Hmmmmmmmh...
Ich hab mit Masha eine halbwegs ähnliche Situation hier. Ich mag sie, aber so wirklich ne Bindung hab ich zu ihr nicht. Sie wird trotzdem betüddelt, verwöhnt, gebürstet, gekrault und bekuschelt, bespaßt, tierärztlich versorgt usw., aber ich muss ehrlich zugeben: so gaaaanz mein Typ Hund ist sie nicht. Ich hab sie lieb, aber nicht so lieb wie z. B. Dino und Bonny. Und sie wäre auch im Fall der Fälle der erste Hund, den ich abgeben würde, wenn das notwendig werden würde - auch, weil sie von allen dreien einfach am unkompliziertesten ist.
Das aber auch nur unter der (mMn selbstverständlichen) Voraussetzung, dass ihr neues Zuhause dann auch wirklich für sie geeignet ist.
Ich finde es legitim, einen Hund zu behalten, obwohl man z. B. nicht "sooo" die Bindung zu ihm hat. Oder wenn man ihn nicht so sehr mag wie z. B. den anderen Hund - vorausgesetzt, man kümmert sich dann trotzdem auch um diesen Hund und unternimmt dann auch Dinge mit ihm, die ihm gefallen UND an denen man selbst auch Spaß hat. Für Masha sind das z. B. die Spaziergänge mit der dörflichen Gassigruppe - passt für mich, weil Dino mit der inzwischen recht großen Gruppe einfach überfordert ist. Masha ist das völlig egal, die läuft da einfach mit, spielt mal kurz mit den Jungspunden oder passt zusammen mit der anderen Schäfi-Oma auf die Gruppe auf oder macht einfach ihr Ding.
Ist für mich wiederum toll, weil ich dann nicht so viel managen muss wie mit Dino.
Wenn ich Masha aber z. B. überhaupt nicht mögen würde und sie deshalb nur eine Last für mich wäre, dann hätte ich ihr damals zeitnah ein passenderes Zuhause gesucht. Ein Hund hat meiner Meinung nach das Recht darauf, gemocht zu werden. Ob man den Hund dann "nur" mag, lieb hat oder liebt, ist da für mich erstmal zweitrangig, solange der Hund passend beschäftigt und in den Alltag integriert wird.