Beiträge von DerFrechdax

    Hi,

    in unserer Hundeschule wurde das in der Welpenstunde so gemacht, dass erst geübt wurde und am Ende noch kurz freies aber gemanagtes Spiel möglich war.

    Der Hund soll ja lernen, sich trotz Ablenkung auf den Halter zu konzentrieren und eben nicht jeden Hund, den er sieht, als potenziellen Spielkameraden zu sehen. Auch soll er lernen, dass er auf Freigabe vom Halter warten soll, bis er losgeht. Stichwort Impulskontrolle und Gehorsam.

    Was hält euch denn davon ab, am Ende oder vorher privat noch ein kurzes Gassiründchen zu planen, damit sich die beiden Babys kennenlernen? Oder du fragst die Trainerin, ob sie deine Wünsche berücksichtigen könnte.

    Freie Interaktion zwischen Hunden fand meine Trainerin immer sehr anstrengend für sich selbst, weil sie sehr darauf achten musste, dass niemand unter die Räder kommt und kein Hund gemobbt wird, besonders wenn es viele verschiedene Rassen sind. Aber wenn ihr nur zu 2t seid, müsste es doch möglich sein, am Ende der Stunde ein kurzes Intermezzo unter Aufsicht zu gestalten.

    Vielleicht ist das aber auch was Prinzipielles, viele Trainer haben feste Grundsätze, nach denen sie trainieren. Unsere hat zb nie, nie, nie Leinenkontakt zugelassen. Freier Kontakt immer nur nach der Stunde und nur auf Freigabe usw.

    PS: ich würde übrigens meinem Hund, wenn er zu anderen Hunden hinzieht, nie den Erfolg verschaffen, dann nachzugeben und ihn hinzulassen, sonst hast du schnell einen Hund, der immer, wenn er wohin will, hinzieht, und nicht ordentlich an der Leine läuft. Wenn ich entscheide, dass wir zu dem anderen Hund hingehen, dann geht mein Hund an der durchhängenden Leine und ohne zu ziehen mit mir in einem angemessenen Tempo dort hin.

    Und du wolltest doch Meinungen zu Kondo, oder?

    Eigentlich hatte ich das da ursprünglich geschrieben:

    ich hätte mal eine Frage:

    Gibt es hier jemanden, der seinen Haushalt nach Marie Kondo organisiert hat?

    und dann das:

    Mich würde interessieren, ob man das wirklich durchhalten kann im Alltag.

    Alles thematisch durchgehen auf einen Schlag finde ich recht anstrengend, ich würde intuitiv eher nach Zimmern und Leuten aufräumen, wir sind hier ja zu 4. Das heißt, auch die Familie muss mitziehen, sonst sieht es bald wieder aus wie vorher.

    Und ja, ich geb es zu, ich hab ein bisschen Verlustängste bei dem Gedanken, so viel Plunder einfach wegzuschmeißen, den ich irgendwann nochmal brauchen könnte... (Nachkriegsenkel lässt grüßen) und wir haben einfach halt viel Zeug :ops: ich tu mir so schwer, Dinge wegzuwerfen...

    Ich bräuchte also ein paar ermutigende Impulse... ??

    Betonung lag auf "ermutigende Impulse" ;)

    Das höre ich hier zum ersten Mal, ich dachte immer das sein ein Aufräum-Konzept, mit seichtem, im asiatischen üblichem, weil nicht als solcher definiertem, Philosophie Ansatz für jedermann.

    Nein, im Gegenteil es ist sogar ein sehr altes, traditionelles Denken, dass man bei uns hier aber auch findet: Sch*** egal, wie es wirklich hinter der Fassade aussieht, das Haus muss schön sauber, die Fenster geputzt und der Kragen schön weiß sein, damit jeder sieht wie gut es euch geht und wenn alle wissen, wie gut es euch geht, wird auch alles gut.

    Die Fassade muss stimmen, alles andere kommt dann angeblich von allein. Genau das ist der Kern, der dahinter steht und halt jetzt publikumswirksam und lächelnd neu benannt und verkauft wird

    Das kann ich in dem, was ich von ihr bisher gelesen habe (stecke noch im ersten Buch fest), bisher nicht aus ihren Äußerungen deuten (Hast du eigentlich eins ihrer Bücher oder irgendwas direkt von ihr selbst gelesen?).

    Im Gegenteil, es wird der Kleiderschrank im Schlafzimmer, Papiere und Unterlagen oder Bücher ausgemistet, alles Dinge, die ein Gast oder Fremde gar nicht zu Gesicht bekommen.

    Wo da die heile Fassade aufrecht erhalten werden soll, wenn ich meinen Abstellraum, Badschrank oder Kleiderschrank ausräume und neu sortiere, erschließt sich mir nicht.

    Es geht zwar um äußeres Aufräumen, aber ich finde schon dadurch räumt sich auch das Oberstübchen mit auf. Ein Prinzip, das schon in den Simplify- Büchern zu finden ist. Viel Besitz bindet nach meinem Empfinden Energien und kann zu Ballast werden .

