Beiträge von Co_Co

    Positive Strafe stets und ständig :ka: ich wüsste aber auch nicht wie ich das echte Leben so kontrollieren sollte, dass ich immer rein Belohnungsbasiert auf den jeweiligen Stand des Hundes eingehen könnte. Und selbst wenn, dann bleiben noch Tagesform und Fehleinschätzungen meinerseits.

    Warum kannst du gezieltes Training nicht so gestalten?

    Wenn du ne schlechte Tagesform hast, trainierst du halt nicht gezielt an den Baustellen sondern machst was anderes.

    Fehleinschätzungen passieren, das ist ja nicht gewollt oder beabsichtigt.


    Es geht darum gezieltes Training positiv zu gestalten bzw ohne pos Strafe. Nicht um Alltag oder Notsituationen.


    Und eig geht es in dem Thread doch darum wer wie erzieht/trainiert. Und nich darum was ist besser/schlechter.

    Es geht doch direkt explizit um Alltag und das man dort halt die Umwelt nicht kontrollieren kann, den Hund aber schon ( und irgendwo auch muss ).

    Wenn man nen schlechten Tag hat in welcher Form auch immer passt man die Route/ Dauer an aber muss sich trotzdem darum kümmern das der Hund in diesem Alltag keinen Mist baut. Alltagserziehung passiert immer und die ist bei den wenigsten steril/ in Kontrolle über die Außenwelt trainierbar .

    Das ist ja auch hier in vielen Threads häufig das Thema/ Problem. Die Leute kriegen eingetrichtert man muss Dinge völlig seperat üben und draußen wird ( häufig falsches ) Management statt Erziehung betrieben. So kann der Hund sich an den Alltag den er mitmachen muss/ soll natürlich nicht gewöhnen und noch weniger kann dort der Gehorsam greifen wenn man fernab davon "trainiert".

    Deshalb trennen so viele Leute auch explizit Alltagserziehung von Ausbildung bereits in dieser Diskussion .

    Im Alltag je nach Gegebenheiten habe ich einfach nicht unbedingt die Kapazitäten bei dort wichtigen ( weil gefährlich) Themen für X Jahre rumhampeln um eine Alternative aufzubauen, da ist ein Verbot im Ansatz bei dem unerwünschten ( und tendenziell gefährlichen Verhalten) schneller , stressfreier und sicherer. Den Rest kann ich trotzdem primär über Bestätigung erarbeiten.

    Aber ich frag mich auch ganz oft was einige Leute so viel trainieren müssen im Alltag. Da muss ein immenser Anspruch herrschen an Kommandos ?

    Co_Co Also nein, überraschen tut mich da gar nichts, wenn meine Hund auf einen drohfixierenden Rüden anspringt. Nur verhindern kann ich es trotzdem nicht immer.

    Die Situation entschärfen kannst du bestimmt in den meisten Fällen ( klar direkt am Hang / Wasser eher nicht aber ich denke du weißt was ich meine). Es gibt immer Situationen die unvermeidlich blöd sind*, aber wenn du es kommen siehst weil du das Auge geschult hast ist es häufig möglich dafür zu sorgen das es nicht komplett eskaliert. Nichts anderes meinte ich. Es sind doch absehbare Dinge , wir reden ja nicht von nem UFO was plötzlich neben uns landet und man ist komplett mit der Ausnahmesituation überfordert weil es nichts ist was man sich je hätte er denken können. Deshalb hatte ich als Beispiel meine absolute Ausnahmesituation geschildert vor ein paar Seiten.

    Wenn ich dann noch weiß was ich wie will / machen muss weil es logisch ist ( nicht panisch rumschreien überspitzt gesagt) kann ich die Situation ja dennoch kontrolliert beenden und fertig.


    * Das kennen wir doch alle. Betreibt man Schadensbegrenzung.

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    Nyriah "hier" -> im Forum. Ich glaube das wurde von dir sehr persönlich aufgefasst .

    Zum Rest ... grade mit der beschriebenen Vorbereitung find ich es einfach schwer nachvollziehbar wenn man sich dann dennoch schwer tut. Das ist natürlich Typsache wie schnell man was umsetzen kann, ob man eher verkopft ist etc. Aber trotz all der Vorbereitung? Das kenn ich so zu Anfang von den Leuten mit ihren Hunden die mit Problemen zu uns kommen aber da platzt der Knoten sehr schnell.

    Dazu muss ich aber nochmal was sagen: bist du noch nie, trotz Vorbereitung, du eine Prüfung gefallen? Vorbereitung wappnet einen doch nicht automatisch gegen ALLES! Hunde sind doch individuelle Lebewesen die du nicht in eine Schablone pressen kannst.

    Doch , bin ich. Allerdings bin ich ein Mensch mit immenser Prüfungsangst ( gewesen ). War sehr blöd und limitierend und schade in vielerlei Hinsicht in der viel zu langen Zeit bevor das behoben wurde.

    Es geht auch nicht um Schablonen , woher nimmst du das ? Es geht darum nicht blind überrascht zu werden von absehbaren Verhalten was man kommen sehen kann.

