@Rübennase ....ich meine auch, du hast alles richtig gemacht.
Gibts eventuell bei dir in der Gegend mobile Tierärzte für Obdachlose? Wenn ja, könntest du dich mit denen mal in Verbindung setzen, dass die nach Halter und Hund Ausschau halten und auf den Hund schauen.
Wenn du dich, mal angenommen, um den Hund kümmerst, hast du automatisch permanent den Halter mit dabei. Und genau das ist ja dann auch nicht in deinem Interesse.
Ansonsten frag mal bei deiner Stadtverwaltung nach, was du machen kannst bzw. ob du eine handhabe hast, wenn der Mann wieder mit seinem Hund bei dir steht.
Wir hatten mal folgenden Fall...mein Mann war mit nem Kumpel abends in der Kneipe. Der stadtbekannte Chaot war auch dort, seinen Hund hatte er gegenüber der Kneipe angebunden. Der Hund hat natürlich gebellt und gejammert....mitten in der Nacht. Der Kneipern hat den Typen gebeten, seinen Hund zu nehmen und nach Hause zu gehen. Es waren mittlerweile Minusgrade im zweistelligen Bereich. Typ geht und lässt seinen Hund einfach angebunden sitzen. Mein Mann hinterher, um den Typen an den Hund zu erinnern. Nö, Hund sollte dort bleiben, das wäre eh ein Spion. (ja, der Typ war geistig nicht auf der Höhe) Mein Mann hat den Hund eingesammelt, mich angerufen und ich hab Beide abgeholt. War ein Tibetterrier Mädchen....verwahrlost, völlig verfitzt und frierend. Also hab ich das arme Tierchen nachts schnell gebadet, den größten Filz rausgeschnitten, bissel was gefüttert, in ne Decke gewickelt und mit ihr auf der Couch geschlafen. Am nächsten Tag hab ich bei der Stadtverwaltung angerufen, Fall geschildert und gesagt, dass der Hund jetzt bei mir bleibt. Die haben das so notiert und gut war.
Ein paar Tage später stand der Typ vor unserer Tür und wollte seinen Hund wiederhaben, Die Kleine hat bei seinem Anblick den Schwanz eingezogen und ist in die hinterste Ecke geflüchtet. Ich hab abgelehnt und Tür zu gemacht. Stadtverwaltung wieder angerufen, Sachlage erklärt. Es gab das ok, dass der Hund komplett bei uns bleibt, wir sollen nur mit der Ex- Frau des Chaoten einen Vertrag machen, dass der Hund an uns übergeht, da sie den Hund für ihn als Therapie-Hund gekauft hatte. Haben wir ein paar Tage später auch so gemacht.
Zwischenzeitlich hat der Typ aber wieder nen Abdreher bekommen und ist mit nem Koffer in die Stadtverwaltung marschiert mit den Worten:"Wenn ich meinen Hund nicht zurückbekomme, geht hier ne Bome los." und hat den Koffer mitten in den Raum gestellt. Riesiger Auflauf, Rathaus wurde geräumt und gesprrt, Bombenräumkommando kam und der Typ wurde in die nächste geschlossene Anstalt verfrachtet. Im Koffer waren nur alte Zeitungen. Der Typ stand später noch 2xbei uns vor der Tür und wollte seinen Hund. Beim zweiten Mal hatte mein Mann die Hündin mit in unserer Gaststätte und ich hab im gesagt, das sie nicht mehr lebt. Da hatten wir dann Ruhe.
Das war teilweise alles ziemlich gruselig mit dem Typen. Für die süße Hündin wars das echt wert, aber das Ausmaß habe ich vorher nicht bedacht.
Was ich damit sagen will....dem Hund helfen ja, aber immer im Hinterkopf haben, dass der Halter komisch reagieren könnte.