Beiträge von DerFrechdax

    Aber der Plan ist der, dass der Hund eigentlich immer mit dabei ist, auf der Arbeit und so.

    Dann erst recht keinen Berner.

    Tut mir auch echt leid, dass ich da so vehement dagegenspreche, ich weiß, wie das ist, wenn man einen Traum hat :see_no_evil_monkey:

    Hofhunde mögen allgemein nicht so gern weggehen von daheim. Ich hatte einen Leonberger, und so ab 7 hat die angefangen, dass es sie gestresst hat, wenn wir länger unterwegs waren. Die war am liebsten daheim und hat irgendwo im Schatten gelegen und die Gartentür im Blick gehabt.

    Das gleiche habe ich auch schon von einer anderen Userin hier gelesen, deren Hund, ein Großer Sennenhund, war am Ende als älterer Hund so gestresst und es hat ihr so leid getan, dass sie sie immer daheim lassen musste, aber das war nicht mehr tragbar, den Hund mitzunehmen, weil er nur noch gestresst am hecheln war und seine Zeit abgesessen hat.


    Plus, ein großer Hund ist nicht überall gern gesehen oder erlaubt. Viele Menschen haben Ressentiments gegen große Hunde, und die nehmen viel Platz weg, zb im Restaurant, und tragen natürlich auch Sandkästen voll Dreck in den Hausflur und ins Haus. Eigene Erfahrungen.

    Schau dir mal in Ruhe an, für was Sennenhunde ursprünglich gezogen worden sind.

    Sowas kann man in einem Mehrfamilienhaus mit Treppen schlicht nicht brauchen, weil man dauernd gegen die genetischen Anlagen des Hundes trainieren würde.

    Du willst einen Hund, der

    -nicht wacht (nichts ist so nervig wie ein Hund, der ständig das Haus zusammenbellt, weil irgendwo eine Maus gehustet hat)

    - sportlich ist (damit fallen alle großen, behäbigen Rassen raus)

    - wenig haart (da wäre Trimmfell gut geeignet oder ein Hund, der geschoren wird)

    - Kaum oder gar keinen Jagdtrieb hat

    - anfängertauglich ist


    Da bleiben nur Retriever, einige Terrierrassen oder Begleithunde wie Cocker Spaniel oder eben Pudel übrig. Vielleicht wäre auch ein Elo oder eine andere, gesetztere nordische Rasse einen Blick wert, wobei die oft starken Jagdtrieb haben.

    Das Problem mit Katzen ist oft, dass gerade ein junger Hund die als prima Jagdobjekt empfindet. Wenn die Katzen sich schnell bewegen, wird der Jagdtrieb angesprochen und der Hund will hinterher.

    Deshalb kostet das viel Erziehung, bis der Hund kapiert, dass die Katzen ihn nichts angehen.

    Viele Katzenleute bauen nach oben für die Katzen =) also Laufstraßen von Kratzbaum zu Kratzbaum, oder Türgitter, die den Hund begrenzen, wo die Katzen drüber oder unten durch kommen.

    Es kann sein, dass es gut klappt, aber ich würde mich da unbedingt von einem Trainer/in begleiten lassen.


    Plus, Katzenkacke schmeckt den meisten Hunden sehr sehr gut... nervt aber auf Dauer, wenn der Hund ständig das Katzenklo leer macht, und so übertragen sich natürlich auch Würmer und Giardien...

    Berner Sennenhunde sind Hofhunde, die liegen eigentlich den ganzen Tag nur herum und gucken Löcher in die Luft und bewachen ein paar Hühner oder so.

    Auf jeden Fall sind die sehr gemütliche Zeitgenossen, anfällig von den Knochen und Gelenken her und von daher überhaupt nicht geeignet, mehrfach am Tag drei Stockwerke hoch und wieder runter zu laufen. Plus die Neigung zu Krebs.

    Würde ich direkt von meiner Liste streichen oder umziehen in ein ländliches Häuschen mit Garten :partying_face:

    Aber einen Hund an einer Vergiftung (?) ohne weitere medizinische Hilfe über Stunden und Tage hinweg zu Hause qualvoll sterben lassen ist okay…

    Wer sagt denn, das wäre okay? Niemand findet es okay.

    Natürlich kann man jetzt empört sein, Emotionen in Worte fassen rauf und runter. Das hilft jetzt gerade genau niemandem. Weil es niemanden mehr erreicht aktuell.

    also sind die Menschen eben schuld.

    Mmmm. Eigentlich ist das ja so, sei es durch abenteuerliche Verpaarung und daraus resultierende Wesensunsicherheiten, sei es durch falsche, fehlende oder zwangbehaftete Erziehung, zu wenig Grenzen, gesundheitliche Probleme, Warnzeichen wurden übersehen etc pp, natürlich ist letztlich der Mensch der Auslöser auf unterschiedlichen Ebenen. Aber hilft halt auch nichts, das Problem ist ja nun da.


    Ich mag die implizierte Selbsterhebung auch immer nicht.

    Der Hund war nur unverstanden. Aber jetzt komme ich/kommen wir. Wir fixen den Hund mit ganz viel Liebe. Weil wir die besseren Menschen sind und die anderen böse. Einfachste Weltsicht, und total gefährlich. Aber halt das allseits beliebte "Wir gegen die".

    Es geht hier um einen Menschen, der selbst nach ihren eigenen Schilderungen bald am Ende der Fahnenstange angekommen ist... Vielleicht wäre es am sinnvollsten, den Thread zu sperren.

    Wenn niemand Kontakt zur Familie hat oder Hilfe holen kann, liegt hier ein schwerkranker Mensch in den Ausscheidungen seines akut kranken Hundes und hat keine Kraft mehr, etwas an dem Zustand zu ändern, weil alle Ressourcen schon für den Besuch beim TA gestern drauf gingen. Dann ist hier nichts gewonnen, noch draufzuprügeln, da kommt nichts mehr an. Hier ist Ende der Möglichkeiten eines Forums. Und das tut mir wirklich wirklich leid.


    Mondkalb findest du die Kraft nicht mehr, Hilfe zu rufen für euch beide? Ruf den Notruf, wenn es nicht anders geht! Dann kümmern sich Menschen um dich und um deine geliebte Bella!!

    Das.

    Hier handelt es sich um einen Menschen in einem Ausnahmezustand, ich würde sogar sagen, in einer Notsituation. Ein sehr kranker Mensch, der offenbar mit der Situation überfordert ist, auch nicht mehr 100% geradeaus denken kann und gerade keine Ansprechpartner hat und niemanden, die ihr helfen.

    Da stößt das Hundeforum an seine Grenzen, wenn hier niemand die Adresse kennt und da hinfahren kann und Mensch und Hund konkret an die Hand nehmen und helfen.

    Das tut mir so leid, aber ich kann ja auch nichts tun.


    Mondkalb hast du denn deine Tochter inzwischen erreicht? Du brauchst dringend Unterstützung!!