Beiträge von DerFrechdax

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    Ich bin einfach enttäuscht. Ich war mir so sicher, dass er, wenn wir das erste Jahr gut überstehen ein ganz normaler Hund wird. Er war mein perfekter Begleiter, immer an meiner Seite, super leinenführig, Rückruf klappte 100%.

    Als hätte ich sich ein Schalter umgelegt.

    Hab es denn ein prägnantes Erlebnis, einen Auslöser, irgendwas, was die Verhaltensänderung begünstigt haben könnte?

    Mein schon gestorbene Schäferhündin war nach einem Umzug zb plötzlich mit allen fremden Hunden unverträglich, besonders mit Weibchen. Von da an ging nix mehr, und wir haben uns dann nach reiflicher Überlegung einen Zweithund angeschafft, damit sie nicht auf Hundekontakte verzichten muss und das so stehen lassen. Gassi gab es nur noch allein oder in menschlicher Gesellschaft, aber ohne Hund, Besuche zb im Biergarten mussten extrem gut gemanaged werden und wir haben extrem am Gehorsam gearbeitet, damit sie jederzeit kontrollierbar und auf mich bezogen ist.

    (Wobei ich dir als Ersthundehalter mit einem Akita keinen Zweithund empfehlen möchte, weil diese Hunde eh Einzelgänger sind.)

    Schau, was für den Hund am stressfreisten machbar ist, und wenn du dem Hund kein Leben bieten kannst, in dem er weitgehend zufrieden und entspannt sein kann (Stadthunde sind Akitas jetzt auch nicht direkt), dann überleg dir das mit der Abgabe.
    Es ist keine Schande, an seine persönliche Grenze zu kommen und die Notbremse zu ziehen, wenn es nicht anders geht.

    Hey, :winken: (hab jetzt nur bis Seite 11 gelesen)

    es tut mir echt leid, dass du mit Boomer so in der Bredouille bist... Ist auch für den Hund stressig und unentspannt :( :

    Ich glaube, du musst dir überlegen, was du eigentlich willst - den Hund behalten, unverträglich, schwierig im Umgang, aber mit Potential, zumindest das Management und die Leinenführigkeit zu verbessern... oder ihn abgeben an jemanden, der zb einen Garten hat, ländlich lebt, und wo er nicht ständig mit Fremdhunden konfrontiert wird.

    Dass er dich Kreuz und quer durch die Gegend zieht, daran kann man arbeiten ;)
    Ich hab auch 50 Kilo an der Leine, da braucht man die richtige Technik :D
    Und wenn der Hund sich an der Leine wie ein A.... benimmt... dann kann ich das auch, dann drängel ich den auch mal weg, werd deutlich (ich meine damit keine Schläge), ich nehm mir meinen Raum und zwinge den Hund, sich auf mich zu besinnen und zu tun, was ICH will, nicht, nach was ihm der Sinn steht (zb Fremdhund schreddern).

    Auch daheim im Umgang würde ich darauf achten, wer wann Kontrolle ausübt und von wem Initiativen ausgehen, um den Hund mehr auf mich zu beziehen. Das wird aufgrund der Rasse nur eingeschränkt möglich sein, aber mit Hilfe eines Trainers kann man denk ich schon noch was machen.

    Halti ist ne Lösung für den Übergang, aber nix für Dauer, vor allem, wenn du ihn auch noch mit Maulkorb, Geschirr und Halsband 'verschnürt' hast. Das sind alles Hilfsmittel, aber keine Lösungen (natürlich sollst du ihn sichern, aber auch an eurem Problem arbeiten, so meine ich das).

    Ich bin gespannt, was ein Trainer sagt, wenn ihr euren Termin habt - und ich wünsche euch viel Erfolg und dir gute Nerven :winken:
    Alles Gute euch

    hey, ich wollte mich nochmal zum Kurz- Halten bzw. Strick länger lassen äußern :winken:

    Ich bin auch eher so jemand, der das Pferd zumindest gedanklich unter Kontrolle haben muss. Und ich habe festgestellt, dass, wenn ich zu nahe am Pferd gehe und den Strick zu kurz halte und das Pferd macht einen Satz, es mich direkt mitreißt und ich somit genau Null Kontrolle habe, wenn es mich hinschmeißt (in meiner Kindheit wurde mir beigebracht, sogar eine Hand immer am Halfter zu haben.. ein Glück, dass ich noch alle Finger habe).

