Alles anzeigenGibt es nicht? Ich habe mittlerweile zwei Hunde auf sicheren 100%. Sicher deswegen, weil sie mittlerweile verstorben sind. Das letzte Mal, dass mir ein Hund bei Wild wirklich ausgekommen ist, war der Familienhund bevor ich ausgezogen bin, das ist 15 Jahre her. Und ich hasse an der Leine gehen....
Sorry, aber das was du da erzählst klingt für mich nicht Mal nach den "ein Hund ist nunmal ein Lebewesen, da gibt es nie absolute Sicherheit"-99,9%. Davon abgesehen, hattet ihr nicht vor nicht allzu langer Zeit das Problem, dass dein Hund ein Reh erwischt hat oder so ähnlich? Ich will dich nicht angreifen oder so, wirklich nicht, aber wenn meine Hunde sich benehmen würden wir du es schilderst würde ich an die 100% nicht einmal denken.
Trotzdem tust du es irgendwie. Ist aber auch egal.
Ja, stimmt. Im letzten Mai habe ich Kaya vom Reh runtergezogen und hab mir deswegen vom Forum böse den Arsch versohlen lassen.
Dass sie eine ernsthafte Jägerin ist, wusste ich vorher.
Sie war im Freilauf auf dem Weg mit Wegekommando. Als sie runter vom Weg ist, wusste ich, dass es ernst ist, denn ansonsten würde sie das "auf dem Weg bleiben" nicht missachten. Ich habe schon beim Starten gesehen, dass sie "on" ist und ja, da hat sie dann das "raus" ignoriert. Kennte ich sie nicht so gut und hätte ich nicht gewusst, dass da was ganz nah sein muss, was sich "lohnt", hätte ich sie nicht 0,3 Sekunden, nachdem sie am ruhenden Reh war, am Schlaffitchen gehabt.
Man kann es natürlich so sehen, dass das ein riesen Versagen auf allen Kanälen war: Erziehung des Halters hat versagt, Gehorsam des Hundes hat versagt...
Man kann aber auch sehen, dass sie immer noch unter Kontrolle und im Einflussbereich des Halters war, denn sonst wäre das Reh tot gewesen.
Großer Reiz auf kurzer Distanz bei einem Hund, der zugegeben auch durch meine Fehler eine ordentliche Jagdpassion entwickelt hat - da kann das passieren.
Ist es seither nicht mehr und ich behaupte immer noch: ich kann sie am Wildreiz gut kontrollieren und managen.
Das darfst du aber gerne aus der Ferne weiter anzweifeln.
*seufz* Ja, genau so wie du es aufgefasst hast war es eben nicht gemeint.
Hm, wie kann ich es denn anders formulieren was ich meinte....
Vielleicht mal andersrum. Ich habe ja 3 meiner Hunde als 100% beschrieben und Argos, obwohl der eben auch wirklich gut kontrollierbar (und noch nie abgehauen) ist nicht. Das liegt einfach an dem Unterschied den ich tagtäglich sehe. Argos kann frei laufen, ich lasse den sogar mittlerweile weiter frei laufen, wenn ich weiß, dass er was in der Nase hat oder wenn er vorsteht, eben weil er auf Platz liegt. RR muss ich teilweise wiederholen, aber das Platz ist wirklich fest. ABER ich muss ihn eben, wie du sagst, kontrollieren und managen. Eben weil es nötig ist. ER hat ein absolutes Wegegebot, das ich immer mal wieder einfordern muss. Weil es ohne nicht gehen würde usw. Ich habe immer mindestens ein Auge auf ihm, vor Kurven oder wenn ich merke, dass er was in der Nase hat wird sofort abgebremst, die Zügel enger genommen usw. Das geht so ganz gut. Ist auch nicht mal so unentspannt wie es eventuell klingt, aber ich muss eben immer bei ihm sein. Immer.
Bei den anderen 3en sieht/sah das anders aus. Kein generelles Wegegebot, und wenn dann rein aus Rücksicht aufs Wild, nicht weil ich das für den Hund bräuchte. Ich kann meine Gedanken schweifen lassen, nicth auf sie achten. Selbst bei Wildsichtung reicht maximal (!) ein leises Geräusch, Kommando ist/war nicht nötig. Oder vielleicht alle paar Jahre mal, wenn sie der Hafer sticht (und dann wird es sofort befolgt). Kurz, ich kontrolliere und manage da nichts. Die kennen die Regeln, die wissen, dass sie nicht dürfen, die probieren es gar nicht erst. Nicht weil sie kein Interessse haben, sondern, weil die die Regeln so verinnerlicht haben. DESWEGEN sind die 100%, weil da so viele safe guards da waren, auf die ich mich alle verlassen kann/konnte, dass der Hund in der Praxis nie dazu kam alle zu überwinden und jagen zu gehen.
Davon bist du weit entfernt. Heißt, würdest du mir deine Kaya geben und sie würde bei mir exakt so hören wie bei dir, würde ich noch gar nicht über dieses Thema nachdenken, weil es dazu viel zu weit davon entfernt ist. DAS war es was ich im Endeffekt ausdrücken wollte.
Wie Argos, bei dem denke ich auch absolut noch nicht darüber nach, obwohl wir einen in der Praxis funktionierenden Freilauf haben und er, zumindest wenn ich deine Schilderungen lese, besser kontrollierbar ist als Kaya.
Man braucht diesen Gehorsam auch nicht unbedingt für den Alltag, wie gesagt, geht mit Argos ja auch so, genau wie bei vielen anderen HH auch. Ist aber trotzdem was anderes als so ein Verlass-Hund.
Ja, ich habe da extrem hohe Standards. Ja, ich bin da von meinen früheren Hunden verwöhnt. Das weiß ich.