Beiträge von NalasLeben

    Nala hängt zu 99% an der Schleppleine.

    Grund: Sie möchte gern jagen und hört nichts mehr, wenn sie eine Spur hat.

    Wir haben hier zwei Stammgassistrecken. Eine am Fluss, da läuft sie auch ohne Schleppe, je nachdem wie hoch das Wasser ist. Ist das Wasser niedrig, entsteht ein Strand und dort sitzen gern Gänse/Enten/Möwen/Vögel und sie könnte bis sonstwohin rennen. Manchmal rappelt es sie auch und sie schwimmt den Enten hinterher. Da dort extreme Strömung ist, hat sie im Sommer die Schleppe dran.

    Vorteil ist, dass es dort eigentlich keine spannenden Spuren gibt, also schleppt sie die Leine tatsächlich fast die ganze Strecke.

    Geht man allerdings in die andere Richtung, gibt es Felder und eine Vogelschutzinsel, dort ist die Schleppleine in meiner Hand, weil der Reiz zu groß ist und auf der Insel Wildschweine wohnen (die letzten Jahre konnte man leider dank Niedrigwasser immer auf die Insel laufen)

    Auf der anderen Stammstrecke (die gehen wir jeden Tag), sind mehrere kleine Gebüsche, eine Seite ist (eher schlecht) eingezäunt. Dort hat sie die Schleppe immer an, weil es sie manchmal rappelt und sie auf die eingezäunten Felder oder in die Gebüsche rennt. Am Anfang ist ein Feld, daneben Radweg, daneben Gebüsch wo Wild ist. Auf dem Feld läuft sie nur mit Schleppe in der Hand. Am Ende des Weges gleiches Spiel.

    Wir haben in der Regel eine 5 Meter Schleppe, die darf sie so oft wie möglich schleppen.

    Problem sind bei ihr nicht sichtbare Tiere/Reize sondern tatsächlich die Spuren. Da hört sie dann nichts mehr. Ist zwar nicht schnell, aber gerade so schnell, dass man sie sich nicht greifen kann. Da macht es die Schleppleine deutlich einfacher. Daran kann ich sie mir angeln.

    Es gibt Gebiete, da ist die Wilddichte so stark, da lasse ich sie nicht los. Wenn wir im Wald sind, dann läuft sie an 10 Metern. Auch dort kann ich sie gar nicht losmachen.

    Meine Mutter geht mit ihr nur an kurzer Leine oder mit Schleppleine in der Hand, weil sie Angst hat, dass sie wegläuft.

    Ich muss sagen, mich stört es nicht mehr. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich sie wohl nie überall und ganz ohne Schleppleine laufen lassen kann. Wir arbeiten sehr am Grundgehorsam und Rückruf auch von Spuren weg, aber es wird immer Situationen geben, in denen andere Hunde mehr Privilegien haben wie sie.

    Wir gehen jeden Morgen mit mehreren Hunden. Die spielen auf der letzten Wiese immer noch mal. Nala kann da eben nicht mitspielen, da üben wir gerade an der Erregung bzw. Impulskontrolle, weil sie da auch gern mal schreiend in der Leine hängt.

    Leider kann sie sich an solchen Orten auch nicht 100% auf das Spiel konzentrieren. Wenn die alle rennen, dann wird der Radius schnell größer und wenn sie dann irgendwo 20 Meter weiter weg was tolles riecht, dann ist sie weg.

    Also Nala geht direkt nach dem Aufstehen in den Garten und macht beide Geschäfte, dann gibt es Frühstück und eine Stunde später gehen wir unsere große Runde. Dann pennt sie, geht Mittag kurz in den Garten, Nachmittag gehen wir noch eine Runde und so gegen 6 gibt es Abendbrot. Danach pennt sie auch, bis wir ins Bett gehen. Da geht sie nochmal schnell pinkeln nach nebenan auf die Wiese und dann ins Körbchen.

    Zwischendurch bekommt sie beim Gassi Leckerlies, sonst auch mal was vom Tisch und Mittag eine Möhre und manchmal was zu knabbern.

    Also wir gehen täglich mit zwei Elos Gassi. Sind zwar keine Klein-Elos aber ich kann dir trotzdem mal meine Erfahrungen mit denen teilen.

    Beides sehr nette Hunde, keinen bis wenig Jagdtrieb, bellen nicht und sind nett zu anderen Hunden. Sie sind aber recht eigenständig, machen lieber ihr Ding. Der Rüde ist die meiste Zeit am schnüffeln, hört zwar, aber kommt gern auch erst beim dritten Mal rufen. Die Hündin ist auch sehr nett, spielt gern, ist aber ein Schönwetterhund. Bei Regen will sie nicht Gassi. Beide sind sehr gemütlich.

    Ich persönlich finde beide toll und kann mir einen Elo auch persönlich vorstellen.

    Was mich aber ein wenig stört, ist eben diese, bei dem einem extrem rauskommende Eigenständigkeit. Der rennt nicht weg, aber er macht eben sein Ding. Mit seiner Besitzerin kooperieren tut er nicht immer.

    Und das Fell bei beiden ist einerseits total weich und plüschig, aber eben auch echt viel. Da hängen immer Kletten oder Dreck drinnen und wenn die mal schwimmen waren, dann brauchen sie den restlichen Tag zum trocknen.

    Also ich finde das Färben der Hunde auch befremdlich und nicht so schön. Ich finde aber auch frisierte Pudel nicht schön. Meine Meinung. Deswegen urteile ich aber nicht darüber, ob die Hunde vermenschlicht werden oder nicht.

    Das kommt dann immer auf die Definition an, was man als vermenschlicht sieht. Bei manchen fängt es doch schon dabei an, dass der Hund aufs Sofa darf. Ja, dann vermenschliche ich meinen Hund auch.

    Letztendlich ist es ja aber relativ egal, wenn der Hund auch Hundedinge machen kann. Sich dreckig machen darf, artgerecht ernährt und beschäftigt wird, gut versorgt ist usw. Dann ist es doch egal, ob der auf dem Sofa liegt oder nicht.

    Gleiches gilt für mich auch für die Erziehung. Mein Hund ist soweit erzogen, dass er macht, was ich will (meißt zumindest). Für manch andere ist er total unerzogen. Manche regen sich zB auf, dass mein Hund nicht ordentlich Platz kann. Warum sollte sie aber, wenn ich das einfach nicht brauche.

    Hier gab es Canosept Zahnpflegepads, eine Backmatte und eine Hundemarke mit Telefonnummer fürs Terriertier.

    Da der Versand aus GB ewig gedauert hat, hatte ich schon damit gerechnet, dass sie irgendwo unterwegs verloren gegangen ist und nicht mehr kommt...

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    Oh, wo ist die her?