Beiträge von Karpatenköter

    Mhm, ich kann mich nicht dran erinnern, dass Bonny am Anfang der Einstellung so extrem apathisch war. Es hat etwas gedauert, bis die Medikamente wirklich angeschlagen haben und die Maus wieder fitter unterwegs war, ich würde sagen, ungefähr nach einer Woche hab ich einen Unterschied bemerkt.

    Ich würde das noch beobachten und am besten zeitnah mit dem Tierarzt sprechen, ob das so normal ist.


    Wir haben morgen unseren Kontrolltermin. Bei Bonny wurde im Mai/Juni 2022 DCM festgestellt, eigentlich wollte ich im November zur Kontrolle, da gab's aber keine Termine mehr und im Dezember wars wegen der Feiertage schwierig...

    Ich bin gespannt, was der Kardiologe sagt, ob wir irgendetwas anpassen müssen und ob sich das Herz evtl. wieder etwas verkleinert hat (hoffen darf man ja). Soweit ist die Omi mit ihren fast 15 Jahren echt fit, ich denk also mal, dass uns keine bösartige Überraschung erwarten wird. *klopft auf holz*

    Warst du schon im Schnee ganz oben? Wenn nicht, unbedingt machen! Besonders im Vollmondlicht einfach unschlagbar.

    Ich habs einmal versucht, aber da waren meine Klamotten wohl nicht warm genug und ich wär fast erfroren |) (und bin drölfmal nen Berg runtergefallen, oopsie)

    Anfang der Woche hatte ich meine erste Begegnung mit dem Night Folk. Holy shit :lepra: Ich hab schon von der Fraktion gehört, hab die beim Zocken aber völlig vergessen und ja ... auf einmal hatte ich n Puls von 200, weil die mich nachts mitten im Sumpf angegriffen haben :ugly: Ich war SO froh, als ich zum einen ausm Sumpf raus war und zum anderen wieder Tageslicht gesehen habe. Die Nächte in RDR2 sind ja zT echt fies dunkel...

    Ich hab die ganze Zeit nen riesengroßen Bogen um den Sumpf gemacht - heut will ichs mir zumindest bei Ingame-Tageslicht mal näher ansehen. Die Schrotflinte liegt schon bereit... und mein gutes Pferd lass ich im Stall. Keine Lust darauf, dass das dabei hopps geht :fear:

    Hm, okay, sah für mich halt sehr schlimm aus. Hinterher war sie definitiv ruhig. Aber, leihenhaft gefragt, verknüpft sie das nicht mit der Prügelei, oder?

    Ich mache mit meinem Rüden Mantrailing. Wir sind also auch im Rettungshundesport tätig, nehmen aber nicht an Einsätzen teil.

    Mein Rüde hat vorletzten Herbst zwei kleine Hunde angegriffen und den einen nicht mehr losgelassen. Um die beiden zu trennen, hab ich meinem Hund am Halsband die Luft abdrehen müssen, damit er überhaupt mal den Kiefer öffnet und ich ihn - ohne weitere Schäden aanzurichten - von dem kleinen Hund entfernen kann.

    Ja, das war nicht nett.

    Ja, das war Gewalt am Hund.

    Ja, das sah sehr schlimm aus.

    Ja, mein Hund war danach mit den Nerven durch.

    Aber alles das hat den kleinen Hund vermutlich vor schlimmerem bewahrt! Mein Hund war 1-2 h nach dem Vorfall sehr sensibel, hat gemerkt, dass mit mir was nicht stimmte (ich war völlig geschockt von dem Vorfall) - unserem Vertrauen untereinander hat das, wenn überhaupt, nur sehr kurz was getan. Zwei, drei Tage später war (fast) alles wieder gut. Mein Hund trägt jetzt halt beim Gassi einen Maulkorb, hatte fast ein Jahr lang (Schlepp)Leinenknast und darf nur noch da frei laufen, wo ich mir wirklich zu 150% sicher bin, dass da kein Hund kommt bzw. ich das rechtzeitig wahrnehme.

    In der von mir geschilderten Situation ging es mir nicht ums Bestrafen meines Hundes. Wozu auch? Es war mein Fehler, für zwei Minuten nicht auf meinen Hund mit Potential zum gefährlichen Hund aufgepasst zu haben! Mein Hund hat nur seiner Natur entsprechend gehandelt und ich hab ihn nicht davon abhalten können. Wenn überhaupt gehör also ICH bestraft. Das war ich mit dem Schock, den Selbstvorwürfen und dem kurzfristig zerrütteten Vertrauen zu meinem Hund aber sowieso schon ;)

    Es ging mir explizit um das Trennen der Hunde, um das Verhindern von weiterem Schaden, um das Retten des kleinen Hundes, um das Auflösen der Situation. Nicht darum, dass ich meinem Hund jetzt mal so richtig eins auswische.