    Dass ich dadurch jetzt in irgendeiner Weise als Frau diskriminiert oder unter Druck gesetzt werde, empfinde ich nicht so.

    Das Aufräumen/ Ausmisten soll übrigens laut Kondo jeder für sich machen und niemand in der Familie für eine andere Person, weil das übergriffig ist. So hatte ich heute viel Spaß damit, mit meinem Sohn zusammen seinen Kleiderschrank auszusortieren, seine Wäsche mit der neuen Methode zu falten und am Ende mich mit ihm zusammen über einen übersichtlichen und sauber eingeräumten Schrank zu freuen, wo er endlich alles sofort findet ohne alles zu zerwühlen und rauszuziehen (und bis zum Sankt Nimnerleinstag liegen zu lassen).

    Man kann alles schlechtreden, anstatt einfach mal die Kirche im Dorf zu lassen und nicht mehr hinein zu interpretieren, als tatsächlich da steht. Und ja, wenn Kondo von der perfekten Hausfrau spricht, dann überlese ich das einfach.

    Ich war nie eine, bin keine, werde nie eine sein, einfach, weil es keine Perfektion gibt. Punkt.

    Ob andere dadurch Zwänge entwickeln, fällt nicht in meine Zuständigkeit. Ende.

    (Darauf, meinen Kleiderschrank demnächst weiter auszumisten und aufzuräumen, freue ich mich trotz allem Geunke hier schon sehr :D)

    Echt? Das wusste ich nicht :ops:

    Ich dachte, wir haben hier nur 8**** und 9****

    Hätte ja ganz leicht nachschauen können, hatte aber noch keinen Kaffee intus und die Augen noch auf Halbmast :lol:

    Danke!

    Danke für die Bilder miamaus2013 !

    So ähnlich hätte ich es gern in meinem Schrank :cuinlove:.

    Ich blicke bei den Tshirts nicht mehr durch, welche sind noch chic, welche kann ich nur noch im Stall anziehen, welche müssen weg da zerlöchert... ich hab einfach die letzten Jahre nicht mehr aussortiert, sondern nur ab und zu neues dazugekauft.

    Also, wir sind kein Messihaushalt... aber es sammelt sich einfach im Laufe der Zeit Unnützes und nicht mehr getragene Kleidung an, besonders ganz hinten im Schrank, und da hab ich gerade keinen Bock mehr drauf. Ich will Ausmisten! :barbar:

    Marie Kondo hat übrigens nichts gegen Bügel =) aber Shirts, die nach ihrer Technik zusammengelegt und dann hochkant gestellt werden, knittern tatsächlich weniger als Tshirts, die normal gefaltet dann ganz unten im Stapel liegen... die sind dann oft bei mir zumindest ziemlich plattgedrückt. Hab es selbst schon ausprobiert.

    Klamotten werden bei mir jetzt aussortiert, was noch gut ist, geht an meine Schwägerin, sie ist immer eine dankbare Abnehmerin für Klamotten aller Art :nicken: ich glaub ja, sie handelt heimlich damit :lol: der Rest geht in die Altkleidersammlung.

    Ob ich noch zu den Büchern und Erinnerungsstücken komme und da auch konsequent ausmisten kann.... :ops: dit weesisch noch nich

    Meine Bücher sind mir schon recht lieb.

    Und ja, im Grunde geht es um eine Lebenseinstellung, nämlich nur noch Dinge zu kaufen und um sich herum zu haben, die einen glücklich machen und die man gerne anschaut. Und sich nicht Unnützes anzuhäufen und jedesmal beim Blick ins Regal zu denken "eigentlich müsse ich da auch mal wieder ausmisten".

    ich hätte mal eine Frage:

    Gibt es hier jemanden, der seinen Haushalt nach Marie Kondo organisiert hat?

    ich hab nach dem ersten lesen euphorisch meine schränke ausgemistet (hat echt Spaß gemacht) und kleine schächtelchen benutzt um Zeug zusammen gehörig aufzubewahren. Mehr aber nicht , die falterei wäre mir zu aufwendig. Aber zum aussortieren von Dingen wo das Gefühl nicht mehr gut fand ich es super.

    das hört sich schon sehr ermutigend an! Merci ?

    DerFrechdax

    Ich mal vor drei Jahren. Als ich viiiiel Freizeit hatte. Was willst du denn wissen?

    Mich würde interessieren, ob man das wirklich durchhalten kann im Alltag.

    Alles thematisch durchgehen auf einen Schlag finde ich recht anstrengend, ich würde intuitiv eher nach Zimmern und Leuten aufräumen, wir sind hier ja zu 4. Das heißt, auch die Familie muss mitziehen, sonst sieht es bald wieder aus wie vorher.

    Und ja, ich geb es zu, ich hab ein bisschen Verlustängste bei dem Gedanken, so viel Plunder einfach wegzuschmeißen, den ich irgendwann nochmal brauchen könnte... (Nachkriegsenkel lässt grüßen) und wir haben einfach halt viel Zeug :ops: ich tu mir so schwer, Dinge wegzuwerfen...

    Ich bräuchte also ein paar ermutigende Impulse... ??