Vielen Dank erstmal! Ich behalte deine Worte im Hinterkopf und beobachte meinen Hund mal genau.
Das meine ich mit Fingerspitzengefühl. Aber ich finde, dass meine Trainerin das hat. Ich habe genau beobachtet und sie lobt sofort, wenn Lola nur den Ansatz zeigt, den Fang zu öffnen um das Holz zu nehmen und motiviert ggf mit lobend Zureden. Das ist nämlich unser Thema. Sie nimmt es nicht gern. Hat sie es ein Mal in der Schnute, geht das Halten eigentlich ganz gut, da waren wir gestern dann schon bei bestimmt 10 / 15 Sekunden. Ausgeben macht Lola schön vorsichtig und auf den korrekten Vorsitz gucken wir jetzt noch nicht. Sitzen soll Lola, aber momentan neben mir, weil sie das besser macht als vor mir.
Ich habe schon mehrmals ihre Hunde apportieren sehen und die brachten gern.
Der korrekte Aufbau ist wohl für die meisten Hunde blöd, vielleicht ist der Teil mit dem korrekten Aufnehmen und Halten einfach sinnbefreit für Hunde, die nicht eh gern tragen. Meine Trainerin meint aber, bei Lola wird es nicht lang dauern. Die lernt das schnell, hat aber auf das korrekte Halten noch nicht viel Bock und da muss ich eben dahinter bleiben und mich durchsetzen (also dranbleiben, dass sie es ausführt und eben nicht selber entscheidet, wann sie Lust dazu hat). Lola ist da nämlich durchaus Gräte und probiert, ob das sein muss, wenn sie nicht will (auch bei Platz oder Sitz hört sie durchaus mal drüber und ich muss das korrigieren, ich denk alters- und dem Hundetyp entsprechend).
Ich guck mal nachher wie es heut geht mit dem Apportierholz (hab mir noch ein 650gr IPO-Holz bestellt, das sollte Montag da sein).
Kann ich gleichzeitig mit Spielzeug das freudige Bringen ohne Zwang machen? Ja, oder? Ich nehme da inzwischen "Brings mir!".
Und vielen Dank mit dem Tipp des Kraulens. Das mache ich sogar schon, aber dass es evtl daran liegt, dass sie so schön hält, hätte ich nicht vermutet. Ich streichle auch leicht über die Nase und so. Was der Hund eben mag und was beruhigt.
Die Trainerin finde ich wirklich gut. Füttert nicht alles schön, korrigiert durchaus auch aversiv, aber nie unfair und betont immer, dass das dem Hund angepasst geschehen muss, dass man nie Schema F übertragen darf, dass ich konsequent sein muss und nicht diskutieren (also drei Mal ein Kommando, aber da achte ich eh drauf), dass ich mir gerade beim Üben aber keinen Druck machen soll. Lieber kurz und gut als ewig und schlampig und wenn ich mal ein, zwei Tage nicht übe ist das völlig okay, weil gerade diese Pausen oftmals auch voran bringen. Sie hat wirklich lange Erfahrung, erklärt einem alles was man wissen mag auch mit Hintergrundwissen über den Typ Hund und sagt wirklich immer: das ist von Hund zu Hund verschieden, wir gucken uns das an.
Auf die Seite legen oder so ein Schnullifax gibt es nicht (und man denkt ja das sei normal, aber nee: damit wird durchaus noch "gearbeitet" bei Hunde"trainern").