Beiträge von DerFrechdax

    jaaa man hat auch Babys Alkohol-Schnullis gegeben

    ich finds aber insbesondere deshalb so krass, weil halt mit Produkten extra für die frau geworben wird, damit diese funktioniert.

    die frau ist unzufrieden? nimm hausfrauen schokolade mit meth, das macht dich happy und wach

    die frau ist unausgeglichen und garstig zu ihrem Mann? nimm Frauengold mit Alkohol

    die frau muss funktionieren, mütterlich, gut gelaunt, tugendhaft und fürsorglich sein. wenn nicht, ist sie "hysterisch" und man muss sie unter drogen setzen, um sie gefügig zu machen.

    Ja, das war echt eine krasse Sichtweise.


    Auf die Weise wird aber auch heute noch Werbung gemacht, ich erinnere mich an eine Werbung mit einer Mama, ich glaub die hatte eine schmerzende Schulter, nimmt eine Schmerzsalbe, und schon trägt sie wieder die Kinder durch den Garten und balgt mit ihnen statt sich zu schonen.

    Heute erst gesehen, ein lächelnder Mann im Büro, der Schreibtisch voller Arbeit, der Slogan "Mach dich stark. Mit entspannten Muskeln und starken Nerven für das nächste Meeting."

    Ist nur Nahrungsergänzung, aber der Trend, lieber schnell ein Mittelchen einzuwerfen als an den Umständen was zu ändern ist ungebrochen.


    Wobei natürlich auffällt, dass früher der Mann das Zentrum war und die Frau war dazu da, um ihm zu "dienen" und fürs nette Beiwerk. Das hat sich zum Glück, so denke ich doch, sehr geändert.

    Ich bin leider eher ein „weichei“ bezüglich menschlicher Beziehungen.

    Ich bin auch eher auf Harmonie aus.

    Leider hat mein Hund tatsächliche Unverträglichkeiten, er ist also darauf angewiesen, dass ich für ihn eintrete.

    Ich habe einen Satz verinnerlicht, der stammt aus dem Buch "Am A.... vorbei geht auch ein Weg". Und zwar "Das ist was Prinzipielles. "

    Also, "mein Hund darf nichts von Fremden nehmen. Das ist was Prinzipielles."

    -"aber warum weshalb wieso...?"

    - "Das ist was Prinzipielles. Der bekommt nichts. Aus Prinzip. "


    Damit lässt du dein Gegenüber am ausgestreckten Arm verhungern. Und natürlich schön Hund in Sicherheit bringen =) xD

    Ich kenn das auch. Vor allem dann, wenn mein Hund nicht so reagiert, wie er es jetzt eigentlich sollte, wenn er verstanden hat, was ich von ihm will.

    Dann geht die Fehlersuche los. Waren die Umstände zu schwierig? War ich zu unklar? Hatte er keine Lust, oder konnte er nicht? Warum konnte er nicht? War er überfordert? Gestresst? Zeigt mir gerade die Mittelkralle?

    Was kann ich dagegen tun? Wie verhindere ich in Zukunft solche Situationen? Was will ich stattdessen? Wie komme ich da hin?


    Es geht da nicht um Larifari nice to have Sachen. Es gibt immer mal wieder Situationen, wo klar wird, dass so lieb ich ihn hab Jack ne Macke hat und klare Führung braucht, um gut da durch zu kommen. Und er nie wie meine anderen Hunde vorher sein wird, arglos und lieb einfach.

    Läuft was nicht wie geplant, wird dran gearbeitet und ein paar Stellschrauben verändert. Mehr bleibt einem auch nicht übrig. Ich fall da nicht in ein großes Loch, das bringt nichts. Ich arbeite einfach pragmatisch weiter und bleib dran.

    Was ein guter Tipp ist, schau dir mal Notvereine an. Also google mal "Dalmatiner in Not", "Golden Retriever in Not", "Lagotto in Not".

    Da findest du oft ausführliche Portraits von Hunden dieser Rasse oder Mischlinge daraus, die ein neues Zuhause suchen. Meistens, weil es Probleme gab. Da kann man dann zb sehen, dass manche Hunde unterbeschäfrigt die Wohnung zerlegt haben, manche haben gebissen, weil xy war, manche möge keine anderen Hunde oder hatten Jagderfolg.

    Oft sind die Menschen da einfach nur überfordert.

    Du sollst dir da auch keinen Hund holen. Aber wenn du öfter liest, dass ein Hund dies oder jenes macht, dann könnte das ja auch sein, dass diese Rasse zu dem Verhalten neigt. Wenn du denkst, damit kommst du gut zurecht, dann lass sie auf deiner Liste, wenn nicht, dann streich sie.