    Daraufhin führe ich, den Westernstrick immer in der abgewandten Hand locker aufgerollt, so dass ich nachgeben kann, und in der zugewandten Hand halte ich den Strick locker unterm bzw. neben dem Kinn des Pferdes. Und in dieser Hand halte ich auch die kurze Gerte schräg vor der Nase des Pferdes hoch, als Begrenzung.

    Macht das Pferd in dieser Konstellation einen Hüpfer oder trabt eine Volte um mich herum, kann ich ganz viel nachgeben, ohne das Pferd zu verlieren, ich stehe unabhängig und kann das Pferd wieder einfangen und wieder neben mich bugsieren.

    Ich denke aus dem, was du schreibst, das Pferd klebt am anderen, mit dem es zusammensteht und führt sich deshalb so auf.

    Lass dir von den Besitzern vielleicht zeigen, wie sie führen und was sie anders machen, vielleicht brauchst du die richtige Technik?

    Ansonsten finde ich die Idee mit dem Strick/ Longe übers Genick ganz gut, ich persönlich präferiere auch immer gut sitzende Knotenhalfter, da die Knoten punktuell einwirken und nicht zu viel Druck aufgebaut wird. Wichtig finde ich auch, gibt das Pferd auch nur eine Sekunde nach, sofort lockerer lassen und Druck rausnehmen.

    Gutes Gelingen für euch :winken:

    Sorry @frechdax, die Diskussion hatten wir kürzlich erst. Lies Dir noch mal durch, was Du gerade geschrieben hast.

    Ja, genau! Einem Hund ist das Knurren abzugewöhnen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! So ganz generell.
    Einer der am häufigsten gemachten Fehler/Missverständnisse ...what ever ... Kommunikationsmittel unterbinden.

    Ok, du hast recht, ich hab mich wieder mal dumm ausgedrückt.

    Ich meinte, dass ein Knurren mir gegenüber nicht bestätigt werden soll. Ein Knurren mir gegenüber als Hundebesitzer. Nicht bestätigen.. Das würde ich ja tun, wenn ich durch ein Streicheln und Stimme lobe.
    Außerdem besteht zudem die Gefahr, dass der Hund die Hand als Angriff sieht, die ihn beruhigend streicheln will, und sich umdreht und zubeißt.

    Ich hatte bei der letzten Diskussion schon geschrieben, dass ich nicht möchte, dass mein Hund mich anknurrt, und ich das aus der Situation heraus korrigiere.
    Danach gehe ich aber in mich und überlegen wo das Problem war, warum der Hund das gemacht hat, und wie ich das in Zukunft vermeiden kann. Indem ich den Hund besser beobachte und schon bei einem Versteifen oder fixierendem Blick tätig werde bzw mich zurückziehe. Vorsichtiger mit dem Hund interagiere. Oder den Hund nicht mehr auf die Couch lasse, präventiv.

    Und ich hatte auch gesagt, dass ein Hund immer auch andere Handlungsoptionen zur Verfügung hat, er könnte auch die Couch verlassen und weggehen, wenn er sich bedrängt fühlt.
    Wenn er stattdessen den Weg mich anzuknurren, also mich zu bedrohen wählt, weil mein Besuch oder ich mich auf meine eigene Couch setze, bin ich schon dafür, dass ich gleich am Anfang dem Hund mit einem "Na!" Oder "Hey" oder sonstwie vermittle, so will ich das nicht haben. Also ich. Würde das wohl so machen. Soll keine Handlungsaufforderung an den TE sein, der unerfahren ist und den Hund noch nicht so gut lesen kann.

    Das ist nicht gleichzusetzen, dass ich den Hund immer bestrafe, sobald er überhaupt knurrt. Hunde sollen knurren dürfen, wenn sie sich unwohl fühlen, aber grundlos anmachen lasse ich mich von ihnen nicht.
    Und ich finde auch, dass Hunde durchaus lernen dürfen sollten, dass sie auch mal eine Situation aushalten müssen, ohne gleich den Holzhammer auspacken zu müssen, weil davon niemand stirbt, mal nebeneinander auf der Couch zu sitzen. Einem Hund aus dem Shelter vielleicht schwieriger beizubringen, das verstehe ich durchaus.

    Und nach 1 Woche ist das natürlich noch ein bißchen zu viel verlangt. Deshalb lieber step by step und mit professioneller Hilfe.