Beiträge von Eni46

    Aber Bolonkas sind sehr unterschiedlich..

    Nicht nur Bolonkas, das trifft wohl auf alle Rassen zu.

    Daher würde ich zuerst nach einer Rasse schauen, die grundsätzlich von den Anlagen her meinen Bedürfnissen entspricht. Danach würde ich nach einem erfahrenen Züchter suchen, der sich meine Wünsche anhört und sich auch bezüglich der Konstellationen innerhalb der Familie und der Befindlichkeiten bzw. Charaktereigenschaften der einzelnen Familienmitglieder informiert und auf Basis dieser Informationen den geeigneten Welpen aus seinem Wurf auswählt.

    Dieser Wahl würde ich vertrauen und auch nicht davon abweichen, weil Kind A den Welpen mit dem weißen Fleck so niedlich findet oder Kind B Rotz und Wasser heult, weil es unbedingt das Hundchen haben möchte, das ihm auf den Schoß geklettert ist. Ein seriöser, erfahrener Züchter kann seine Welpen i.d.R. hervorragend einschätzen. Viel viel besser, als man das selbst innerhalb einiger Besuchsstunden tun kann.

    Gestern während der Gassirunde hat Kuno beim Beinchen heben plötzlich aufgeschrien und ist danach einige Schritte auf drei Beinen gelaufen. Heute Morgen kam es während des Gassigangs beim normalen Gehen einmal vor und eben im Garten beim Schnuppern im Gebüsch.

    Er schreit in der Situation einige Male laut auf und belastet für einige Sekunden das linke Hinterbein nicht mehr. Danach läuft er für einige Sekunden unrund. Anschließend ist alles wieder okay. Man kann Pfote und Bein abtasten und durchbewegen, ohne dass er irgendeine Reaktion zeigt. Er läuft, rennt, springt ohne jede Einschränkung. Seine Hüften wurden im November geröntgt und sind HD frei.

    Wir sind ratlos. Hat jemand von euch eine Idee, was das sein könnte?

    Die Kinder sind drei, sechs und acht Jahre alt und somit bereits im Kindergarten- bzw. Schulalter. Da hat man als Mutter durchaus regelmäßige Zeitfenster, in denen man sich alleine und mit voller Konzentration mit dem Hund beschäftigen kann. Die Bereitschaft dazu muss natürlich vorhanden sein, aber das ist sie ja, laut Rebecca s Aussage. Außerdem hat die Familie einen Garten am Haus, in dem man sich mit dem Hund beschäftigen und Dinge üben kann, wenn mal keine Solorunde möglich ist.

    Hier sehe ich eine völlig andere Situation, als beim ab und an auftauchenden Thema Welpe/Junghund zu Baby/Kleinkind.

    Einspruch, Morelka !

    Das kann prima funktionieren. Voraussetzungen sind, dass die Kinder dahingehend erzogen sind, klare Regeln zuverlässig zu befolgen. Die Erwachsenen sich darüber im Klaren sind, dass sie mit jungem Hund einen beträchtlichen Mehraufwand 24/7 haben und diesen auch ausnahmslos zu leisten bereit sind. Den Entscheidungsträgern bewusst ist, dass sie für den Hund ebenso verantwortlich sind, wie für die Kinder und es entsprechendem Management bedarf, damit keines der Schutzbefohlenen permanent zurückstecken muss. Und dass die richtige Rasse und der passende Welpe vom seriösen und erfahrenen Züchter gewählt wird.

    Aber irgendwie fanden wir genau dieses Wuselige schon ansprechend, aber auch beeindruckend, wie gut er gehört hat, wie brav und ruhig er beim Herrchen sein konnte und plötzlich kurz verschwand, als wir gesprochen haben, aber sofort auf Pfiff wieder da war.

    Es ist da ganz hilfreich, wenn man sich mit einer eventuell in Frage kommenden Rasse eingehend beschäftigt und mehrere Hunde unterschiedlicher Halter kennenlernt. Sonst ist die Gefahr groß, dass man aufgrund eines Individuums, das eventuell nicht rassetypisch ist und/oder mit großem Können und viel Erfahrung bzw. Gespür erzogen wurde, eine für sich selbst unpassende Entscheidung trifft.

    Ich habe mir früher auch immer vorgenommen, dass ich meine Kinder und meine Hunde perfekt erziehen werde. Das echte Leben hat mir jedoch gezeigt, dass weder ich noch meine Lieben dahingehend perfekt sind. Daher würde ich beim Hund immer zu einer Rasse raten, die einem auch bei unvollständigem Perfektionismus als Halter nicht um die Ohren fliegt. ;)

    Die Haare verfilzen unter dem Brustgeschirr am Schlimmsten..

    Von Hunter gibt es ein rundgenähtes Brustgeschirr (Round & Soft petit …), das sicherlich nicht zu verstärktem Filz beiträgt. Meine Terrier haben zumindest immer die Round & Soft Elchleder Zugstopps und diese sind in Bezug auf Filz viel viel besser, als mit Neopren, Softshell o.ä. gefütterte Halsbänder. Das R&S Brustgeschirr gibt es leider nicht in der Größe meiner Hunde, so dass ich damit keine eigenen Erfahrungen habe.

    Meine Golden Retriever (Mix) Hündin ist so eine. Die knurrt nicht und würde auch niemals beißen.

    Mein Terrier war auch so einer. Der hätte sich von Kindern alles gefallen lassen. Sein mittlerweile bei uns lebender Großneffe hat keine so ellenlange Zündschnur, obwohl er durchaus das Zeug zum „Kinderhund“ hätte.

    Du kannst von einem Individuum niemals auf die Gesamtheit der Rasse schließen.

    Ich werf nochmal den Tibet Terrier in die Diskussion.

    Außerdem möchte ich noch etwas anmerken:

    Bei uns zog 2007 unser erster Hund ein. Unsere Söhne waren damals zwei und fünf und unsere Tochter knapp neun Jahre alt. Unser Hund hatte einen Schlafplatz in unserem Schlafzimmer und eine offene Stoffbox im Wohnzimmer. Auf diese beiden Plätze konnte er sich immer zurückziehen und war dort auch für die Kinder absolut tabu. Das hat hervorragend geklappt.

    Allerdings habe ich den Hund IMMER direkt zu mir genommen, wenn Besuchskinder im Haus waren. Nicht, um die Kinder vor dem Hund zu schützen. Für den hätte ich beide Hände ins Feuer gelegt sowie Haus und Hof verwettet. Nein, ich wollte meinen Hund unbedingt vor den Kindern schützen, die im Umgang mit ihm teils ungeschickt, grob, drangsalierend oder (in wenigen Ausnahmen) auch gezielt piesackend waren.

    Erstens muss das kein Tier ertragen und zweitens traue ich da anderen Eltern nicht. Oft gibt man sich anfangs sehr lässig, aber sobald das eigene Prinzchen oder Prinzesschen ein Aua hat, ist Schluss mit lustig. Und im wilden Spiel mit einem Hund ist ein blauer Fleck oder ein Kratzer schnell mal passiert. Ebenso, wenn Kinder miteinander toben.