Mein Gusti wurde 15,5 Jahre alt. Er war über ein Jahr so dement, dass er vor seinem Futternapf stand und nichts damit anfangen konnte. Ich habe ihn mit dem Löffel gefüttert. Und ich habe immer gesagt, er ist alt und nicht krank. Wir konnten das leisten, weil wir schon im Ruhestand waren. Berufstätig und mit Kind? No way, so hart das klingt. Dabei war er nicht gefährlich und als 5kg - Hund gut zu händeln.
Er ging ganz friedlich von selbst, ich war die ganze Nacht dabei. Jetzt würde ich sagen - nicht nochmal, auch wenn noch klare Momente da sind. Es wird nicht besser, nur schlimmer. Und die Situation beurteilen können nur die, die das Ganze schon erlebt haben. Mit allen Gefühlsschwankungen, mit dem Mitleid, mit der Verzweiflung... Er war ein stolzer Hund und ich glaube heute nicht mehr, dass wir ihm einen Gefallen damit getan haben, ihn unbedingt am Leben zu halten, als er gar nicht mehr wusste, was Leben heisst. Ich wünsche Euch viel Kraft für die Entscheidung.