Beiträge von AlinMaus

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    Mir ist es einfach unangenehm Luna auf der Straße / im Wald / im Park etc. anzuschreien - leider bleibt einem manchmal gar nichts anderes übrig.


    Anschreien solltest du sie eh nicht. Das machts nur schlimmer.
    Wenn du rumschreist, bist du kein souveräner Führer, dem man gerne folgt. Schau möglichst (ich weiß das ist oft nicht so einfach) dass du Anweisungen dann gibts, wenn du sie auch durchsetzen kannst.

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    Luna nimmt etwas auf (z.B. Müll, Eicheln...), ich sage "pfui" und pule es Luna wieder aus dem Maul. Luna wartet kurz ab und nimmt es wieder auf. Wie soll man da ruhig bleiben bzw. reagieren? Im Nackenfell ziehen?


    Wenn du es ihr aus dem Maul gepult hast und weißt, dass sie danach wieder hingehen würde, lein sie einfach eine Weile an. Und bitte nicht am Nackenfell schütteln.

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    Letztens hat mich auch eine Situation zum Nachdenken angeregt, ich hätte heulen können:
    Ich rufe Luna zurück. Luna reagiert nicht, sondern rennt lieber noch etwas wie bekloppt im Kreis herum. Ich werde sauer und lauter, auf den strengen Ton "Du kommst jetzt SOFORT HIER hin" hört sie, kommt zu mir und unterwirft sich vor meinen Füßen... Oder sie macht sich ganz klein wenn sie weiß dass ich böse auf sie bin (und ja, sie weiß genau was sie gemacht hat! z.B. Kot gefressen), kommt zu mir und legt sich ganz flach auf den Boden und legt die Ohren an. Als ob ich sie schlagen würde :schockiert:


    Sie weiß nicht "genau was sie gemacht hat". Sie hat diese Situation schon erlebt und dein Verhalten. Sie reagiert so, weil sie auf deine grantige Stimmung reagiert.
    Wenn sie sich nicht abrufen lässt:
    Erstens würde ich sie erstmal eine Weile nur an der Schleppleine lassen.
    In solchen Situationen wie von dir beschrieben. Wenn sie nicht kommt und bekloppt im Kreis rennt, NICHT sauer und lauter werden, auch wenns schwer fällt. Weiter gehen und wenn sie wieder in der Nähe ist kommentarlos anleinen.

    Woher kommt mir das nur alles so bekannt vor.

    Wie meine Vorschreiberin rate ich auch: Erstmal tief durchatmen.

    Das was du beschreibst hab ich auch alles grade hinter mir oder bin teilweise noch drin.

    Ruhig bleiben, auch wenn man genervt ist.
    In der Zeit nicht zu viel üben/verlangen aber das was du verlangst stur durchsetzen, aber unbedingt ruhig bleiben dabei.

    Gegen so Sachen wie schlecht abrufen lassen, also alle Komandos die du mangels Zugriff nicht durchsetzen kannst würde ich erstmal Schleppleine empfehlen.

    Aber von allem finde ich ist das wichtigste möglichst souverän und entspannt bleiben. Ich hab den Fehler gemacht und war immer genervter und nervöser weil ich Angst hatte jetzt klappt dann gleich wieder was nicht. Das Ergebnis war, dass Hund lieber das Weite sucht weil er merkt, da ist Stress bei Frauchen.

    Wünsche viel Glück und gute Nerven.

    Das wird schon.

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    Hmm, auch dann, wenn ich Dir sage, dass in HH eigentlich alle Hunde in einem Hunderegister registriert sein müssen und es bei uns ähnlich aussieht wie bei Gaby in Berlin?

    Seit dem Beißvorfall 2000 versucht man ja schon mit Hundeführerschein, Meldepflicht und Co. zu arbeiten und es funktioniert nicht.

    Kontrollen gibt es auch kaum bis gar nicht. Es sei denn, Du besuchst mit Deinem Hund Touristenanlaufpunkte......

    Birgit


    Ja das glaube ich dir schon.
    Ist echt traurig.

    Dein letzter Satz ist denke ich der Ansatzpunkt.
    Wenn es nicht mehr Kontrollen gibt, wird sich niemals auch nur ein bisschen ändern.
    Auf die Vernunft dieser Leute kann man nicht zählen.

    Ich denke aber trotzdem dass, das ein Weg wäre.

    Da müsste halt dann mehr überprüft werden, ob der Hund angemeldet ist.
    In den Parks rumlaufen und die Hundehalter zu Bußgeldern verdonnern
    weil die Hunde ohne Leine laufen, können sie ja auch.

    Dass eine lückenlose Prüfung unrealistisch ist, ist schon klar.

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    Und die zweite Frage, was wird mit den Hunden der "komplett unfähigen" Halter?

    Ab in die sowieso schon überfüllten Tierheime?

    Oder gleich einschläfern?


    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs


    NEIN, aber zumindest könnte sich keiner mehr neu unüberlegt einen Hund anschaffen, wenn er überhaupt gar keine Ahnung hat.

    Wenn die Leute, die spontan einen Hund kaufen, wie eine Waschmaschine, erstmal zu einem Termin gehen müssten und einen kleinen Test absolvieren, würden es manche vielleicht schon wieder sein lassen, weil ihnen der Aufwand zu viel ist.


    Dass es ein Allheilmittel wäre, glaube ich auch nicht.

    Aber ich glaube an eine Verbesserung.

    Und zu den vielen nicht gemeldeten Hunden.
    Es könnte zumindest mehr überprüft werden.
    Ich bin noch niemals nach der Steuermarke meiner Hunde gefragt worden.

    Das wär doch schonmal ein guter Anfang.

    Ich hab schon viele Hundehalter getroffen, die nicht den leisesten Schimmer von diesen Themen hatten.

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    Wie umfangreich sollte denn so eine Hundehalterschulung sein?
    Man könnte es nur so machen wie beim Führerschein und selbst da gibt es verschiedene Klassen. Aber auch das ist nur eine Grundlage, dem Neuling fehlt immer noch die Fahrpraxis. So viel anders wäre das beim Hund dann auch nicht.


    Das stimmt schon.

    Ich denke es würde aber trotzdem einiges bringen, weil zumindest diese spontanen Anschaffungen gemindert werden würden.

    Die Leute müssten dann wenigstens ein paar Gedanken verschwenden und könnten sich nicht einfach von heute auf morgen irgendwo einen Hund holen.