Beiträge von DerFrechdax

    @Lorbas

    Unsere Kneifzange ;)

    Unser Kleiner macht das ab und zu, wenn er mit der Großen tobt. Er begrenzt sie dann beim nebeneinander her rennen. rupft im Rennen Fell raus am Kragen und versucht offensichtlich, sie zu begrenzen/kontrollieren.

    Sie macht dann immer mit, schnappt sanft nach ihm und scheint sich nicht dran zu stören, sie legt sich manchmal auch kurz auf den Rücken, strampelt wild herum und schnappt selber sehr sanft (!) nach seinem Fell an der Wamme um sofort wieder aufzustehen und loszusprinten.

    Manchmal beginnt auch sie die Interaktion, indem sie in Rodeosprüngen auf ihn zuspringt und ihn animiert, mitzurennen. Und dann fängt er meistens an mit dem eingrenzen und Fell rupfen. Also es hat definitv mit der Bewegung der Großen zu tun, je schneller sie wird, umso mehr strengt er sich an sie einzuholen und anzuspringen.

    Manchmal, wenn er in eine Art Wahn kommt, wird das zu wild, er beginnt dann auch terriermäßig zu knurren, und meistens breche ich dann ab und die Große kommt zu mir, weil sie weiß, bei mir ist Pause, und ich treibe den kleinen Rambo weg von uns. Wenn er wieder ansprechbar ist, schüttelt er sich immer als erstes.

    Es ist in meinen Augen eine sehr grobe Art zu toben, aber solange beide Hunde damit gut sind und keiner droht oder böse wird, lasse ich es manchmal laufen. Ich beobachte die Interaktion aber sehr genau, weil ich den Zeitpunkt nicht verpassen will, wo es kippen könnte, was es aber noch nie gemacht hat.

    Bei fremden Hunden... hui, das breche ich sofort ab, wenn er damit anfängt, einen fremden Hund im Rennen so behindern zu wollen, im Zweifel kommt er an die Leine. Mir scheint das bei unserem Kleinen ein Dominanzding zu sein, um auf dicke Hose zu machen und zu gucken, wie weit man gehen kann.

    Bei einem fremden Hund ist die Gefahr groß, dass der die Interaktion mit Kneifen richtig kacke findet.

    Aber wer von dem Müttern/Vätern hier könnte absolut sicher sagen das er in der Lage absolut sicher den fremden Hund hätte lesen können und in 5 Sekunden die Gesundheit seines Kindes darauf gewettet?

    Das ist halt der große Unterschied, wenn man mit Hunden aufgewachsen ist und fast durchgehend Hunde gehalten hat in seinem Leben.

    Dann ist man zwar nicht unfehlbar, aber die Körpersprache eines Hundes lesen, bis zum Detail, in welchem Winkel die Ohren stehen, wo die Rute ist, ob Fell gesträubt wurde, der Blick, die Körperhaltung, die Lefzen... das alles nimmt man im Bruchteil einer Sekunde wahr und sortiert das sofort in "alles ok" - "da muss ich vorsichtig sein" - "den vertreiben ich lieber aktiv".

    Das ist zumindest mir in Fleisch und Blut übergegangen (und ich kann ja nur für mich selber sprechen), so dass ich mich eigentlich, wenn ich allein unterwegs bin, immer auch freue, fremde Hunde zu treffen, und mit den Besitzern ein paar Worte zu wechseln.

    Mir ist tatsächlich noch nie passiert, dass ich mich persönlich körperlich wirklich von einem Hund bedroht gefühlt habe - wenn, dann waren meine Hunde das Ziel.

    Entsprechend gehe ich mit fremden Hunden um, entsprechend gehe ich in Situationen rein oder auch nicht... alles nach Gefühl.


    Und jetzt stell ich mir vor, jemand hat das alles nicht, weil er nie die Chance hatte, das zu lernen, dieses Gespür zu entwickeln, aus dem Bauch raus Tiere zu lesen.

    Daraus entsteht natürlich Unsicherheit, daraus entsteht Angst.

    Das soll jetzt nicht wertend dastehen, sondern da fehlt Wissen und Bauchgefühl.

    Eine Entschuldigung, direkt einen Angriff zu starten ist es allerdings auch nicht.

    Aber wie gesagt, es war niemand dabei, und wie der Hund dastand, ob starrend oder nur guckend, seitlich gestellt oder frontal, das weiss ja keiner von uns.

    Ich glaube, dass die TE wahrscheinlich keine Lust hat, eine Skizze für uns zu malen :ugly:

    jetzt wo du's erwähnst... Ski-zze Ski-zze Ski-zze! xD

    Wahrscheinlich hat jeder einen persönlichen Film laufen bei der Schilderung.

    Ich hab nur aufgeschrieben, was ich mich so frage, und dass nicht jeder Passant der geborene Hundeflüsterer ist, ist eh klar.

    Aber würdest du treten? Wenn der Halter keine 6 Meter danebensteht und auf dem Weg zu seinem Hund?

    ich frage mich, wenn ich Angst habe vor Hunden und sehe, dass da jemand seinem Hund Schneebälle wirft, ob ich dann wirklich einfach so still und leise in die Situation treten würde und weiter auf das Gespann zugehen würde.

    Oder ob ich nicht kurz stehen bleiben würde, bereit zurückzuweichen, und hoffen würde, dass der HH auf mich aufmerksam wird. Oder vielleicht rufen würde, um auf mich aufmerksam zu machen.

    Ganz sicher würde ich doch nicht in die Situation reingehen, wenn ich sehe, der Halter sieht mich gerade nicht. Oder?

    Ich frage mich, woher alle wissen wollen, dass der Mann panischer Phobiker war in dem Moment.

    Vielleicht hat er auch von dem Gerichtsurteil gewusst, dass er einen Hund auch ohne Gefahr, die von diesem ausgeht, treten darf, und hat sich als Beschützer darstellen wollen. Und ist mit dem für ihn guten Gefühl heimgegangen, es "diesem Köter" mal so richtig gezeigt zu haben.

    Wissen tun wir's nicht :ka: und es gehören halt immer 2 Seiten dazu, die Rücksicht nehmen müssen.

    Natürlich soll ein Hund nicht einfach zu Leuten hin, und vielleicht hat der Hund gedroht, oder der Mann hat sich tatsächlich bedroht gefühlt. Er hätte aber auch deeskalieren können, ohne forsch in die Situation hineinzugehen. Es war nicht alternativlos für ihn, dass er den Hund treten musste.