ach dann pack ich mein Geständnis auch dazu. Mala ist ja nur noch an der Schlepp und es läuft wie immer super. Sie lässt sich wunderbar abrufen wenn die Nase droht im Maisfeld zu verschwinden. Kommt raus wenn sie schon einen Schritt reingemacht hat etc. - bleibt ansprechbar auch wenn sie offensichtlich Rehbraten in der Nase hat.
TROTZDEM hab ich mich noch nicht mal rangetraut die Schlepp fallen zu lassen, geschweige denn sie abzuleinen! Zeigt also meine doch eigentlich realistische Einschätzung der Situation
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Vor 1 Woche war ich dann mal wieder mit ihr und dem Dogscooter unterwegs und hatte neben der Scooterleine nur eine kurze dabei. Da kommen uns zwei ihrer jungen Freunde frei entgegen und ich denk mir, passt schon, sie spielt ja eigentlich eh nicht mehr seit Kurzem.
Nach der stürmischen Begrüßung wollte sie dann doch spielen und ich war so entzückt darüber, dass mein Gehirn vor lauter Herzchen auf Standby ging und ich ihr die kurze Leine abgemacht hab, damit sie kurz mit den beiden Wilden toben kann. Neben einem Maisfeld
. Ging eine Minute gut, bis das Spiel in Richtung des Maisfeldes ging und Mala halt einfach weitergerrannt ist
. Ja witzig, haben wir erst vor ein paar Beiträgen festgestellt, dass erhöhte Aufregung das Ganze einfach noch mehr fördert, in dem Moment hätte ich mich ohrfeigen können und hab zu der einen Besitzerin dann gesagt "Jetzt glaubst du mir wenigstens, dass ich sie echt nicht losmachen kann aktuell"
. Einer ihrer Hunde kam zurück, war dann aber weg als ein Reh aus dem Maisfeld gehüpft kam. Die Besitzerin war absolut fassungslos - ihre knapp 1 Jahre alten Hunde jagen ja schließlich nicht und das bleibt sicher auch so
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Wir sind dann ans Ende des Maisfeldes marschiert und von dort geht es runter, so talähnlich und auf der anderen Seite wos wieder hochgeht ist das nächste Maisfeld, links daneben ein Wald. Da sind die Hunde grad hingerannt und aus dem Maisfeld kamen dann auch 2 Rehe raus
. Mala sei wohl links im Wald verschwunden... ich hab dann meinen Mann angerufen weil das Stückchen Wald direkt an der Siedlung ist und somit näher Daheim als der Ort von dem sie losgerannt ist. Plus es war sehr warm an dem Abend. Er soll sich bitte das Fahrrad schnappen und schauen, ob er sie von der anderen Seite her findet.
Keine 5min später ruft er an, er hat sie gefunden. Sie lag hechelnd und atemlos in der Wiese am Wegrand
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Moral von der Geschicht: Das war die letzte Geschichte von Fahrlässigkeit meinerseits. Ich lass mich nicht mehr von an mich herangetragenen Situationen in eine Lage bringen von der ich einfach weiß, dass sie schief gehen wird 