Beiträge von DerFrechdax

    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist deine Hündin sehr ruhig, ruhiger als sonst, frisst nicht und hat am Donnerstag mehrfach erbrochen?

    Mein erster Gedanke war, ob sie etwas aufgenommen hat, was giftig war für sie. Wurde das bei den Überlegungen mit dem TA mit abgeklärt? Also, dass sie eine Vergiftung haben könnte?

    Ansonsten würde ich Schonkost füttern, erst 24h fasten lassen, dann Morosuppe anbieten, da kann man auch ein paar Fitzelchen gekochtes Huhn mit dazu geben, damit es gefressen wird.

    Heilerde tut gut bei Magenweh, Kohletabletten helfen bei Virusinfekt oder Vergiftungssymptomen, Flohsamenschalen eingeweicht und unters Futter gemischt kleidet den Magen aus und beruhigt die gereizte Magenschleimhaut. Rotulmenrinde in Pulverform wird mit etwas Wasser zu einem Gel aufgekocht und löffelweise zum Futter gegeben, das hilft auch sehr bei Verdauungsstörungen.

    Hier bei uns hilft auch bei Bauchweh Carbo vegetabilis in D12 (homöopathisch)

    Gute Besserung für die Maus :winken:

    vielleicht entwickelt sich in manchen Gebieten auch eine Eigendynamik.

    Also, man selbst kommt da hin und macht alles sehr kontrolliert und konsequent. Also zb behält den Hund bei sich, in unübersichtlichen Situationen auch an der Leine, oder hebt seine Haufen auf. Und dann sieht man, dass alle anderen HH das anders machen. Ihre Hunde an jeden hin lassen, Haufen liegen lassen. Sich weniger "Mühe" geben und alles unkomplizierter und easy sehen.

    Wenn man jetzt nicht ein Mensch ist, der sich gern nach Prinzipien richtet, die er sich erarbeitet hat, oder die er von den Eltern mit auf den Weg bekommen hat, oder meinetwegen ist man jemand, der sich allgemein nicht so gern an Regeln hält, und hat es eh bisher nur widerwillig gemacht, seine Häufchen aufgehoben meinetwegen, der wird sich dann anpassen und es genau wie alle anderen machen.

    Ist ja dann auch viel bequemer und wenn es alle machen.... ;)


    Also, ich könnte mir vorstellen, dass jede Hundwiese schon ihr eigenes kleines Universum mit eigenen Gesetzmäßigkeiten ist.

    Davon ab gibt es aber nach meinem Empfinden schon grundsätzliche Verhaltensweisen, die überall gelten (sollten).

    Fun fact am Rande... ich hab mir zu Beginn meiner HH- Karriere, als ich meine eigene Wohnung mit meinem ersten eigenen Hund bezogen hatte, tatsächlich einen Hundeknigge gekauft. Also als Buch. xD

    Als Gründe dafür, es nicht andauernd zu tun bzw. da lockerer zu sein, habe ich jetzt „Ist für Alle entspannter so“ und „Gewohnheit“ gelesen

    oder man denkt einfach nicht weiter, was alles passieren kann.

    Ich geh jetzt mal von mir aus. Ich hatte mit meiner Schäferhündin als sie jung war ein Erlebnis, das mich zb heute noch beschäftigt und das ich bedauere, weil der Vorfall so absolut vermeidbar gewesen wäre.

    Wir hatten ein Feld, das an einer wenig befahrenen Straße angrenzte, da war an der Straße entlang am Rand der Brachfläche ein Trampelpfad. Meine Hündin war noch sehr jung, ich auch ;) und wir sind da jeden Tag lang gegangen, mehrfach. Sie lief da immer offline, weil, "sie geht nicht auf die Straße". Ich war da absolut überzeugt.

    Eines Tages hat sie dann vor mir einen Hund, den sie nicht mochte, auf der anderen Seite auf dem Gehsteig laufen sehen. Und rannte rüber zu dem. Genau zu diesem Zeitpunkt fuhr da ein Auto entlang. Und mein Hund wurde angefahren.

    Ich war so geschockt, wie schnell das ging, ich hab lange gebraucht, damit zurecht zu kommen (es ist zum Glück niemandem ernsthaft was passiert, das Auto hatte nicht mal einen Kratzer, weil meine Hündin kein Halsband dran hatte und auf die Motorhaube flog und sofort wieder herunter. Sie lief allerdings schreiend weg, was mich erstmal total an den Rand eines Zusammenbruchs brachte, weil ich dachte, sie wäre schwer verletzt, aber es war nur der Schreck. Sie musste danach zum Einrenken, weil sie schief lief durch das Fallen von der Motorhaube).