    Als er aus seinem Adrenalintunnel raus war, war er völlig neben sich. Es war, als hätte er nicht mitbekommen, dass er gerade auf die zwei kleinen Hunde losgegangen ist. Der stand völlig verstört an den Fahrradständer gebunden ein paar Meter von uns entfernt, hat versucht, Sinn aus dem Chaos zu machen, während ich mich um die Besitzer und ihre zwei Hunde gekümmert, meine Adresse genannt usw. habe.

    Heute, über ein Jahr nach dem Vorfall, sind wir wieder sehr dicke. Dino ist nach wie vor mein Lieblingshund, ich hab ihn nach wie vor sehr, sehr lieb und kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Aber ich weiß auch, dass mein Hund gefährlich sein kann, wenn er nicht gesichert, richtig geführt und beaufsichtigt wird. Das hat meinen Umgang mit ihm insoweit verändert, dass ich noch vorausschauender als ohnehin schon unterwegs bin und ja, durchaus auch mal "sinnlos"(für Außenstehende!) heftig reagiere.

    Sei froh, dass der Halter in der Situation so reagiert hat, wie er reagiert hat und damit Schlimmeres verhindert wurde.

    Wenn man Hunde mit Potential führt, muss man früher oder später auch mal "unnett" oder "schlimm" eingreifen, um Schlimmeres wie einen verletzten oder gar toten Hund zu verhindern.

    Edit: dass er keine Leine dabei hatte und die Hunde nicht abrufen konnte, ist scheiße, ja. Da geh ich sofort mit!

    Vor allem merken viele Hunde, dass ihr Besitzer krank ist und machen dann häufig von selbst langsamer. Erleb ich zumindest bei Dino und anderen Hunden im Freundeskreis so - wenn ich krank bin, weicht Dino mir nicht von der Seite und nimmt (gefühlt) mehr Rücksicht als sonst.

    Als er noch nicht so lange bei mir war, hat mich ne richtig fiese Erkältung umgehauen. Ich hab quasi nur im Dämmerschlaf auf dem Sofa existiert und bin mit ihm fürs 5 Minuten-Gassi rausgewankt - kaum bin ich wieder rein und aufs Sofa, kam er dazu und hat sich artig neben mir eingerollt, die Klappe gehalten und mich gewärmt. Da gabs auch kein Gemurre, weils eben nur kurz über den Innenhof zum Waldrand und zurück ging ... die Hunde haben sich geleert und wir sind zurück in den 3. Stock geschlurft.


    Vielen Hunden tun solche Zwangspausen auch einfach mal gut.

    Im Herbst 2021 ging's mir wochenlang so schlecht, dass selbst die paar Meter zur Haustür meinen Kreislauf ins Schwanken gebracht haben - da gab es dann eben auch wochenlang fast nur Gartengassi. Wenns mir gut genug ging, sind wir auch die kleine Waldrunde gegangen (lass es insgesamt 300 m sein) - aber mehr halt auch nicht.

    Nach 2-3 Wochen hat man schon gemerkt, dass den Hunden was gefehlt hat, aber wenn's nicht anders geht ...

    Im Notfall fragt man eben eine Gassibekanntschaft, ob die den eigenen Hund mitnimmt oder mal einen Nachmittag lang bespaßt, wenn man wirklich länger (3+ Wochen) ausfällt.

    Wenn ich krank bin, bin ich krank und dann müssen die Hunde - ja, auch Dino, der ungern in den Garten pieselt - damit leben, dass es eben nur Gartenrunden gibt. Ebenso, dass Training und Bespaßung ausfallen.

    Wenn ich sie dann doch beschäftige, dann dürfen sie sich im Garten ihr Futter zusammensuchen, ich bereite Schleckmatten oder Kongs vor oder verteile Kauzeug.

    Erster Gedanke: Treppen könnten ein (kleines) Problem werden, wenn der alte Hund oben bei ihnen schlafen möchte. Da kanns dann sein, dass Hund Hilfe braucht (oder man nach unten zieht).

    Eventuell kann der alte Hund nicht (mehr) alleine bleiben, eventuell wird der alte Hund recht bald undicht, eventuell wird zeitnah eine schwere Krankheit festgestellt... Eventuell muss der Hund auch bald eingeschläfert werden, weil zB Krebs im Endstadium festgestellt wurde.

