Hallo zusammen,
ich möchte mich gerne einmal zum Austausch an euch wenden, da ich mich aktuell viel mit dem Thema Hund, Wesen und Herkunft beschäftige.
Ich lebe seit vielen Jahren mit Hunden, überwiegend aus dem Tierschutz.
Meine erste Hündin kam aus Spanien, später lebte Paul bei uns, ein Hund aus Kreta, der leider aufgrund schwerer Epilepsie viel zu früh erlöst werden musste.
Das war für mich eine sehr einschneidende Erfahrung.
Aktuell leben mehrere Hunde bei mir, unter anderem Leo, Simba und Enya. Enya ist eine Schäferhund-Husky-Mix-Hündin, die ich von klein auf habe. Leo und Simba kamen später dazu.
Im Laufe der Jahre habe ich bei meinen Hunden unterschiedliche rassetypische oder individuell geprägte Verhaltensweisen erlebt, die mich im Alltag teilweise stark gefordert haben – zum Beispiel einen ausgeprägten Jagdtrieb oder sehr eigenwilliges, stoisches und teils territoriales Verhalten.
Auch wenn sich vieles mit Zeit, Training und Geduld verbessern lässt, sind das Eigenschaften, die man letztlich annehmen muss und die sich nicht grundlegend verändern lassen.
Ich mag Tierschutzhunde sehr und weiß, wie viel Geduld, Verständnis und Verantwortung sie mit sich bringen.
Gleichzeitig ist mir bewusst geworden, dass Hunde aus dem Tierschutz – je nach Vorgeschichte – oft bereits einen gefestigten Charakter mitbringen, der durch frühere Erfahrungen geprägt ist und sich nicht einfach „wegtrainieren“ lässt.
Diese Erkenntnisse haben mich erstmals generell ins Nachdenken gebracht, ob ich mir, falls es irgendwann noch einmal so weit sein sollte, erneut bewusst einen Hund aus dem Tierschutz holen möchte – oder ob ein reinrassiger Welpe für mich in Frage käme, bei dem ich mir etwas mehr Vorhersehbarkeit wünsche und den ich von Anfang an selbst begleiten und erziehen kann.
Dabei geht es mir ausdrücklich nicht um eine schnelle Entscheidung, sondern um eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Rassen, die mich vom Wesen her ansprechen, wären zum Beispiel der Golden Retriever oder auch der Weiße Schäferhund. Gleichzeitig bin ich sehr vorsichtig, was Erbkrankheiten und unseriöse Zucht betrifft, und möchte auf keinen Fall Qualzucht unterstützen.
Mich würden eure Erfahrungen interessieren:
Wie habt ihr für euch Tierschutz und Rassehund abgewogen?
Hattet ihr ähnliche Gedanken nach herausfordernden Verhaltensmustern?
Wie geht ihr persönlich mit dem Thema Gesundheit und genetische Risiken um?
Ich freue mich über einen respektvollen Austausch und unterschiedliche Sichtweisen.
Vielen Dank fürs Lesen 😊