Beiträge von Morelka

    Es gibt Hunde, die ihre Besitzer bei - häufigen - Bergtouren begleiten. :denker:

    Und was ist mit den Hunden von der Bergrettung? Die werden auch schon in der Jugend am Berg ausgebildet.

    Das ist doch absolut nicht dasselbe!

    Auf Bergtouren sind es keine schmalen Treppenstufen, die sie raufkraxeln (und noch viel schlimmer, runterhopsen!!!) müssen, sondern natürliches Terrain, mal steil, mal schräg, mal eben.

    Ausserdem klettern Hunde auf Bergtouren nicht regelmässig 5-mal pro Tag von Welpenbeinen an bis sie alt werden auf den Bergen herum, sondern nur ab und zu. Ein Hund im 3. Stockwerk wird aber gezwungen, das lebenslang zu tun.

    ich bin jetzt kein Fachmann, meine aber, irgendwo aufgeschnappt zu haben, dass natürliches Terrain, auch, wenn es hart oder steil ist, und Treppen oder asphaltierte Strassen für ein Tier schon einen Unterschied machen.

    ZB ist es für Pferde ungesund, viel auf Asphalt zu laufen. Es gibt aber Pferdes, die in der Steppe oder bergigen, steinigen Regionen jeden Tag laufen, und denen tut das nix.

    Ganz genau so ist es! :gut: Bei den Treppen muss man immer noch daran denken, dass die Hunde dabei nicht in natürlicher Haltung hoch- oder runterklettern können, sondern sie müssen sich je nach Grösse, Gewicht und Rückenlänge an die meist schmalen Treppenstufen anpassen. Das Runtersteigen ist sogar noch schlimmer als das Hochklettern.

    Für Pferde ist die Steppe der natürliche Lebensraum. Da können sie stunden-, tagelang laufen (tun sie auch, das Pferd ist ein Lauftier!!!). Der harte, unnachgiebige Asphalt schadet jedem Pferd enorm, weil dieser nicht die gleichen Eigenschaften zeigt wie eine Steppe.

    Je unnatürlicher ein Tier gehalten wird (Hunde im 3. Stockwerk unter dem Dach, Pferde in einer engen Boxe), desto mehr leidet die Gesundheit und das Wohlbefinden.

    Ja, es ist momentan seeeehr kühl... Smilla schlotterte bereits und guckte mich kläglich auffordernd an auf der Morgen-Runde. Ich überlegte schon, ob ich ihr den geliebten Pulli anziehen müsste, aber da ich nur eine Kurz-Runde machte, liess ich es sein. Es ist aber bereits seeehr grenzwertig (11 Grad!!!) für sie.

    Wenn es am Nachmittag nicht wärmer wird, muss ich ihr den Pulli anziehen... komme mir schön blöd vor mitten im Sommer und vorgestern noch 31 Grad, aber sie ist beinahe ein Nackt-Hund mit völlig kahlem Bäuchlein.

    Ok, das soll dein Hund Dir bieten....was bietest du ihm im Gegenzug?

    Genau das ist die Kernfrage, welche sich die TE stellen sollte.

    Der Hund hat keine Wahl über seine eigene Lebens-Situation, er wird einfach vom Menschen dazu gezwungen, auf Biegen oder Brechen sein Leben zu akzeptieren. Bisher sehe ich noch nicht viele Punkte, die dem Hund zugute kämen, vielleicht allenfalls möglicherweise eine Klima-Anlage, aber damit sind all die übrigen gravierenderen Probleme nicht gelöst.

    Im Fragen-Katalog, den ich für meine TS-Hunde ausfüllen musste, wurde immer explizit danach gefragt, was ich dem betreffenden Hund bieten könne und worauf ich mich einstellen wolle.

    Es geht nicht darum, dass der Mensch uuuuunbedingt einen Hund will, das genügt nicht als Motivation. Die Frage ist, ob der Mensch einem Hund genügend viel Lebensqualität und ein hundegerechtes Leben bieten kann.

    Gibt es überhaupt Hunde bei denen man sagen würde, dass das ok ist?

    Nein, das ist bei keinem Hund ok, ganz bestimmt nicht 3 Stockwerke :shocked: Daher käme, wenn überhaupt, nur eine kleine Rasse in Frage, die man tragen kann.

    Bei grossen Hunden (ein Eurasier ist ein grosser Hund, ein Neufundländer ein übergrosser) werden Hüften, Knie und Ellenbogen zu stark belastet, von den genetisch bereits vorhandenen Risiken für HD, ED, etc. schon mal gar nicht zu reden.

    Bei den kleinen Rassen sind es die Bandscheiben und Kniescheiben (Patella-Luxation), welche mit hoher Wahrscheinlichkeit Schaden nähmen.

    Das Langstrecken-Lauftier Hund (Wolf) ist generell nicht dazu geeignet, vom Welpenalter an das ganze Leben lang 3 Stockwerke hoch- und wieder runter zu kraxeln. Dafür ist die Anatomie nicht ausgelegt.

    Ach mensch weary-dog-face

    Ich verstehe Dich total, ging mir jahrzehntelang auch so.

    Zu meiner eigenen Überraschung ergab sich aber 4 Jahre vor meiner Pensionierung die Möglichkeit, einen (kleinen) Hund mit ins Büro zu nehmen. Ursprünglich rechnete ich nämlich damit, dass ich bis zur Pensionierung warten müsse. Dank der Unterstützung der Personalchefin, der ich ewig dankbar sein werde, erhielt ich jedoch die schriftliche Erlaubnis, einen Hund mit ins Büro zu nehmen, meine unvergessliche, problemlose, von allen geliebte Morelka, alt, weise und souverän!