    Schiefgehen kann da mMn eigentlich genauso viel wie bei einem jungen gesunden Hund.

    Es kann auch wie bei Masha sein: der Hund ist völlig problemlos, bleibt super gut alleine, ist lieb und nett, ist mit 3x täglich Gassi und ein paar Hundefreunden glücklich - aber ist halt schwer zu erziehen, weil der Hund ewig lange sich selbst überlassen wurde.

    Masha zB "versteht" auch nach 2 Jahren bei mir ein Nein nur dann, wenns ihr in den Kram passt |)

    Ich frag mich immer wieder, was der Tierarzt hier mit dem Hundehalter zu tun hat. Das ist ja meistens nicht dieselbe Person. Wieso argumentiert man dann damit, dass ein Hund beim Tierarzt gut Schmerzen aushält und irgendwas ohne Betäubung genäht bekommen kann, führerhart sein soll? Das hat doch überhaupt nichts miteinander zu tun.

    Genau mein Gedanke.

    Nach der Einschätzung hier im Thread ist Masha ja eher führerhart - die ist beim Tierarzt gut gelaunt, kuschelt und blödelt mit den Leuten, lässt sich problemlos behandeln (iSv sie braucht keinen MK und ist entspannt). Aber wenns weh tut, dann miept und jammert sie - trotz Stumpfheit, trotz Führerhärte.

    Ich finde, Führerhärte hat recht wenig mit dem Benehmen bzw. Schmerzempfinden beim Tierarzt zu tun - wenn, dann treten beide Eigenschaften eher deshalb auf, weil der Hund darauf selektiert wurde (Stichwort div. Jagdgebrauchshunde).

    Meine sehr weiche, sehr sanfte Bonny friert beim TA einfach ein und gibt gar keinen Ton von sich, wenn doch mal was weh tut oder unangenehm ist. Die hält das aus. Nicht, weil sie kein Schmerzempfinden hat, sondern weil sie einfach vor Angst einfriert...

    Ich würd meine drei jetzt allesamt eher als führerweich einordnen. Masha fällt für mich son bisschen in die Grauzone. Sie ist halt sehr stur und hält nicht viel von Zusammenarbeit oder meinen Anweisungen; Verbote und Grenzen muss ich immer wieder erneut aufstellen/abstecken, weil sie immer wieder denkt, dass man doch jetzt bestimmt an meinen Teller darf, wenn der kurz unbeaufsichtigt aufm Tisch steht.

    Ein "Nein" ist für Masha häufig nur ein Wunsch meinerseits. Das setzt sie nur um, wenn es sich irgendwie für sie lohnt, sprich wenn ich was Besseres habe als den leckerschmecker Hundehaufen am Waldrand, den sie grad gierig beäugt - oder sie grad ihre kooperativen fünf Minuten hat. :ugly:

    Wenn ich sie wirklich von etwas abhalten will, muss ich schon deutlicher werden. Da kommts auch schon mal vor, dass ich sie am Halsband oder im Fell packe und zB von dem Gelben Sack an der Straße wegzerre. :ka:

    Selbst ein gebrülltes "NEIN" kommt bei ihr dann einfach nicht an. Ist ein bisschen wie bei Arren von Aoleon

    Bonny dagegen ist für mein Verständnis sehr führerweich. Die bricht in sich zusammen, wenn ich sie laut anfahre, sie macht sich unsichtbar, wenn ich schlechte Laune habe usw.

    Bei ihr reicht auch ein lauteres "Nein", ein schärferes "Fräulein!" usw., um sie an die geltenden Regeln in unserem Haushalt zu erinnern. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich bei ihr jemals körperlich (wie zB bei Masha beschrieben) irgendwie einwirken musste.

    Dino liegt zwischen Bonny und Masha. Er macht gerne etwas mit mir zusammen, lässt sich bei vielen Dingen recht leicht durch Stimme usw korrigieren/abbrechen. Ab und an hat er seine eigenen Ideen, wie mein Kommando zu interpretieren ist oder wie ernst ich das meine, aber ich nehms mit Humor und sag ihm dann, dass ich das schon genau so meinte |)

    Sehr eigen-/selbstständige, "stumpfe" und schwer zu beeindruckende Hunde wie Masha sind weniger mein Ding. Mit Tendenz zu "nie wieder" :hust:

    Die ganzen Bonnys und Dinos dieser Welt sind dann schon eher mein Ding - ich mag es, wenn Hund mitdenkt, sich aber größtenteils auf meine Ideen ein-/verlässt. Hund darf auch gerne eigene Ideen und Vorschläge einbringen, aber bitte nach Rücksprache mit mir.