    Ich schildere dir mal die Realität der meisten Hundehalter:

    Morgens: 10 Minuten Gassi und Futter

    Vormittags allein oder ruhen (je nach Berufsleben und Familienkonstellation)

    Mittags: kurze Runde, 20 bis 30 Minuten

    Nachmittags/abends: lange Runde, 45/60/90 -? Minuten oder Training in allen möglichen Variationen

    Abends: Futter, nochmal Pischern 5 Minuten

    Nachts: nochmal pischern


    Das jeden Tag. Am WE trainieren viele im Verein, machen Mantrailing, Rally Obedience, Agility, Unterordnung, besuchen Kurse, machen Wanderungen.

    Nach einem sehr aktiven Tag folgt ein Ruhetag oder wenigstens nur kleine Gassirunden.

    Aktiv bedeutet für den Hund: Besuch kommt, man geht wohin (auch Büro), man fährt wohin.

    Der Hund muss lernen, allein zu bleiben (fast mit das wichtigeste), auf seinen Namen zu hören, Reize auszublenden. Reize sind: schreiende Kinder, Kinder, die Skateboard fahren, Radfahrer, Autos, LKW, Passanten, andere Hunde, Katzen, Tauben, Eichhörnchen, Wild in jeder Form.

    Er muss lernen, sich überall berühren zu lassen, in die Ohren schauen zu lassen, Krallen schneiden zu lassen, beim Tierarzt zu funktionieren. Er sollte sich im Idealfall fremd betreuen lassen, wenn was mit einem ist, krank oder Klinik.

    Deshalb brauchst du einen Hund mit stabilem Nervenkostüm, der aber nicht scheintot ist, weil du willst ja aktiv sein und viel raus. Wobei dein "viel raus" sich glaub ich von dem unterscheidet, was die meisten hier unter "viel raus" verstehen xD

    Nicht böse sein, ich finde es super, wie du dir Rat hier annimmst und bin mir sicher, du findest das Richtige für dich.

    Das hört sich sehr romanisch an, und natürlich ist es ein großer Pluspunkt, dass Hunde ihrem Halter gegenüber in der Regel eine große Treue an den Tag legen.

    Ich finde es auch schöner, irgendwo mit Hund wandern zu gehen als ohne. Ohne Hund erschließt sich mir genau genommen der Sinn von Wandern gar nicht wirklich :partying_face:

    Allerdings fällt Treue und zuverlässige Zusammenarbeit leider nicht vom Himmel und ist auch nicht uneingeschränkt genetisch verankert. Es gibt Hunde, die zeigen dir erstmal gepflegt den Vogel, wenn du von denen was willst, was die gerade nicht wollen. Manche setzen da auch ihre Zähne ein, wenn ihnen was nicht passt. Hunde sind, wie es so schön heißt, Opportunisten. Die folgen dem, der die besten Leckerli hat :lol: Gibt aber natürlich Ausnahmen ;)

    Durch die richtige Rassewahl kann man schon sehr viel aussortieren, aber es ist auch immer eine Frage des Individuums, wie sehr es zur Teamarbeit bereit ist, und es kommt darauf an, wie du dem Hund das, was du von ihm willst, verkaufst.

    Ohne Erziehung wird dein Hund spätestens dann, wenn ein Hase vor ihm rausspringt, nicht mehr an deiner Seite sein. Oder wenn er die Spur einer läufigen Hündin in die Nase bekommt. Oder..oder...

    Ganz viel ist Training, da braucht man sich nix vormachen. Es ist wirklich sehr viel Arbeit. Natürlich Arbeit, die sich lohnt :smiling_face_with_hearts: aber halt trotzdem Arbeit, und man möchte so manches Mal den Hund irgendwo abgeben.

    Andererseits wächst man natürlich zusammen und manchmal hat man über die Zeit wirklich das, was manche "Seelenhund" nennen.

    Viel Glück bei der Suche!

    Vielleicht magst du dir noch die Italienischen Wasserhunde, die Lagottos, anschauen. Sind offenbar vom Wesen her leichter zu führen als Portugisische, da weniger ernsthaft, und dabei temperamentvoll und fröhlich.

    Freunde haben sich einen gekauft als Ersthund und sind sehr zufrieden. Eine Person im Haushalt ist Allergiker, aber da Lagottos geschoren werden und nicht haaren, hat er keinerlei Probleme in der Richtung.