Also wenn bei uns Giftköder rumliegen würden, würde mein Hund das Grundstück nur noch mit Maulkorb verlassen.
Momentan ist sie recht zuverlässig, was das draußen was fressen angeht, aber ich weiß, dass sie Fleisch (und das ist da ja in der Regel dabei) was draußen rumliegt definitiv fressen würde. Wir fangen jetzt mal wieder mit Giftködertraining an.
Heute früh war ich echt sauer. Sie hat die letzten Tage toll gehört, war sehr brav und hat die Schleppe nur geschleppt. Also dachte ich, können wir es wagen und auf der Morgenrunde in üblichem Gebiet die Leine weglassen. Mache sie ab, sie schnüffelt, ich rufe, sie kommt, ich werfe den Ball, sie holt ihn, Rüssel auf den Boden und weg ist der Hund. Gemäßigtes Tempo, genau so schnell, dass ich sie nicht erwische. So eine doofe Tante... ich war echt sauer. Eher auf mich, dass ich die Leine nicht dran gemacht habe. Aber irgendwie auch auf den Hund. Obwohl der ja nichts dafür kann, dass er ein Jagdhund geworden ist.
Wie üblich konnte ich machen was ich wollte, mein Glück war, dass der Gassifreund kam und genau heute auch mal spielen wollte. Der spielt sonst nie, weil es zu viele spannende Gerüche gibt. Hat sie schön aus dem Tunnel geholt, Frauchen hat gerufen, mein Hund kam auch und hat sich sofort Leinenknast eingehandelt.
Fazit am Ende der Runde: es gab wohl sehr viel Wildwechsel in der Nacht und die Schleppleine ist nicht umsonst dran. Memo an mich: die Schleppe bleibt am Hund. Zumindest das erste Stück vom Weg, bis ich weiß, ob mal wieder Wild da war. Echt, da ist eigentlich nie was und genau heute sind die da durchgepflügt. Bestätigt mich aber in meinem Tun, die Leine einfach dran zu lassen. Es klappt in 90% der Fälle super und problemlos, sie hört wie eine Eins. Aber es gibt eben 10% in denen es nicht klappt und die sind nicht unbedingt vorhersehbar.