Danke
@Dakosmitbewohner dass du mir deine Sichtweise nochmal ausführlich geschildert hast.
Vielleicht magst du dir die Mühe machen, dir einen Vergleich durchzulesen, der meine Gedankengänge ein bisschen erklärt:
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Ich habe spontan an eine Mitreiterin denken müssen, die erst seit 5 Jahren reitet (ist knapp 50).
Sie reitet ein Pferd, das recht unberechenbar ist, in der Halle wie im Gelände. Er springt dann plötzlich aus dem nichts im Galopp los und lässt sich mit Mühe wieder einfangen, das macht natürlich auch das mitlaufende Pferd des Mitreiters kirre, das versucht, mitzurennen, weil es denkt, es gibt einen echten Grund dazu.
Ich finde das gefährlich und bin immer ein bisschen angespannt, wenn wir zusammen unterwegs sind. Mein Pferd ist allein sehr guckig, deshalb bin ich auf Mitreiter (noch) angewiesen.
Die Besitzerin jedenfalls nimmt das total easy und freut sich, dass sie ihn nach 50 oder 100 Metern mit Mühe wieder umdrehen kann, weil er ja so toll auf sie reagieren würde.
Ich persönlich halte es so, dass jeder Schritt, den das Pferd unkontrolliert geht, ein Schritt zu viel ist, und mein Pferd bleibt auch in 90% der Fälle bei mir und geht nicht mit ab.
Ihr ist nie etwas dummes passiert, sie hatte nie einen Reitunfall.
Ich schon, und ich saß schon auf einem panischen, durchgehenden Pferd, das mit mir oben drauf in gestrecktem Galopp auf der Hauptstrasse vor einem Mähdrescher geflohen ist. Ich kenne Leute, die schwer verletzt wurden, weil das Pferd nicht geländesicher war und durchgedreht ist. Mir ist auch schon ein Hund hinterher. So schnell bin ich noch nie galoppiert 
Sie hat es einfach nicht auf dem Schirm, dass diese Eigenart gefährlich und unvorhersehbar ist und es sinnvoll ist, daran zu arbeiten, um im Vorfeld zu verhindern, dass das Pferd überhaupt losrennt und alle gefährdet und man nicht erst das Pferd mühsam anhält, um sich dann zu freuen, dass es endlich stehenbleibt. Es soll gar nicht erst losrennen.
Ähnlich sehe ich das mit einem Hund, der 2jährig im Unterholz verschwindet.
Niemals würde ich meinen Hund außer Sicht laufen lassen. Sie bleiben vor und hinter mir, um mich rum, dürfen da alles machen, was ein Hund so macht, aber es wird auf dem Weg geblieben und sich nicht in hohe Wiesen, in Gewässer bzw. das Ufer drumherum oder Gebüsch verabschiedet. Es wird nicht gestöbert.
Ich krieg auch zb Puls, wenn mir ein Hund im Freilauf ohne HH dazu in Sichtweite kommt. Von so einem Alleingänger ist mein Hund schon angegriffen worden.
Und schlussendlich: ich habe eine Freundin, die panische Angst vor Hunden hat. Sie geht zb nicht mehr joggen. Sie hat mit unangeleinten Hunden echt ein Problem, wenn sie den Halter nicht sieht (aber eigentlich auch mit Halter). Ganz schlimm für sie.
Im Laufe meines Hundehalterdaseins bin ich von total relaxt zu ziemlich kontrollaffin mutiert. Die Leute kennen den Kontakt zu Hunden nicht mehr so. Sind allergisch. Möchten ihre Ruhe und lieber keinen Hund treffen.
Früher war ich eher so
meiner macht nix, alles ok.
Heute sag ich mir, es ist mein Hobby, ich liebe Hunde, und ich möchte nicht dazu beitragen, dass andere Menschen Hunde oder ihre Halter in einem schlechten Licht sehen. Deshalb nehme ich weitestgehend Rücksicht, denke für andere mit und wehre erziehungstechnisch den Anfängen jeglichen Jagd- oder Unabhängigkeitsstrebens. Meine wissen allerdings auch, wie bei uns der Hase läuft
nämlich ohne sie. Sie schauen immer nach mir und gehen so gut wie nie außer Sicht (die Große dreht nur in der Läufigkeit ab, da kriegt sie dann Leinenknast).
Seeeehr lange Rede, kurzer Sinn... wenn du noch mitliest,
@Dakosmitbewohner 
Ich will dir auf keinen Fall vorschreiben, wie du Gassi zu gehen hast
nur meine Gedankengänge dazu, vielleicht ist ja das eine oder andere für dich nachvollziehbar.
Ansonsten, zum Thema Hundeknigge, ist schon alles gesagt worden, denke ich 
Lieber Vorsicht als das Nachsehen haben... oder so... Hundehaltung ist auch Verantwortung... bin da lieber auf der sicheren Seite
