So ganz logisch ist das Verhalten dieser Leute aber nicht.
Wenn man kein Aufsehen riskieren möchte, dann entschuldigt man sich, übernimmt die Tierarztkosten und hält den Ball ganz flach, damit die anderen gar nicht auf die Idee kommen, Versicherung, Ordnungsamt, Polizei oder einen Anwalt hinzuzuziehen.
Schließlich sind die Tierarztkosten eine Kleinigkeit, verglichen mit dem Ärger und den Kosten, die man sich einhandelt, wenn man einen Listenhund nicht ordnungsgemäß hält.
So erging es uns vor Jahren, als Elvis von einem unangeleinten Jagdhund angegriffen und böse gebissen wurde. Der Besitzer versuchte verzweifelt, seinen Hund von unserem herunterzubekommen und hat sich dabei ebenfalls Bissverletzungen eingefangen. Ob die Bisse von seinem eigenen oder von unserem Hund oder von beiden stammten, ließ sich nicht klären, war aber auch kein Thema. Er rief lediglich später aus der Notaufnahme an, weil er dort gefragt wurde, ob beide Hunde eine aktuelle Tollwutimpfung haben.
Elvis‘ Tierarztrechnungen hat er jeweils sofort beglichen, ohne die Versicherung einzuschalten.
Später erfuhren wir, dass der Jagdhund schon mehrfach zugebissen hatte und der Besitzer daher jegliches Aufsehen unbedingt vermeiden wollte.