    Ich arbeitete nur 80% (wie Du), es handelte sich also nur um 4 Tage.

    Drei Jahre später kam sogar noch eine zweite hinzu, die verrückte Smilla.

    Ist solch eine Möglichkeit undenkbar bei Deinem Arbeitgeber? Hast Du das mal angesprochen? Damit wäre auch das Thema der Hitze beinahe vom Tisch, weil der Hund nicht alleine in der brütend heissen Wohnung hocken muss (für mich nach wie vor ein No-Go!), sondern bei Dir im hoffentlich kühlen Büro.

    Vielleicht wäre ein erwachsener, ruhiger Büro-Hund die Lösung für Euch? Bitte erkläre auch Deinem Freund unsere Bedenken, damit er sich nicht auf diese fixe Idee eines Eurasier-Welpen versteift (ich weiss, wie stur Männer sein können...).

    Viel Glück!

    Gestern hatte ich ein positives Erlebnis mit Vicky, bei dem aber gar keine "Gefahr" bestand.

    Ich lief auf eine Weggabelung zu, beide Hunde trabten locker neben mir her. Da kam von oben auf der andern Strasse ein kleines Mädchen daher, ca. 9 Jahre alt. Ich dachte mir nichts weiter dabei, Vicky interessierte sich nur für ihren näher kommenden "Gaggi-Platz", der genau auf dieser einmündenden Strasse lag. Also trabte sie eifrig in diese Richtung, ohne das Mädchen zu beachten.

    Die Kleine drehte sich um und rief: "Könnten Sie bitte den Hund zurück rufen?" Ich rief nach Vicky, diese blieb stehen und fragte "Was'n?" (Smilla klebte sowieso an meinen Fersen). Die Kleine lief weiter, drehte sich um und rief "Dankeschön!"


    Was für ein nettes, gut erzogenes Mädchen! Offenbar hat sie Angst vor Hunden (wobei meinen beiden Zwerge wirklich seeeehr ruhig und gelassen waren, es war ja heiss, sie trotteten einfach so vor sich hin). Ihre Mutter hatte ihr das wohl so beigebracht, wie sie sich verhalten solle bei Hunde-Begegnungen (oder in der Schule gelernt?)

    Jedenfalls war das vorbildlich, was sowohl Kind wie auch meine Hunde gemacht haben.

    Ausnahmsweise war ich nicht auf Vicky stolz, sondern auf dieses Kind!

    Das mit dem heiß und den ganzen Tag abgedunkelt im Sommer ist allerdings wirklich ein Problem. Das muss, bevor ihr euch konkret festlegt, auf jeden Fall in dem Sinne gelöst werden, dass es im Sommer hell und angenehm temperiert ist. Auch für die 8h alleinbleiben muss eine Lösung her und ein Plan B und C, falls ihr oder der Hund krank seid (Betreuung, Gassigänger).

    Und zusätzlich eine Lösung für die drei Stockwerke/Treppen ohne Lift!

    Wie ich schon schrieb, der Wunsch nach einem Hund ist absolut verständlich und für jeden hier im Forum nachvollziehbar (sonst hätten wir ja keine Hunde).

    Meiner Meinung nach ist das wichtigste Kriterium für eine Anschaffung jedoch nicht der Wunsch des Menschen, sondern die Umstände, die man dem Hund bieten kann. Diese sind in Deinem Fall bei so vielen Hindernissen leider nicht gegeben. Ich sehe keinen einzigen positiven Punkt ausser Deinem Herzenswunsch, einen Hund zu besitzen (voll verständlich, da sind wir alle bei Dir!)

    Sorry, wenn ich da Spassbremse sein muss, aber es gibt leider viel zu viele Fälle in den Gratis-Inseraten, dass ein Hund nach wenigen Tagen/Wochen oder ein paar Monaten "aus persönlichen Gründen" wieder abgegeben wird.crying-dog-face

    Es wäre schön, wenn Du solch eine Situation im Vorneherein schon verhindern könntest.

    fajödlfkja aökjfKJjakjsdg

    Habt ihr in den letzte 2 Jahrzehnten noch einen Hund an der Kette gesehen, in den deutschsprachigen Ländern?

    Ja klar, gibt es nach wie vor, vor allem in ländlichen Gegenden.

    Ich habe schon 2-mal solch eine Anbinde-Haltung beim Tierschutz, bzw. Vet-Amt angezeigt. Im einen Fall kriegte der Hund eine lange Auslauf-Kette (also angebunden an einem "Oberlauf" sozusagen, so dass die Bewegung viel weiträumiger wurde) und "regelmässige" Spaziergänge.

    Im anderen Extremfall (zwei Hunde, Mutter und Sohn, an einer 1-m-Kette!!!) wurde ein Zwinger mit Hundehaus gebaut vor dem Wohnhaus, so dass sie trotzdem "wachen" konnten, jedoch nicht mehr angebunden waren.

    Ideal waren beide Lösungen nicht, aber immerhin wurde auf meine Anzeigen reagiert und es gab Verbesserungen.

    Das alles geschah vor wenigen Jahren in der Schweiz und ist bestimmt nur die Spitze des Eisbergs.