    Seitdem läuft an Straßen kein Hund mehr frei. Eigentlich selbstverständlich, aber ich dachte echt, der Gehorsam wäre so stark, dass nix passieren könnte.

    Vielleicht ist es echt so, dass man manchmal erst aus Erfahrung klug wird... =) war zumindest bei mir so... :ops:

    @Dakosmitbewohner hab gerade dein letztes Post gelesen. Vielleicht machen wir das doch nicht so unterschiedlich, und der Eindruck, dein Hund würde unkontrolliert durch die Gegend laufen und Leute anwuffen, ist nur durch ein Internet- Geschriebenes Wort- Missverständnis entstanden :ka:

    Ist immer schwierig, ohne bei der Situation dabeigewesen zu sein.

    Und, um auf deine letzten Absatz einzugehen,

    Vielleicht bin ich da Naiv oder "zuviel" im Umfeld von Hunden groß geworden, ich würde ein einzelnes kurzen Bellen seltenst als bedrohlich empfinden. Ist das allgemein schon so "schlimm" mit dem Tierverständnis oder ist das mal wieder meine Naivität gegenüber Hunden?

    es gibt halt einfach ganz viele Menschen, die nicht wie wir mit Hunden aufgewachsen sind. Für die muss man auch mitdenken, meine Freundin zb findet bellend Hunde immer bedrohlich, weil sie nicht versteht, warum sie bellen. Ich höre das sofort, du hörst das wohl auch, was der Hund meint. Sie nicht, und es ängstigt sie.

    Für mich ist es völlig unverständlich, dass es Menschen gibt, die Hunde nicht mögen könnten, wie ich es tue und wie wir alle hier es wohl tun.

    Es ist aber so, und irgendwie möchte ich diese Leute zumindestens positiv stimmen, indem sie sehen, wie viel Mühe ich mir gebe mit meinen Hunden, damit sie sich sicher und wohl fühlen können (abgewandt führen, wegschicken vom Besuch, anleinen, wegsperren).

    Einige Leute aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis mit Hundeangst haben sich auch tatsächlich schon sehr positiv geäußert über meine Hunde, wie ruhig sie sind und wie brav (wenn die wüssten... wenn der Kleine loslegt... :lol: ), und wie sicher sie sich fühlen bei uns.

    Das freut mich dann unheimlich, weil ich jemanden "geknackt" habe :lol:

    Danke @Dakosmitbewohner dass du mir deine Sichtweise nochmal ausführlich geschildert hast.

    Vielleicht magst du dir die Mühe machen, dir einen Vergleich durchzulesen, der meine Gedankengänge ein bisschen erklärt:

    Spoiler anzeigen

    Ich habe spontan an eine Mitreiterin denken müssen, die erst seit 5 Jahren reitet (ist knapp 50).

    Sie reitet ein Pferd, das recht unberechenbar ist, in der Halle wie im Gelände. Er springt dann plötzlich aus dem nichts im Galopp los und lässt sich mit Mühe wieder einfangen, das macht natürlich auch das mitlaufende Pferd des Mitreiters kirre, das versucht, mitzurennen, weil es denkt, es gibt einen echten Grund dazu.

    Ich finde das gefährlich und bin immer ein bisschen angespannt, wenn wir zusammen unterwegs sind. Mein Pferd ist allein sehr guckig, deshalb bin ich auf Mitreiter (noch) angewiesen.

    Die Besitzerin jedenfalls nimmt das total easy und freut sich, dass sie ihn nach 50 oder 100 Metern mit Mühe wieder umdrehen kann, weil er ja so toll auf sie reagieren würde.

    Ich persönlich halte es so, dass jeder Schritt, den das Pferd unkontrolliert geht, ein Schritt zu viel ist, und mein Pferd bleibt auch in 90% der Fälle bei mir und geht nicht mit ab.

    Ihr ist nie etwas dummes passiert, sie hatte nie einen Reitunfall.

