Beiträge von DerFrechdax

    Für mich ist das eine Kopfsache... das Ding ist mir lieber einmal zu oft offen als einmal zu wenig... ist ja nicht mein Pferd, und ich hab die Verantwortung für die Süße, so, mit dem Panikhaken, finde ich es beruhigender für mich. Sie haut aber auch nicht ab, wenn sie frei wäre.

    Einmal hatte sie das Halfter nur noch um den Hals, weil sie schon die Trense drin hatte und hat sich urplötzlich reingehängt, keine Ahnung, was sie da geritten hat, ich bin weggesprungen, weil ich Angst hatte, ich komm unter die Räder, wenn ich näher hingehe, so nicht- bei- sich hat sie da gewirkt- da ging dieser gesegnete Panikhaken auf, die Süße saß kurz auf ihrem Hintern, hat dumm geschaut und das nie wieder gemacht. Und ich hab ihr nie wieder das Halfter um den Hals verbaut. Lieber trense ich sie erst auf den letzten Drücker auf, wenn ich nimmer weggehen muss von ihr.

    Den Bullsnap, der vorher dran war, den hätte ich nie im Leben so schnell aufgekommen, und von selbst wäre der auch nicht aufgegangen.

    So macht halt jeder seine eigenen Erfahrungen.... ist doch okay....

    An einer Longe hab ich das gleiche Problem wie mit einem großen Hund und Schleppleine- durch den langen "Anlauf" kann ich 500 Kilo nicht halten.

    Das Pferd/ der Hund haben doch keinen großen "Anlauf", wenn man die Longe/Schleppleine immer mit leichter Spannung/leicht durchhängen lässt. Man muss halt immer nachgeben und aufnehmen.

    LG
    Sacco

    Ja, wahrscheinlich bin ich da einfach zu bedeppert dazu... Ich komm weder mit Longe noch mit Schleppleine richtig gut zurecht und hab besonders beim Pferd immer Bammel, dass sich was verheddert und mir dann ein Finger fehlt oder ich mitgeschleift werde oder sonstwas. Deshalb nehm ich lieber 3m Westernstricke.

    Ich führe Hengste zum Beispiel gerne an der Longe durchs Getümmel..... bei Zügeln oder einem Strick bekomme ich nämlich im Zweifel meinen Kopf nicht aus der Schusslinie

    Ah, ich hätte dazuschreiben sollen, dass ich mit Strick nicht die Minidinger meine, mit denen man dem Pferd direkt am Schoß sitzt, wenn es einen Hüpfer macht, sondern ich verwende schön lange Westernstricke, die ich mehrfach in S- Schlaufen gelegt zwischen beiden Händen halte. Hüpft das Pferd, kann es springen, ohne mich umzureißen. An einer Longe hab ich das gleiche Problem wie mit einem großen Hund und Schleppleine- durch den langen "Anlauf" kann ich 500 Kilo nicht halten.

    Ist aber wahrscheinlich alles eine Frage der Technik und der Vorlieben, und du bist ja eh Profi ... Ich hab bei Longe eh immer irgendwie nur Salat in der Hand :lol:

    Ist es vertretbar mit einem Barhufpferd ausreiten zu gehen(nur Schritt)? Hier liegen 40 cm Schnee, es ist nicht übermäßig glatt, kaum geräumt. Für mich eigentlich gute Bedingungen.. bin jetzt allerdings verunsichert, da sonst bei uns keiner im Schnee reitet (alles voll beschlagene Pferde im Offenstall, meiner läuft barhuf (wenn auch nicht immer besonders trittsicher)) :D

    Mein RB- Pferd läuft immer mit Hufschuhen im Gelände... Gestern sind die so eingefroren gewesen, dass sie nicht über den Huf gingen :tropf: also sind wir barfuß raus in den schön pappigen Schnee... es war perfekt, der Grip war sehr gut, kein Aufstollen (hatte aber zur Sicherheit einen Hufkratzer dabei) und wir konnten bergauf auf Schotter (mit Schneedecke drauf) sogar toll galoppieren. Es kommt immer auf das Gelände an, wir kennen unsere Gegend sehr gut und wissen, wo sich Wasser zb sammelt und es glatt sein könnte oder wo Gräben laufen oder viele Wurzeln liegen.

    Nun ist mir von weitem eine junge Frau aufgefallen, die ein sehr nervöses Pferd an der zusammen gerollten Longe führte.

    Das Pferd stieg regelmäßig, wehrte sich gegen die sehr straff geführte Longe , schien mir extrem nervös.

    Nun sah ich von Weitem, wie die Frau das Pferd immer wieder mit der zusammengerollten Longe schlug.

    Pferd stieg, schlagen,....

    Genau einmal habe ich eine Longe zum Spazierengehen verwendet, als damals mein eigenes Pferd sich gern mal mit dem Strick losgerissen hat. Da hab ich die Longe noch mit dran gemacht und bin mit einer Trainerin raus. Pferd riss sich los, lief dann in die Longe, hatte also kein Erfolgserlebnis mit heim rennen und sich neben den Kumpels auf der Koppel eine gute Zeit machen, bis ich auch mal den Weg zum Stall gefunden hatte. Ansonsten finde ich Longe zum Gassi schwierig, dann lieber einen griffigen Strick und eine Gerte zum Abstand halten und ein gescheites Strickhalfter oder Kappzaum oder eben Trense.

    Vielleicht hat die Frau versucht, das Pferd mit der Longe auf Distanz zu halten, weil so Pferdehufe im Gesichtsnähe echt nicht lustig sind und sie war total überfordert. Vielleicht war es gar nicht ihr Pferd, sondern sie wollte jemandem einen Gefallen tun und sein Pferd bewegen und es lief aus dem Ruder, vielleicht wurde das Pferd sonst immer geritten und wegen der Witterung nun nur geführt und das Pferd fand das gruselig... wenn ich nichts weiß über die Situation, kann ich das nicht richtig beurteilen.

    ich kanns extrem minimieren wenn ich mir mehr Zeit für die Basisarbeit nehm

    Das ist etwas, was ich bei manchen Pferd- Mensch- Gespannen vermisse- die Arbeit vom Boden, die Basics wie Respekt vor dem Menschen, kein Schubbern, kein Bedrängen, kein Schubsen oder Vorlaufen. Auch wenn ein Pferd super unter dem Sattel läuft, der Umgang am Boden und damit die leichte Händelbarkeit finde ich sogar noch wichtiger, und ich bin froh, dass in mein Quarterstütchen vom Besitzer massiv Arbeit in diese Basics investiert wurde, das merke ich jeden Tag, wenn wir Zeit bei was auch immer verbringen.

    Das Mädel ist zwar manchmal zickig drauf, aber nie würde ihr einfallen, sich solche Dinge rauszunehmen, wie manche ihrer Kollegen im Stall, die nie gelernt haben, wie man sich gut benimmt. Das fängt an beim Stehen bleiben am Putzplatz und geht weiter über ordentliches Sich- führen- lassen bis hin zu im Kopf bei mir bleiben, wenn sie Angst vor was hat.

    Der Abschuss war ein Friesenwallach, zu dem konnte man nur noch mit Gerte ins Paddock, wenn man sein Pferd aus der Herde holen wollte. Der wurde "gewaltlos" erzogen bzw. eben gar nicht, der kannte keine Grenzen und war eine echte Gefahr. Der hat dann zum Glück den Stall gewechselt, und niemand hat ihm nachgeweint.

    Ich würde von dem Hund unter Ablenkung bzw. Stress gar nichts verlangen, um keinen Mißerfolg zu provozieren und dem Hund keinen zusätzlichen Stress zu machen, davon hat er wahrscheinlich eh noch genug.

    Das wichtigste ist meiner Meinung nach erstmal die Prägung auf den Namen, Rückruf bzw Kommen auf Namensruf und dass der Hund sich wohl und geborgen fühlt. Für Übungen von Sitz, Platz, Bleib, Stopp etc. ist noch viel Zeit.

    Alles, was der Hund freiwillig anbietet, zb Suchspiele mit Leckerli, finde ich ganz gut, weil das die Bindung stärkt. Und sich überall vorsichtig anfassen lassen und das positiv zu verknüpfen ist natürlich auch sinnvoll.

    In Situationen, die für den Hund Stress bedeuten, würde ich nichts üben, das bringt nichts oder eher das Gegenteil. Und, warum sollte der Hund Befehle von Fremden befolgen? Tun bzw. taten meine auch nicht =)