Ich kann dir erzählen wie es bei mir war wenn das hilft?
Mich hat der Welpenblues vor 2 1/2 Jahren auch extrem getroffen als wir Mico bekommen haben. Da bettelt man sein ganzes Leben darum einen Hund haben zu dürfen, freundet sich mit zich fremden Hunden an, ließt alles was man in die Finger bekommt, informiert sich von A bis Z, dann kommt mit 18 Jahren der herbeigesehnte Welpe und...mit ihm der Welpenblues.
Mico war...schwierig als Welpe. Oder zumindest ist er mir so vorgekommen weil ich wirklich mit allen anderen Welpen super klargekommen bin, nur mit meinem eigenen kleinen Monster eben nicht. Beruhigenderweise hatten aber auch erfahrene Hundehalter die ihn kennengelernt haben ganz schön mit ihm zu kämpfen und haben uns bestätigt das wir nichts per se falsch machen oder zumindest nicht extrem falsch machen.
Ich hab so ziemlich Micos ganze Welpenzeit nur heulend verbracht, immer wieder Panikanfälle bekommen und hatte iwann sogar Meltdowns was so untypisch für mich ist das es Alarmstufe Dunkelrot war. Hätte dieser Zustand viel länger angehalten hätte Mico gehen müssen weil es zu gefährlich geworden war. Für mich, nicht für den Welpen.
Aber es ist besser geworden. Langsam stück für stück haben wir es geschafft und heute will ich den Doofkopf nicht mehr missen. Eins der entscheidenden Dinge die ich lernen musste war wohl die Dinge lockerer zu sehen und nicht jedes Mal einen Herzinfarkt zu bekommen weil iein Buch iwas gesagt hat. Leichter gesagt als getan
Es hat wirklich eine ganze Weile gedauert bis ich es geschafft hatte meinen Instinkten zu vertrauen und die Sache mit Humor zu sehen. Galgenhumor war gerade am Anfang wirklich hilfreich, vor allem da ich zu dem sowieso neige.
Absolutes Gift war es dagegen mir überglückliche Welpenbesitzer anzusehen die super zurecht kommen. Nicht das ich ihnen das nicht gegönnt hätte, es hat bei mir aber nur das Gefühl verstärkt auf ganzer Linie zu versagen was ziemlich kontraproduktiv ist.
Evtl würde ich dir einen Welpenauslauf oder eine Box für den kleinen Mann empfehlen. Einfach ein Ort an dem du ihn sicher parken kannst und die 100% Gewissheit hast das nichts passieren kann. Vllt musst du dich dann trzd zwingen ihn immer im Auge zu haben, aber es ist doch einfacher wenn man zumindest im Kopf weiß das nichts passieren kann.
Denk daran: Baby steps. Es wird nicht heute wieder gut sein, nicht morgen und vermutlich auch nicht übermorgen, aber du kannst dich da raus arbeiten. Ein Schritt nach dem anderen und wenn man manchmal ein paar Schritte zurückgehen muss dann ist das eben so
Du hast nichts falsch gemacht manchmal passiert sowas eben einfach