    Ich schon, und ich saß schon auf einem panischen, durchgehenden Pferd, das mit mir oben drauf in gestrecktem Galopp auf der Hauptstrasse vor einem Mähdrescher geflohen ist. Ich kenne Leute, die schwer verletzt wurden, weil das Pferd nicht geländesicher war und durchgedreht ist. Mir ist auch schon ein Hund hinterher. So schnell bin ich noch nie galoppiert :D

    Sie hat es einfach nicht auf dem Schirm, dass diese Eigenart gefährlich und unvorhersehbar ist und es sinnvoll ist, daran zu arbeiten, um im Vorfeld zu verhindern, dass das Pferd überhaupt losrennt und alle gefährdet und man nicht erst das Pferd mühsam anhält, um sich dann zu freuen, dass es endlich stehenbleibt. Es soll gar nicht erst losrennen.


    Ähnlich sehe ich das mit einem Hund, der 2jährig im Unterholz verschwindet.

    Niemals würde ich meinen Hund außer Sicht laufen lassen. Sie bleiben vor und hinter mir, um mich rum, dürfen da alles machen, was ein Hund so macht, aber es wird auf dem Weg geblieben und sich nicht in hohe Wiesen, in Gewässer bzw. das Ufer drumherum oder Gebüsch verabschiedet. Es wird nicht gestöbert.

    Ich krieg auch zb Puls, wenn mir ein Hund im Freilauf ohne HH dazu in Sichtweite kommt. Von so einem Alleingänger ist mein Hund schon angegriffen worden.

    Und schlussendlich: ich habe eine Freundin, die panische Angst vor Hunden hat. Sie geht zb nicht mehr joggen. Sie hat mit unangeleinten Hunden echt ein Problem, wenn sie den Halter nicht sieht (aber eigentlich auch mit Halter). Ganz schlimm für sie.

    Im Laufe meines Hundehalterdaseins bin ich von total relaxt zu ziemlich kontrollaffin mutiert. Die Leute kennen den Kontakt zu Hunden nicht mehr so. Sind allergisch. Möchten ihre Ruhe und lieber keinen Hund treffen.

    Früher war ich eher so :ka: meiner macht nix, alles ok.

    Heute sag ich mir, es ist mein Hobby, ich liebe Hunde, und ich möchte nicht dazu beitragen, dass andere Menschen Hunde oder ihre Halter in einem schlechten Licht sehen. Deshalb nehme ich weitestgehend Rücksicht, denke für andere mit und wehre erziehungstechnisch den Anfängen jeglichen Jagd- oder Unabhängigkeitsstrebens. Meine wissen allerdings auch, wie bei uns der Hase läuft :lol: nämlich ohne sie. Sie schauen immer nach mir und gehen so gut wie nie außer Sicht (die Große dreht nur in der Läufigkeit ab, da kriegt sie dann Leinenknast).

    Seeeehr lange Rede, kurzer Sinn... wenn du noch mitliest, @Dakosmitbewohner :lol:

    Ich will dir auf keinen Fall vorschreiben, wie du Gassi zu gehen hast :no: nur meine Gedankengänge dazu, vielleicht ist ja das eine oder andere für dich nachvollziehbar.

    Ansonsten, zum Thema Hundeknigge, ist schon alles gesagt worden, denke ich :nicken:

    Lieber Vorsicht als das Nachsehen haben... oder so... Hundehaltung ist auch Verantwortung... bin da lieber auf der sicheren Seite :nicken: :bindafür:

    @Dakosmitbewohner ich hab jetzt nicht alles gelesen, nur bis Seite 16

    Für mich liest es sich so, als würde sich dein Hund regelmäßig außerhalb deines Einflußbereichs und damit außerhalb deiner Kontrolle befinden, auch, wenn er sich regelmäßig "meldet" bei dir. Und ich glaube, das finden einige, ich auch, nicht ok.

    Ist es denn für dich so gar nicht nachvollziehbar, dass andere HH damit Stress haben, weil deinem Hund durch diese Freiheiten Tür und Tor zu als No- Go- Verhalten einsortiertes Tun (wie Jagen oder Menschen allein durch seine ungesicherte Anwesenheit erschrecken) offensteht?

    PS: es geht in diesem Thread ja um den Imageschaden...

    Kartoffelsuppe mit Wiener Würstchen & frische Nusswaffeln aus dem Waffeleisen & old fashioned soft pumkin cookies

    Gerade hab ich die Cookies gegoogelt, finde da aber nur englischsprachige Rezepte. An sich kein Problem, nur weiss ich nicht, ob der Kürbis dann vorgekocht wird? Oder kommt der aus der Dose/Glas?

    Wie machst du das? Ich hätte so Lust das nachzubacken... :cuinlove: