Beiträge von Montagsmodell

    Nun ja, sagt im Zweifel einfach, ihr wärt eben etwas farbkonservativ:

    Ursprünglich waren sämtliche Rot- und Rosatöne einmal die Farbe von (adligen) Männern, man denke nur an das königliche Purpur. Wohingegen Blau als Farbe für (adlige) Damen galt, in Anlehnung an den Mantel der Jungfrau Maria. So wie überhaupt bunte Farben den Männern zugeordnet wurden, von wegen bunte Uniformen, während Frauen eher gedecktere Farben trugen (züchtige Hausfrau). Das mit der Farbintensität kehrte sich entsprechend um, als die Soldaten durch die veränderte Kriegführung gedecktere Tarnfarben trugen, nun trugen "coole Typen" eben dunklere Farben während die Damenwelt die bunten Töne wählte.

    Und noch vor hundert Jahren war es hier bei uns völlig klar, dass Buben das "kleine Rot", sprich Rosa, tragen, während Mädchen das zartere Hellblau doch viel besser steht...

    So, OT Ende...

    Das ist natürlich blöd, wenn man so in der Luft hängt. Hat sie denn wenigstens durchblicken lassen, ob ihre Zweifel sich auf euch als neue Halter beziehen oder ob sie sich einfach noch nicht wirklich dazu durchringen kann, die Hündin auch tatsächlich abzugeben?

    Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, Aussagen, die in diese Richtung gehen.

    Na ja, kann man schon verstehen - genau wie auch die Position, dass der Welpe nicht zurück soll. Da wir alle ja keine realen Bilder vor Augen haben, kommt es wohl sehr darauf an, welches Kopfkino jeweils läuft und mit wem man jeweils mitfühlt: Bei den einen ist es der Welpe, um dessen Schicksal man sich Sorgen macht, inklusive Bildern eines richtig kranken kleinen Kerls, der in inkompetente Hände zurück soll. Bei den nächsten die TE, und der Frage "was tu ich nun, ich kann den kleinen Kerl doch nicht dorthin zurück geben - das wäre ja als hätte ich ihn persönlich zu einem schlimmen Schicksal verurteilt!". Und für die dritten ist es die junge Frau, die überfordert war, Hilfe gesucht hat und der nun ihr Hund vorenthalten wird...

    Was davon am ehesten der Realität entspricht, können wir nicht mit Sicherheit wissen. Und so wird wohl bei jedem vor allem die eigene Erfahrung und Vorstellungskraft darüber entscheiden, wie man das sieht. (Ich hab halt früher über Freunde so einige Hunde aus schlechter Haltung miterlebt, und sehe von daher vorwiegend das kleine Kerlchen im Zentrum meiner Überlegungen. Wer aber zum Beispiel selbst schon mal Sorgen hatte, sein Hund könnte verloren gehen, wird sicher eher mit der ersten Halterin fühlen. Ist doch ganz normal, oder?)

    Oder nimm ein einfaches Röntgenbild - schon ein zarter Unterschied in Größe und Aufwand, gelle? ;)

    Dazu kommt, dass es viel mehr Wissen und Sorgfalt braucht, einen Riesenhund gesund groß zu bekommen. Mal ganz einfach gesagt: Bei der Geburt unterscheidet sich das Gewicht eher unwesentlich: Meine Zwerge hatten alle ein Geburtsgewicht um die 200g, daraus wurden 5-6 Kilo. Ein Bullmastiff hat ein Geburtsgewicht von irgendwas um die 500g, daraus sollen dann ca. 50 kg werden. Und nun rechnen wir mal: Bei der Geburt wiegt ein Bullmastiff ungefähr 2,5 mal so viel wie mein Zwerg, als erwachsener Hund zehn mal so viel. Irgendwie logisch, dass es schwieriger ist, gesund auf die zehnfache Masse zu kommen, oder?

    Das bedeutet, der Riese muss in der Junghundzeit ausreichend bewegt werden - tut man das nicht, kann er nicht die nötige Muskulatur aufbauen um diese Masse zu tragen. Andererseits darf er keinesfalls zu viel/zu lange/falsch bewegt werden, weil sonst nämlich die Gelenke kaputt gehen. Immerhin lastet auf dem noch weichen Bewegungsapparat des jungen Hundes schon ein mächtiges Gewicht, da geht schnell was kaputt wenn man nicht aufpasst!

    Auch beim Futter gilt es aufzupassen. Er muss vor allem im Wachstum richtig gutes Futter bekommen, mit allen Nährstoffen um die Riesengröße aufbauen zu können. Bekommt er davon zu wenig, kann er keine gesunde Substanz aufbauen. Aber zu viel ist wieder genauso Mist, denn stell dir mal vor, wenn der zu schnell zu groß wird, dann kommen wieder die Gelenke wie auch die Organe gar nicht richtig mit. Probleme vorprogrammiert.

    Und dabei sprechen wir jetzt nur von der ganz normalen Aufzucht, nix besonderes, keine Verletzung, keine genetischen Probleme... Von daher, meine ganz persönliche Ansicht: Die Aufzucht von Riesenrassen gehört einfach nicht in Anfängerhände.

    Soooo... Heute schon für den Terrorkrümel Gemüsegläschen gekauft, Fotos gemacht, Wäsche aufgehängt, Böden gewischt - das muss nun reichen für heute. Auf meinem Balkon hat der Wechsel zwischen praller Sonne und zwischendurch Gewittersturm meine Kapkörbchen vernichtet, selbst dem Margeritenstämmchen ist es zu heiß - ich KÜNDIGE!!!! Ich WANDER AUS!!!! Grönland soll ja ganz nett sein...