Beiträge von Javik

    Was soll den ein amerikanischer Teckel sein?

    Die sind eine so deutsche Rasse, dass selbst die Amis die Dachshund nennen.

    Und noch dazu sind es Jagdgebrauchshunde, selbst aus einer der Begleithundezuchten, die ja meist selbst im besten Fall sehr nah an der Qualzucht sind, wissen die normalerweise noch was ihr Erbe ist.

    Also mal die Frage, warum wollt ihr genau diese Rasse? Oder in eurem Fall ja eher "Rasse"?

    Wenn die Größe des Gebietes fest ist, reicht die darin erhaltene Menge an Wild zur Versorgung von x Wölfen.

    Nein.

    Nicht Wild, Nahrungsangebot.

    Nutztiere sind Nahrungsangebot. Abfalleimer und Mülltonnen sind Nahrungsangebot. Vorratslager usw. sind Nahrungsangebot.

    Und, da die lieben Tierschützer den Wolf ja lieber langsam an Hunger verrecken lassen (nachdem er sorgfältig durch hohe Populationsdichte an Menschen gewöhnt wurde), anstatt ihm eine schnelle Kugel zu gönnen, möchte ich dran erinnern, dass die Wölfe früher auch selten, aber eben nicht nie, an Haustiere und durchaus auch Menschen gegangen sind.

    Dieses - noch nicht existierende - Gleichgewicht wird in Deutschland verfälscht, u.a. durch das 'Angebot' von Nutztieren und Jäger, die im Rahmen der Waldhege das Wild reduzieren.

    Es gibt in einem stark besiedelten, stark kultivierten Gebiet wie D kein natürliches Gleichgewicht. Es gibt ein Gleichgewicht mit dem Menschen. Der und seine Handlungen bestimmen das Gleichgewicht maßgeblich. Und da er durch seine Eingriffe immer wieder für Änderungen sorgt, kann man sich das Wort Gleichgewicht auch ziemlich sparen.


    Aber spinnen wir deinen Gedanken einfach mal weiter. Der Wolf wird immer mehr bevor ihn Hunger, Krankheit und Stress dahinraffen.

    Hunger bedeutet, dass der Wolf zuerst auf andere Nahrungsquellen ausweichen wird. Eben unsere Nutztiere, unsere Haustiere, unsere Mülleimer. Also keine Sorge, der Stadtwolf wird kommen, wenn es so weiter geht.

    Diese Stadtwölfe sind dann durch die hohe Populationsdichte mit einigen Krankheiten ausgestattet. Wer davon alles betroffen ist, hängt von der Krankheit ab. Aber beim Hund ist garantiert, dass der sich das alles einfangen kann.

    Und dann wäre da noch das Thema Stress. Die Bevölkerungsdichte wird immer größer, die Konkurrenz steigt, die Nähe zum Menschen steigt usw. Und jetzt Frage: Wer kennt entspannte Menschen die unter hohem Stress stehen? Heißt, die Auseinandersetzungen werden steigen. Auch Auseinandersetzungen mit dem Menschen.

    Hast du dich eigentlich jemals damit beschäftigt wie diese Überpopulation, die du ja als Regulator befürwortest, normalerweise aussieht? Ich würde ja sagen, schau dir mal an wie das bei großen Raubtieren aussieht, aber mir fällt gerade echt kein Beispiel dafür ein. Und warum? Weil Menschen überall auf der Welt lange vorher eingreifen um sich selbst zu schützen. Denn, wie du richtigerweise sagst, dort wo es natürliche Gleichgewicht gibt, eskaliert die Situation nicht. Das kann sie nur in der Nähe von Menschen. Aber das ist in D nunmal überall gegeben.

    Davon abgesehen, dem Wolf geht's derzeit noch echt gut, wir sind also noch lange nicht an dem Punkt der dieses Gleichgewicht, auf das manche hoffen, darstellen würde. Heißt die derzeitigen Probleme (und mehr) wären in der Zukunft ganz normal.