    Als Beispiel, dir kommt ein droh fixierender Hund entgegen und du hast einen eher sensiblen Hund . Da überrascht dich wenn du mehrere Hunde in Begegnungen beobachtet hast nicht das dein eher sensibler Hund reagiert auf so etwas ( wie ist dann abhängig davon wie der Hund gelagert ist, welche Erfahrungen etc aber das weißt du ja dann ) und du kannst eine Eskalation verhindern/ die Situation vorab entschärfen.

    Du hast eine Begegnung während dein Hund / deine Hunde im Freilauf sind wo plötzlich eine Wildschwein Rotte 5 Meter neben und dann 10 Meter vor euch durch Gebüsch und über den Weg rennt -> auch da wirst du nicht überrascht sein ( OK das durchaus je nach Region :ugly:) bzw nicht gelähmt und wirst deinen Hund unterstützen können die richtige Entscheidung zu treffen. Sei es durch " ja super schnell, komm her" oder halt " EY DENK NICHT DRAN! KOMM HER". Und dann halt bestätigen.

    Ist das verständlicher?

    |):lol:ok lassen wir das.

    Doch, du zeigst grade nochmal sehr deutlich das ich ( und andere ) das genau richtig verstanden habe was du meinst direkt bei deinem ersten Beitrag.

    Ich gebe zu, wir haben nie einen richtig guten Abbruch aufgebaut. Denke das ist der typische Anfängerfehler. Man hat so ein halbseidenes "nein" und manchmal noch, ein schärfer ausgesprochenes "lass das" als quasi Eskalationsstufe zum nein. Und das war es.

    Auch ein Anfängerfehler: Dass ein Abbruch immer etwas Negatives/negativ Aufgebautes sein muss.

    Es funktioniert auch mit Freude.

    Ich finde es auch sehr schwierig, als Gegenteil zur positiven Verstärkung immer "Strafe" zu nutzen, weil Strafe darauf beschränkt ist, ein Fehlverhalten abzustrafen, ohne einen direkt Bezug zu diesem zu haben.

    In meiner Welt hat Fehlverhalten Konsequenzen.

    Das wird vermutlich ähnlich zu dem sein was viele als Korrektur betiteln?

    Ich möchte allerdings ergänzen das ich den viel größeren Denkfehler sehe in dem Glauben das rein verbaler "Abbruch" überall reicht. Der muss ja erst eine Bedeutung haben , einige Hunde pushen sich je nach Stimme auch noch mehr .

    Hier gibt es ein sehr seltenes Wort was dem Hund/ den Hunden deutlich sagt - Grenze überschritten, nicht Mal mehr dünnes Eis.

    Und 1-2 Worte / Laute die warnen / korrigieren.

    In Sport gibt es das hier in anderer Form , vermutlich das was du mit freudig meinst ? "Nicht ganz richtig, probieren wir das nochmal". Aber in kürzer.

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    Nyriah "hier" -> im Forum. Ich glaube das wurde von dir sehr persönlich aufgefasst .

    Zum Rest ... grade mit der beschriebenen Vorbereitung find ich es einfach schwer nachvollziehbar wenn man sich dann dennoch schwer tut. Das ist natürlich Typsache wie schnell man was umsetzen kann, ob man eher verkopft ist etc. Aber trotz all der Vorbereitung? Das kenn ich so zu Anfang von den Leuten mit ihren Hunden die mit Problemen zu uns kommen aber da platzt der Knoten sehr schnell.

    noda_flake gehst du davon aus das User die es nicht explizit erwähnen sich nicht weiterbilden ?

    Natürlich kann man nicht von sich auf andere schließen. Das tue ich auch nicht, eigentlich ging ich davon aus das dies deutlich wurde. Spätestens jetzt müsste es das ja sein .

    Warum du so extrem betonst das es "netter und fairer " ist dem Hund Dinge wo es möglich ist nett zu erklären wenn dir ja eigentlich bewusst ist wie es läuft und man ohne Strafe nicht auskommen kann wirft das einfach Fragezeichen auf. Hier sind wohl kaum die extremen Hardliner unterwegs die du vermutlich meinst.

    Es klingt auch einfach immer etwas überheblich allgemein von " Hunde lernen über positive Verstärkung besser " zu reden wenn man da kaum Vergleichswerte hat bezogen auf Alltagserziehung . Nicht gesonderte Ausbildung, da unterscheide ich aber z.B auch .

    Es gibt einfach Hundetypen denen liegen stumpfe Verbote besser als viel Bestätigung und mitdenken . Vielleicht hab ich da aber auch zu weit gedacht beim lesen deines Beitrages und du meinst es anders, das ist ja im lesen manchmal schwerer als im direkten Gespräch.

    Nur weil man straft heißt das nicht das dem Hund nicht deutlich gezeigt wird was erwünscht ist und Dinge/Kommanos ohne Belohnung beigebracht wird.

    Das hat auch keiner behauptet. :ka:


    Und es ist leider sehr überheblich zu sagen das Menschen selber Schuld sind nur weil ihnen als Ersthundehalter Wissen fehlt, dass du dir nach jahrelanger Hundehaltung angeeignet hast.

    Dein erster Beitrag klingt da Abschnittsweise schon arg nach :ka:

    Ja es hat Vorteile mit Hunden aufzuwachsen und die immer schon lesen zu lernen . In der Zeit heutzutage wo Informationen aber sehr einfach zugänglich sind seh ich das Argument " Erst Hundehalter" so einfach nicht mehr als gut funktionierende Erklärung für mangelndes Grundwissen.