Ich glaube, jeder Hundehalter erkennt, wenn er wirklich gut hinschaut, wie weit sein Hund es schafft, sich selbst zu managen, und wo eine Grenze erreicht ist.
Natürlich soll kein Hund vollgestopft werden mit Medikamenten, ich bin eigentlich immer eher sogar die Naturheiltante, die erstmal mit Rescuetropfen und Chamomilla anfängt.
Ich habe das auch noch nie erlebt, wie ein Hund hechelnd, heftig zitternd, sabbernd und mit leerem Blick an die Wand unter eine Treppe gedrückt hockt und vor sich hin leidet, ohne auf Ansprache zu reagieren. Beim ersten Mal vor 3 Jahren dachte ich, der Hund stirbt mir gleich an einem Herzinfarkt.
Dabei war Silvester die ersten 4 Jahre sogar bei uns überhaupt kein Thema. Die hat sie komplett verschlafen. Aber dann haben Leute Böller in unseren Garten geworfen, in dem die Große gerade geschlafen hat... und seitdem ist sie so drauf. Inzwischen ist auch Donnergrollen im Sommer ein Thema, alles, was laut ist.
Und da bin ich einfach nur froh, etwas zur Verfügung zu haben, was sie über diesen Tag bringt und ihr hilft, alles unbeschadet zu überstehen. Dafür werfe ich meine ureigenen Überzeugung für diesen einen Tag über Bord (nämlich so wenig Chemie wie möglich). Und ich habe mir die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht. Aber es geht halt nicht anders.