    Der vergleich mit dem Pferd ist leider nicht passend bzw. Hilft nicht .

    Das ist kein Vergleich, sondern ein Sprichwort:

    Wenn man vom Pferd fällt, muss man gleich wieder aufsteigen.

    Eben dass man nach solchen Zwischenfällen den Ort/Tätigkeit nicht meiden soll.

    Ich finde die neuerliche Beschreibung aber auch komisch. Der Hund packt mehrfach zu, dass du ins Krankenhaus musst und die gesamte Nachbarschaft, inkl. Partner, den Hund als lieb bezeichnet....

    Und nehmen wir mal an, dass pro auffälligem Wolf nur alle 2 Jahre 2 oder mehr Welpen überleben, dann verdoppelt sich die Anzahl (mindestens) alle 2 Jahre. Dann fallen irgendwann die Altwölfe weg, dafür geben die Welpen das Wissen dann an ihre eigenen Welpen weiter usw.

    Wenn 2 Wölfe überleben bleibt die Anzahl konstant, diese beiden hatten 2 Elterntiere. Bei den in abgelegeneren Gebieten lebenden Rudeln werden im Verhältnis tendenziell mehr Nachkommen überleben, da weniger natürliche bzw. unnatürliche Gefahren vorhanden sind. Hinzu kommen dann auch noch so Faktoren wie Konflikte um Territorien, die auch einbezogen werden müssen. So pauschal kommt die Aussage nicht hin, daß Risse an Nutztieren im Verhältnis zur Gesamtanzahl ziemlich konstant geblieben bzw. im Verhältnis in den letzten Jahren sogar rückläufig sind, spricht auch eher gegen diese These als dafür.

    Anzahl der Risse an Nutztieren:

    https://www.dbb-wolf.de/wolfsmanagemen…hadensstatistik

    2 pro Leben, nicht zwei pro Wurf...

    Dafür gibt es in den abgelegenen Gebieten auch kein so gutes Nahrungsangebot. Die Forste sind seit Jahren ziemlich leer geschossen, damit den Bäumen nichts passiert.

    flying-paws

    Ja, ein guter Hinweis!

    Ich habe - jetzt kann ich es endlich mal anbringen- letztlich gelernt, dass der Begriff „(Internet-)Troll“ nichts mit dem Fabelwesen zu tun hat, sondern von „trawl“ kommt, was „netzfischen“ bedeutet…

    das wäre eine perfekte Frage für den Quiz-Thread gewesen! Oh neini! So eine Verschwendung!

    Genau meine Gedanken beim Lesen gerade :lol:

    Da gibt es leider wenig außer hinfahren und an dem Ort wieder gute Erfahrungen sammeln um das wieder umzupolen im Gehirn.

    Wenn man vom Pferd fällt... da ist was dran.

    Was du aber für den Anfang machen könntest wären zusätzliche Schutzmaßnahmen. Dein Freund bittet den Nachbarn wenn du ankommst/raus gehst den Hund nicht raus zu lassen/extra zu sichern, dein Freund erwartet dich vor der Türe damit du nicht alleine draußen bist, vielleicht kann er sogar paar Kumpels mobilisieren die die ersten paar Male auch Bodyguards spielen. Was auch immer hilft dich an dem Ort sicher genug zu fühlen um es zu ertragen.

    Was du, egal wie sehr du es tun willst, nicht tun darfst ist den Ort meiden oder andere Hunde meiden. Das festigt sich und verschlimmert sich und dann hast du eine ausgewachsene Phobie. Und die loszuwerden ist wirklich ekelhaft, gerade wenn es einen guten Grund dafür gibt, kann ich dir aus Erfahrung sagen. Deswegen auch bei Hilfen, diese von Anfang an nur als Hilfen betrachten und schnellstmöglich wieder abbauen.

    Ich wünsche dir alles Gute. Augen zu und durch. Das schaffst du.