhalb Jahren Training und Nerven. Mit einem normalen Gassigehverhalten rechne ich in zwei weiteren Jahren, mit viiiiel Training und viiiiiel mehr Ruhe/Postiven.